Freitag, 30. Juli 2010

Unser Bad -2-

Jetzt noch ein paar wenige Impressionen von unserem Bad, das wir nun lieben, in dem wir wahrscheinlich nun noch mehr Zeit verbringen werden! Yeah!

Das ist ein Brause-Thermostat, und dieses wundervolle
Gerät lässt uns wieder in der gewünschten Temperatur duschen! Das ist soooooooooooo schön!



Und so sieht es aus, wenn die Dusche läuft. Ach, wie schön kann Duschen sein!



Da haben wir einen ganz tollen Stoff entdeckt. Der muss an unsere leere Bad-Wand haben wir beschlossen.


Unser Bad -1-


Autsch, jedes Mal nur Autsch. AUTSCH!!!
Was ist da passiert?Schmerzwach hat versucht bei sich zuhause zu duschen. Autsch! Es schmerzt! Wieso? Zu heiß! It was to hot... dieses dumme Duschwasser.
Ätz! Nerv! So eine Scheiße! Boah! Das ist doch bescheuert! Scheiß Vorhang!
Was ist da passiert?Schmerzwach versuchte mit dem schönsten Mann der Welt zu duschen, doch was passierte? AUTSCH! Die dämlich
e Stange, die den Vorhang tragen sollte, fiel herunter, erneut. So macht das keinen Spaß!

Dann fiel noch der Strom aus, dann gab es noch ein Problem mit dem Rohr an der Toilette.... Dann noch das und das...
Mit anderen Worten: Dieses Bad nervte uns ge
waltig!

Tätäääääääääääääääääääääääää!

Dann kam der schönste Mann der Welt und rettete
uns aus diesem Drama.



Ja, da sieht man sie schon, die maßlose Kompetenz! Er ist nicht nur der schönste Mann der Welt, sondern auch der Heimwerker-King! :-)



So sieht es am Ende aus, mit STROM! Es hört sich ja so banal an - aber wir lieben unser neues Bad mit STROM. Wie schön, morgens wieder im Bad föhnen zu können, und nicht in die Küche dafür zu müssen, schön, wieder die elektrische Zahnbürste im Bad aufladen zu können...



Das war einer der Schritte, die gegangen werden mussten: eine schöne Unterstützungs-Stange für die Duschvorhang-Stange! Diese Stange begegnete uns bei einem unserer Baumarkt-Besuche. Ich liebe Baumärkte. Die Leute beobachten, die witzigen Begriffe aus dem Bereich kennenlernen und auch gleich wieder vergessen... Letztens im Baumarkt: Ein türkisch aussehender Typ, ein RTL 2-Typ möchte ich mal ketzerisch sagen, steht vor einem der Angestellten des Baumarkts, sagt: "Brauche ich Lack!" - "Äh, ja, da hinten in der letzten Reihe bitte." - "Dankschön!"



Souverän gemacht! Souverän! Brauche ich guten Handwerker! Hier! Dankschön!

Interessantes Projekt

Hier http://www.worldidentitylab.net/project/current/nowhere-now-here/ habe ich ein ganz interessantes Projekt gefunden! Das könnte ich mir echt gut zum Nachahmen vorstellen...

Nowhere / Now here – places reveal their identity

INTRODUCTION:
A place can be completely unimpressive for the rest of the world, while for someone it is the most special place on earth. Wouldn’t wandering through the world be much more interesting if we knew some of those places?

A simple parkbench in Paris could be slightly more interesting if we knew that this was exactly the bench where one of our Lab contributors was kissing a girl or a boy for the first time. A dodgy bar in East-London would probably be more exciting to visit if we knew that another contributor comes here every week to draw the people into her sketchbook. Maybe we can meet her and have a look at her sketches.

World Identity Lab believes that a place which is either strongly connected to a certain experience of our life, or makes us feel different everytime we are there, becomes a part of our identity. Hence we might say that we become a part of the place’s identity.

The Lab’s aim is to create a very personal online-map with special places of our contributors worldwide to share. Therefor the places should be easy accessible for everyone. Contributors then can visit the places and share their own experiences they had on the labsite.

TASK:
a.) Send us 2 – 5 photographs of your special place.
(If you have more places – fine!)

b.) Answer following questions:
1. Name of place (respectively the name you call the place)

2. Where is it exactly

3. How do you get there

4. Why is it so special for you

If you already are a mighty World Identity Lab contributor you know how to submit your work. If not, please follow the instructions on how to become a mighty contributor in only 4 steps on your right hand side.

Cheers! We can’t wait to see your contribution!
Florian and the World Identity Lab-Team

Auf dieser Seite ist ein schönes Beispiel zu sehen! So hop hop!

Dienstag, 27. Juli 2010

Über das Projekt Körper

Waltraud Posch hat über das Projekt Körper geschrieben, wie der Kult um die Schönheit unser Leben prägt. Vor einiger Zeit las ich das Buch, das im Campus-Verlag erschienen ist, ja, geradezu verschlungen habe ich es. Ich hatte mich in meinem Buch damit beschäftigt. Es ist übrigens an der Uni-Bibliothek
(Plastargias, Joannis: Bodybuilding zur Stärkung des jugendlichen Selbstwertgefühls / Joannis Plastargias . - Frankfurt am Main : Kubayamashi-Do, 2010 . - 309 S. Standort: UB, Signatur: 89.158.63) ausleihbar, wenn man es nicht für teuer Geld erstehen möchte. Nichtsdestotrotz finde ich es immer wieder interessant, mich mit der Thematik zu beschäftigen, schließlich ist es so, "dass", wie die Autorin sagt, "Schönheit als Spiegel der Selbstoptimierung und des Zurschaustellens eines gelungenen, mitunter auch eines am Aufstieg orientierten Lebens gilt." Und: "Moderne Menschen sind nicht nur autonom und handeln nicht nur freiwillig, sondern sie agieren vor dem Hintergrund sozialer Normen."
Nein, ist hier die These, die ich unterstütze, man macht sich nicht für sich selbst schön, ganz sicher nicht, denn, wenn es so wäre, dann würden wir vielleicht eher mit zerzausten Haaren, leichtem Bierbauch, grauen Jogginghosen, Unterhemd und Schlappen durch die Gegend rennen, zum Bäcker, beim Weggehen und bei der Arbeit. Doch keiner macht es. Wieso? Weil man anderen gefallen möchte, potenziellen Arbeitgebern und Partnern, weil man Anerkennung kriegen möchte, weil man etwas darstellen möchte. Ein durchtrainierter Körper, ein schönes Äußeres ist ein Mittel zum Zweck, stellt gesellschaftliche Werte wie Individualität, Leistung, Flexibilität und Freiheit dar. Stresst dieses permanente Körper-Agieren, der ständige Zwang, seinen Körper zu verschönern, nicht auch auch euch? Ebenso wie die Autorin Waltraud Posch glaube ich, dass diese permanenten Botschaften, mit denen man konfrontiert ist, die einem immer wieder mitteilen, wie wichtig ein geschöntes Äußeres für das soziale, berufliche und private ÜBERLEBEN ist. Und es ist tatsächlich so, dass die eigene Schönheit wichtiger als vor 20 Jahren ist.

Sonntag, 25. Juli 2010

Wien... (2)

Der schönste Mann und ich haben eine große Fähigkeit: wir können aus jedem Urlaub ein "Chiller"-Urlaub machen, sogar einen Bade- und Natururlaub, wenn wir doch eigentlich einen gewöhnlichen City-Urlaub vorhatten. Vielleicht lag es an der Hitze, nun, wahrscheinlich sogar. Zwei Namen hatten wir für Wien: Titty-City - davon gibt es keine Bilder, weil wir ja schlecht vollbusige Frauen am FKK-Strand fotografieren konnten-, und FKK-Town - dazu gibt es weiter unten ein Foto, das nicht ganz jugendfrei ist, aber man sieht mich ja nur von hinten. :-) Übrigens beim Nacktbaden trafen wir immer wieder auf den gleichen Typen, und ich meine tatsächlich den gleichen Typen und nicht die gleiche Type (im Sinne von vom Typ her gleich, aber ein anderer Mensch - gleiche Typen trafen wir überall in Wien ;-)): als wir am "Gänsehäufel" (steht sogar als Destination auf dem Bus drauf dieser Name) lagen, nackt und unbekümmert, in unserer Nähe ein paar Duschen, sahen wir alle paar Minuten einen jungen Mann, sehr groß in Statur, und sehr groß war auch etwas anderes - also nicht sein Selbstbewusstsein, das ebenso beträchtliche Ausmaße hatte, sondern sein "bestes Stück" - einen jungen Mann also, mit Sonnenbrille auf, der sich immer unter der Dusche poste und sein bestes Stück präsentierte. Als wir unseren langen beschwerlichen Ausflug zur Dechantlacke machten, völlig fertig einen Platz zum Liegen suchten und fanden, stand plötzlich erneut dieser lange Hüne, den wir nur den "Penis-Mann" nannten neben uns. Wo ist die verdammte versteckte Kamera? fragten wir uns.



Nun, was dem Mozartkinde die Geige, ist mir das Mobiltelefon. Oder so. Bin halt nicht musikalisch, dafür aber gerne in Parks. Hier im Stadtpark in Wien.



Ob der schönste Mann der Welt diese XXL-Schnitzel aufgegessen bekommt? Natürlich mussten wir auch einmal zum Schnitzel essen gehen in Wien - hier beim Schnitzelwirt in der Neubaugasse.



Und hier das versrochene nicht jugendfreie Bild - auf dem Weg zur Dechantlacke, übrigens noch vor dem Angriff der Killermücken, die Moskitogleich ein paar Meter später auf uns eingedroschen sind. Was eine Lacke ist? Mh, keine Ahnung. Eine Pfütze vielleicht? Ein Seitenarm der alten Donau irgendwo in der tiefsten Pampa? Auch da durften wir keine Bilder machen, und das hätten wir gerne getan, allein wegen des Penis-Mannes, aber auch wegen der anderen lustigen Hippies, die wir an der Dechantlacke sahen, allesamt nackt und engagiert in Öko-Themen. Warum ich schon vor der Lacke nackt war? Ich dachte, "es g´hert so!"




Und da sind unsere Pink Martini-Nonnen! Sehr lustig. Erinnerten uns ein bisschen an Patsy Stone und Edina Monsoon, irgendwie, wir lieben sie!



Und am Ende auch mal unsere Gastgeber die letzten paar Tage, im Hof eines kleinen Elektro-Clubs, den ich mir in Frankfurt wünschte. Übrigens genauso die beiden Menschen auf dem Bild. :-)

CSD in Frankfurt

Zu diesem Event kann ich gar nicht viel sagen, in den letzten Jahren war es meist so, dass meine Schwester irgendwann anrief, mir mitteilte, dass sie an der Konsti stehe und alle nur auf mich warteten... Wie alle? Freunde eben, der A. und der O. und die und der, und der soundso hat auch schon nach dir gefragt. Mir egal, gab ich zur Antwort, sollen mich anrufen und ein anderes Date mit mir ausmachen, ich lasse mir doch nicht vorschreiben, wann ich in Partylaune bin.



Ja, ich habe auch schon einmal Standbetreuung für Radiosub auf dem CSD gemacht, und das war dann alles sehr lustig, ich war nachm
ittags schon betrunken und fand alles ganz wundervoll. Aber meist war alles viel zu viel für mich, zu viele Schwuppen, zu viel aufgeregtes Rumgehopse, zu viel Aufgebrezele.
Ich meine, ich habe nichts gegen geschminkte Männer, von mir aus dürfen Männer auch Frauenklamotten anhaben, sie dürfen auch hä
ssliche Karo-Hemden und Ledertrachten anziehen, Sport-Dresses, oder auch gar nichts, genauso Frauen, sollen sie sich eben die Haare abrasieren oder sich fett fressen, blaue Overalls anziehen oder whatever. Was ich nicht ertrage, sind diese ganzen Outfits, die ganzen Fressen auf einem Haufen. Dieses Pseudo-Politische auf der einen Seite und dieses um jeden Preis Party machen und Spaß haben müssen auf der anderen. Geschmackssache ist das. Für mich ist das keine Party, ä Schweinsparty is des für mich, ä Schweins-Party. Aber na gut! Auch der schönste Mann der Welt und ich haben es dieses Jahr auf den CSD geschafft, rechtzeitig zur Parade, und haben liebe Freunde getroffen. Nachmittags hatten wir tatsächlich Spaß.



Aber am Samstagabend war es dann zu viel auf der Konsti, wir leicht überfordert mit diesen vielen Menschen, diesen vielen laufenden und tanzenden Klischees.
Bevor ich euch ein paar Impressionen zeige, und es waren nicht viele, weil wir diese ganzen Aufgetakelten nicht besonders faszinierend fanden. Am Vortag lauschten wir am Langener Waldsee einer etwas älteren Frau, die nackt neben uns lag, wie sie meinte: "Ah, morsche is wiedder dieser CSD, oh, wie schön die Männer angezoche sind, aber die Fraue - ekelhaft. " Hahahahaha.


So ein Gesicht machten wir beide, als wir die Frau hörten! ;-) Und noch was: lieber den schönsten Mann der Welt fotografieren als diese Menschen im Hintergrund, die auf den nächsten Wagen gewartet haben. :-)

Samstag, 24. Juli 2010

Wien... (1)

Erster Abend in Wien: Nachdem wir sieben Stunden lang im ICE saßen, es war mein Geburtstag immerhin, viele anstrengende Menschen um uns herum, am Ende alle rotzevoll, wurden wir von unserem Host M. gefragt, ob wir lieber irgendwohin mit Elektromusik oder eher etwas Siffiges anschauen wollen. Todesmutig sagte ich siffig und dachte an ganz andere Dinge, obwohl es ja auch schon in diese Richtung ging, ich erwartete etwas Alternatives, mit billigem Bier, kuriosen Menschen, eher punkiger oder Indie-Musik. Aber dass ich dann ständig über Hunde stolpern sollte, völlig abgewrackte Typen, teilweise leicht schizo, vor mir sehen würde, und danach wie ein Aschenbecher riechen sollte, mh, das hatte ich mir nicht überlegt. Dann kamm es zu folgender Situation, als ich gerade nicht dem Gespräch zwischen dem M. und dem schönsten Mann der Welt zuhörte:Ich hatte schon eine Weile diese Frau, vermutlich Obdachlose, nicht besonders gut riechend, beobachtet, die ihre Schuhe auszog, lecker, und vor sich hin brabbelte. Sie wandte sich plötzlich zu ihrem Gegenüber, ein großer Mann mit Glatze, sehr stiernackig, eher der Bodyguard-Typ, mit dicken Armen und Beinen, einen Riesenbrust, schaut ihn an, und meint: "Des sind keine Arme, des sind Schweinshaxen, Schweinshaxen sind des!" Ich lausche diesem Schauspeil fasziniert, frage mich, wie Stiernacke diesen Affront begegnen wird, nun, er schaut sie an, dann gleich wieder weg, boah, er versucht sie zu ignorieren, denke ich mir. Das gefällt der Pennerin nicht so gut, sie möchte ihn wohl provozieren, wird lauter, sagt: "Und der Kopf, des is kein Kopf, ein Schweinskopf is des, ein Schweinskopf is des!" Wieder reagiert Stiernacke nicht, sondern setzt sich an einen anderen Tisch, während die Pennerin sich nun wieder ihren Füßen zuwendet, an ihnen rumpult. Wien, denke ich mir, ganz tolle Stadt! Haha. Ob das so weitergeht?



Hier im Zug, das Geburtstagsbild sozusagen. Betrunken im Zug, noch nicht, aber später dann, später wurden wir etwas von diesem schmierigen Typen, der Saftschubse im Zug, angemacht, naja, eher der schönste Mann der Welt, verständlich, ja mei, es war irgendwie schon sch
ön, diese Fahrt, das Besäufnis, die Hintergrundgeräusche (andere Leute im ICE - von wegen Ruhezone), ach ja, wenn auch alles etwas zu viel - Fahrt, Geschwätz, Alkohol! ;-)



Ich sag nur: 12Bett-Zimmer. Und so sah unser Doppelbett in der ersten Ncht in Wien aus. Ein Erlebnis. Siehe auch diese wunderschönen roten Schränke, die sich abschließen ließen...



Schmerzwach auf dem Elefanten. Nun, was soll ich zu diesem Bild nur sagen? Eigentlich sollte sich hier ein schönes Bild von einem schönen Gebäude befinden - denn Wien ist wunderschön, mit all seinen sagenhaften Gebäuden, Brunnen und... Statuen...




Überall Verbotsschilder - Wien, das war für uns auch, Verbote, Verbote, Verbote, manchmal schön geil absurd, manchmal sehr witzig, manchmal hilfreich? Und wie wir aufgepasst haben, in diesem Park, schließlich Sturmgefahr und so. ;-)



Es war eine Woche lang wirklich heiß, fast zu heiß für einen City-Urlaub, doch auch diesem Umstand kommt der schönste Mann der Welt bei - dann chillen wir halt in den vielen schönen Parks in Wien, und das haben wir wirklich oft und wirklich sehr gerne getan.



Das WM-Halbfinale haben wir am Prater angeschaut, wie man hier sieht: eigentlich sahen wir besser auf das Riesenrad als auf die Leinwand, aber wen stört es, wir waren in Wien, am Prater, schauten ein schönes Spiel... Halt, schön, war das ja nicht, dieses Spiel gegen die Spanien, und schön war es auch nicht, dass die Österreicher fast ALLE für die Spanier waren, und noch weniger schön war dann der Spott und die Häme, die die Deutschen dann abbekamen, als die Spanier das Tor schossen. Einen Tag darauf wurden wir vom ORF interviewt über diese Häme der Österreicher, die Vermutung des Reporters war, dass die Österreicher Opfer von Penisneid sind und deswegen den Deutschen den Finaleinzug nicht gönnten. Noch beim Finale äußerte eine blonde Frau, die neben uns stand: Ach, mir ist egal, wer gewinnt, Hauptsache die Deutschen sind raus! E., unsere Gastgeberin die letzten Tage (gemeinsam mit M.), hat sich fürchterlich darüber aufgeregt.




Achja, und hier ein glückliches Bild von einem glücklichen Moment in einem glücklichen Park. Es war ein wunderschöner Urlaub mit einem wunderschönen Mann an meiner Seite und mit wunderschönen Momenten. Demnächst folgt mehr davon...

Freitag, 23. Juli 2010

Der ABK und Frankfurt...

Ihr gestattet mir, einen kurzen Einschub zu machen, und zwar aus aktuellem Anlass... denn gestern rief mich der Vorsitzende des ABK an und war ganz aufgeregt. Mensch, sagte er, in Frankfurt geht doch noch was, er schrie schon fast, tolle Sache! Da machen wir mit, brüllte er ins Telefon, und ich fragte mich, was er denn nun wieder für Drogen genommen habe. Ihr macht was gegen diese Kapitalistenschweine! Das finde ich fantastisch, sprach er weiter, und wie organisiert das alles ist, schon toll, sogar mit Internet, schau doch mal, ein Blog, extra für Leute wie dich. Ja, ist ja gut, erwiderte ich. Und jetzt zeige ich euch, wovon er sprach. Zu finden ist es im http://aufstand.blogsport.de/:

Einladung zur Aktionskonferenz am 21. August

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,
Genossinnen und Genossen,

nach dem ersten Aufruf der Aktionsgruppe Georg Büchner hat es eine Fülle von ganz überwiegend positiven Medienberichten und Rückmeldungen, von Beratungen, Diskussionen und Treffen gegeben.

Am 3. Juli trafen sich, wie wir ja schon vor einigen Tagen berichteten, AktivistInnen aus 29 Gruppierungen in Frankfurt. Dort wurde beschlossen, am 21. August 2010 eine Aktionskonferenz zur Vorbereitung unserer bundesweiten Aktion zu veranstalten. Ferner wurden zwei Arbeitsgremien gebildet, die die vorbereitende Arbeit durchführen

Diese Gremien haben inzwischen mit der Arbeit begonnen. Das Ergebnis ist unsere Einladung zur Aktionskonferenz am 21. August, die wir Ihnen und Euch hiermit vorlegen.

Wir möchten Sie und Euch bitten, den Text der Einladung bis zum 22. Juli zu unterzeichnen. Wir wollen ihn dann mit allen dann eingetroffenen Unterschriften veröffentlichen.

Auch alle, die, zB. wegen erforderlichen Gremienterminen, erst später unterzeichnen können oder wollen, können das auch dann noch tun. Ihre Unterschrift erscheint dann auf unserer Homepage.

Wichtig ist, daß erst die Aktionskonferenz am 21. August in geeigneter Form einen Aufruf zur Aktion veröffentlichen wird.

Eine Unterschrift für die Einladung zur Aktionskonferenz bedeutet also noch nicht, zur Aktion selber aufzurufen, was sicher für eine Reihe von Gruppierungen wichtig ist.

Wir bitten also um baldige Rückmeldung an ag_georg.buechner@yahoo.de

Solidarische Grüße

Aktionsgruppe Georg Büchner

So, wenn ihr mehr erfahren wollt, oder gar daran teilnehmen wollt, geht doch auf den Blog. Ich übernehme keine Gewähr usw. Ich streue nur, und auch nur weil der ABK so begeistert davon ist.

Donnerstag, 22. Juli 2010

Karlsruhe

Karlsruhe. Da habe ich einmal gewohnt. Sogar mehrere Jahre lang. Glücklich. Mehr oder weniger. Ein paar Depressionen, ein paar Panik-Anfälle. Aber im großen und ganzen doch ganz zufrieden. Nette Leute kennengelernt, Idioten ebenso. Menschen, an die ich mich sehr gerne erinnere, Menschen, die ich am liebsten vergäße. Studiert habe ich da auch noch, so nebenher, wenig aufregend irgendwie, naja, manchmal schon, wenn ich mit meiner verrückten Kommilitonin J. in der PH saß, den Kommilitoninnen witzige Namen gab, "Eiskaltes Händchen", "AV-Mädchen" (mit ihr hatten wir das Seminar "AV-Medien in der Grundschule", "Doppelkinn ohne Kinn", "das Model" (wahlweise auch "der Stricher") usw. Oft im H & M gewesen, daher dort auch Leute kennengelernt. Viel gefeiert, gerne auch mit Schwulen und Lesben. Kann man die Zeit so zusammenfassen? Weiß nicht! Ich tue es einmal versuchsweise.
Was ist heute davon übrig geblieben? Sonntag war ich nach langer Zeit wieder einmal da, auf einem Geburtstag, auf dem Geburtstag meines lieben Freundes F., vielleicht abgesehen von seinem Freund A. der einzige übrig gebliebene Freund in Karlsruhe. Zwei oder drei Bekannte habe ich da noch, meist aus dem Umfeld von F., aber sonst? Wo sind die Freunde geblieben? Ich sehe sie nicht mehr. Und merkwürdig! Ich vermisse sie auch nicht besonders. Vergangenheit. Ählich geht es mir mit den Orten dort. Seltsam teilnahmslos laufe ich an meiner alten Wohnung vorbei, teilnahmslos auch durch den Schlossgarten.So vieles ist da passiert. Ich erinnere mich daran. Mein Kopf ist daran beteiligt. Doch was ist mit meinem Herzen? Nichts. Es passiert nichts. Ich erzähle dem schönsten Mann der Welt Geschichten, die ich erlebt habe. Erinnere mich an Foto-Shootings mit Freunden, als ich ihn irgendwo im Schlossgarten fotografiere. Ich denke daran ohne Sehnsucht, ohne Wehmut, denke nur, dass ich glücklich bin, in Frankfurt zu sein. Glücklich bin, mit dem schönsten Mann der Welt zusammen zu wohnen, in Frankfurt.
Meine beste Freundin N. fragte mich vor einigen Monaten, ob ich nicht gerne nach Karlsruhe ziehen möchte, dann wäre ich näher bei ihr, und sie liebe Karlsruhe, sie könnte mich oft besuchen. Ich sagte NEIN, ein klares Nein, deutlich, nicht nur, weil der schönste Mann der Welt Karlsruhe hasst, sondern auch weil ich einfach nichts mit der Stadt anfangen kann, nicht mehr.Trotzdem ein paar Impressionen von Sonntag:



Früher lag ich hier oft, auf der Hauptwiese vor dem Schloss... Meist auf der Picknickdecke, Essen und Trinken dabei, manchmal auch Freisportgeräte, aber eher seltener, meist eher Lernsachen oder Bücher.


Und hier vor der Pfütze im Schloga, mit Sommerhut und gut gelaunt. Aber auch ein bisschen nachdenklich. Was ist mit dir, denke ich mir, was ist mit dir, mein schönster Mann der Welt? Hat dir Karlsruhe die Sprache verschlagen? ;-)




Überhaupt Kommunikation, das Thema des Tages, wobei... die Leute auf der Geburtstagsfeier meist über ihre iPhones kommuniziert haben, das ist auch in Karlsruhe angekommen. Die Frankfurter Gäste, der schönste Mann der Welt und ich, konnten da nicht mithalten. Aber die hübsche Blondine im Bildvordergrund ebensowenig. :-)

Montag, 19. Juli 2010

Ach, der Stress

Die letzten Wochen kam ich einfach nicht zum Bloggen. Schade! Dabei hätte ich so vieles zu erzählen, doch so viel anderes nahm mich in Beschlag. Vor allem der Urlaub (hihi), in Wien, da werden die Tage Bilder und kleine Texte folgen. Auch vom CSD wird es Bilder geben, ein paar Sätze zu den Büchern, die ich zuletzt las und vieles mehr. Beginnen möchte ich mit ein paar Bildern von der Parade der Kulturen, die jetzt auch schon wieder fast einen Monat her ist...



Vielfalt tut gut, oder wie heißt das in Frankfurt? Bunt ist gut... ;-)







Und diese bunten Luftballons... Schön, schön... nicht wahr?!



Eigenlich musste ich da ja arbeiten... So ein bisschen professionell sieht es doch aus, oder?

Sonntag, 4. Juli 2010

Im Schreibcamp

Bestimmt habe ich euch schon erzählt, dass ich seit Anfang 2010 Mitglied der Textwerkstatt Darmstadt bin, nein, ich erzähle es nicht, um anzugeben, sondern nur als Intro für die nächsten paar Zeilen, denn... anstatt bei 40 Grad am See zu sitzen, haben 11 Freunde entschieden - nein, nicht bei der Fußball-WM ins Halbfinale zu kommen, das wäre ja auch toll gewesen! - nein, sie haben entschieden, sich mit einem cleveren, talentierten Kursleiter, der etwas vom Schreibhandwerk versteht... Ach, jetzt war der Satz zu lang, also, ein neuer Beginn. 11 Freunde haben sich zusammengesetzt, um von einem weisen Mann beschallt zu werden, Tipps und Tricks fürs kreative Schreiben zu erhalten. Schwitzend lasen sie ihre Texte vor und bekamen Ratschläge, um sie zu optimieren. Allerdings wusste der weise Mann auch von allerlei Theorien. Er wünschte sich ebenso, dass diese 11 Freunde fleißig Übungen machen, denn ohne Fleiß keinen Preis - und den Bachmann-Preis haben ja einige von ihnen angestrebt. Und hier also eine Lösung einer Aufgabe, die diese 11 Freunde gestellt bekommen haben:

Diese unselige Hitze. Noch in der Nacht fast 30 Grad, unsere Körper klebten aneinander. Ich mochte seine haarige Brust, die Schweißtropfen, die von seiner Brustwarze perlten. Ich liebkoste sie, der Schweiß schmeckte salzig.
Ist das Liebe? Den Geliebten schmecken zu können, ihn riechen zu wollen, sich vor keiner Körperflüssigkeit zu ekeln, sondern im Gegenteil mehr davon haben zu wollen?
Bevor er sich an mich schmiegte, hatte ich schlafen wollen, es war ein langer Tag gewesen und ich sehr müde. Doch als er mich zwischen den Schenkeln zart berührte, spürte ich ein ganz neues Gefühl, das ich so noch nicht kannte. Es ist anders von einer anderen Person berührt zu werden. In einem Buch las ich einmal, dass Sex mit sich selbst schöner sei, man aber beim Sex mit anderen mehr Leute kennenlerne.
Ich teile diese Ansicht nicht, nein, es ist sehr viel reizvoller, von einer anderen Person berührt, erkundet zu werden...

Fassungslos

Vermutlich hat das jeder. Diese Gedanken beim Warten auf einem Bahnsteig. Beim Herannahen des Zuges, einerlei, ob es eine Regionaleisenbahn, ein EC, ein ICE oder etwas anderes ist. Diese Gedanken: Stürz dich vor diese Bahn, lass dich platt machen, was wäre wenn. Vermutlich hat das jeder. Diesen Drang sich vor den Zug zu werfen, den Körper zu verlassen, nur noch Seele zu sein. Vermutlich. Doch, ich glaube schon, dass diese Gedanken jeder kennt, jeder hat. Es ist ein Aufblitzen der im Geist innewohnenden Todessehnsucht, vermutlich. Ich weiß es nicht. Doch mich verfolgen diese Gedanken. Immer wieder. So gut wie jeden Tag. Ich fahre ja sehr viel mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Dann stehe ich da, drehe und wende einige Szenarien in meinem Kopf. Was wäre, wenn ich jetzt stürbe? In diesem Augenblick. Wenn ich mich vor diesen Zug würfe. Wer würde um mich trauern? Wer mich vermissen? Wer nicht an das Nicht-Fassbare, Nicht-Erwartbare glauben können? Wer käme als nächster drauf, sich diesen Gedanken, die vermutlich jeder hat, ebenso hinzugeben wie ich? Würde diese andere Person eine größere Lücke im Leben anderer reißen als ich? Ich denke in diesen Momenten: ach ja, du und du, das hättet ihr nicht erwartet, dass ich mich einfach vor den Zug werfe, der nicht! würdet ihr denken, der schien doch immer so fröhlich zu sein. Nein, ihr könntet es nicht fassen, euch fragen, ob ihr blind und taub gewesen seid, nicht das drohende Unheil bemerkt hattet. Fassungslos wärt ihr, einfach fassunglos. Und dann bekomme ich ein schlechtes Gewissen, schlechtes Gewissen, weil der, der mich liebt, der schönste Mann der Welt, traurig wäre, deprimiert, zu Tode betrübt, unglücklich, ich würde ihn in eine tiefe Depression stürzen, ihn verletzen, verstören, ihm sehr viele Gewissensbisse bereiten, er würde die Schuld bei sich suchen, vermutlich. Völlig zu Unrecht, und doch. Er gäbe sich die Schuld an meinem Selbstmord. Fassungslos wäre er, so schrecklich fassungslos. Und ich erschrecke. Ich denke an meine Familie, an meine Freunde, an meine Kollegen. Bei ihnen fühle ich eher etwas wie Genugtuung, Genugtuung. Doch dann denke ich wieder an die Trauer meines Liebsten und erschrecke. Hin und Her. Vermutlich hat das auch jeder. Sitze ich endlich in der Bahn, sind das nur noch abgeschüttelte Schimären für mich, um beim nächsten Mal erneut wie eine heftige Welle aufzubranden.

Der Arzt...

Ich lege mich erst einmal vor den Fernseher. Zum Entspannen. Das Gehirn wird so schön müde, wenn man eine Weile in die Glotze starrt. An sich ist es vielleicht nicht die beste Methode, sich auf das Schreiben vorzubereiten, aber wen interessiert es. Und wenn man sich es überlegt, dann sind doch diese dummen Talkshows inspirierend, hirnlose Idioten streiten sich über sinnlose Themen, und man selbst macht sich seine Gedanken über die Leute und die Thematik. Lesen wäre zwar im Grunde genommen besser, aber das ist schwieriger, wenn einem so vieles durch den Kopf schwirrt. Das macht mich manchmal regelrecht verrückt. Tausend Millionen Dinge kreisen in meinem Kopf, ich werde sie nicht los, ich drehe mich mit ihnen um mich selbst, ich versuche sie zu verbannen, damit ich mich auf das Wichtigste konzentrieren kann. Vergiss es! sagt mein Gehirn. Sie haben vielleicht schon selbst bemerkt, wie ausufernd ich sein kann. Fürchterlich. Die Leute denken dann manchmal: was macht denn der für seltsame Gedankensprünge?! Macht er nicht, mitnichten. Alle Gedanken sind doch gleichzeitig in mir drin und wollen alle, alle hinaus in die weite Welt. Alle. Sie haben noch nie mit mir geredet, sonst wüssten Sie allzu genau, was ich damit meine. Ich will alles sagen. Ich vertrage keine Gesprächspausen. Und oft, wenn mir jemand etwas erzählt, brenne ich darauf, sofort meine Erfahrungen über dieses Thema zu berichten. Ich muss! Es tut mir weh zu warten. Manchmal rede ich einfach drauflos, obwohl mein Gesprächspartner gar nicht dazu bereit ist, sagen wir einmal, weil er gerade sein Handy gezückt hat und telefoniert, oder weil er gerade etwas aus seiner Tasche herausholt oder sich etwas im Schaufenster anschaut und sich nicht auf mich konzentriert. Oh, und ich werde fahrig, rede viel zu schnell und zu undeutlich. Ach, ich gelobe mir jeden Tag, dass ich mich bessern werde, doch es ist so schwer!
Ich lege mich ein bisschen in mein Bett, der PC fährt gleichzeitig herauf, ich muss, ich muss. Ich schließe die Augen. Was soll ich schreiben? Wie anfangen? Wie die Kraft dazu auftreiben. Ist mir egal, ich setze mich dran, ich schreibe einfach, schaue, was passiert, und mache mir erst hinterher Gedanken. Ich muss es nur fließen lassen. Wie beim Reden. Nein! Nein! Nein! Nicht wie beim Reden. Anders. Irgendwie. So, ich setze mich endlich an den Computer. Dir werde ich es zeigen. Wirklich. Was weiß denn der beschissene Arzt? Was wissen die anderen Menschen?...