Mittwoch, 31. August 2011

Die Alm - Promischweiß und Edelscheiß: man gewöhnt sich dran

"Auf der Aaaaaaaalm, der Aaaaaaaalm, da hat Fluchen keinen Sinn. Der Hunger plagt, die Aaaaarbeit ruft, vergiss die Sennerin. (ein Jodler) Du glaubst, du bist ein Mega-Star, ein V.I.P., doch auf der Alm, da kräht kein Hahn nach dir..." singt die lustige Band Die Dorfrocker im Trailer von Promischeiß und Edelschweiß. a) muss ich zugeben, dass ich langsam einen Ohrwurm davon kriege (weil ich mich dran gewöhnt habe, schaue ich die Alm eben doch ;-)) und b) frage ich mich, wieso die Teilnehmer dieses "Projekts", ihr wisst schon "der Debile", "der Mallorca-Heini", die "Proletin", die nicht mehr da ist, sich diesen Text nicht verinnerlicht haben. In der realen Welt kräht nicht nur kein Hahn nach ihnen, sondern auch sonst kein menschliches Wesen, "die diebische Elster" hatte selten so viel "Support" wie jetzt von seinen Kühen. Apropos: Nachdem "die Proletin" "krankheitsbedingt" weg ist, ist die "Ex-Schnalle" (oder "Ex-Kuh") von ihr (also ihm) auf der Alm. Das passt!
"Die Dumme" hat auch ein großes Problem in der heutigen Folge: eine Maus. Sie wird wahrscheinlich nie wieder schlafen können. Oh nooooo! Aber dann hilft ihr "der Mallorca-Heini" - geht es denn noch besser? 
"Die Hexe" aus Schweden hat "die Dumme" analysiert und attestiert ihr wohl Schizophrenie, oder so. Die "Ex-Kuh" hat ein bisschen exhibitionistische Show gemacht, nun ja, wer es nötig hat... Sie soll ihren "Outsider" ("diebische Elster" versuchen wieder zu betören? Na gut.
Ich gewöhne mich an die ganze Dummheit, die ich da zu sehen bekomme. Bin ich abgestumpft? Ach, ich schaue schon seit Jahren Trash, und nein, nicht, weil ich mich schlauer fühlen kann, sondern weil ich es so herrlich entspannend finde, wenn sich andere zum Horst machen. Während andere Menschen (einen davon kenne ich ganz gut) sich permanent fremd schämen und solche Sendungen nicht wirklich gut ertragen. 
"Die Dumme" hat eine bakterielle Infektion im Dekollete - achso. Sechs kleine Punkte. "Der Mallorca-Heini" rastet aus. Yeah!
Ein paar Tweets dazu: 

nyinsideme jeezaloo: sorry als was arbeitet tessa??? #dieAlm
Berndtdasbrot B. the fucking Bread: Tessa bucht nach der Sendung doch eh keiner mehr :-P #diealm!^^^
TotallyTrash Trash Guy: Aber wer ist so krank? RT @lonedogg: #diealm klaaaa #Tessa du brauchst pflege. Du brauchst mal stundenlang was in die Dichtung
taaalisaaa taaalisaaa: Erst wütend, dann plötzlich traurig und dann doch wieder wütend. Definitiv Exorzist, Tessa! #DieAlm
Echelon_Chrisii Chrisiiii: Ich gebe den Alm Bewohnern recht. Das was die über #Tessa sagen! #DieAlm
_vorwitzig_ reggie: Tessa ist sooo psycho! #diealm 

Aber ich finde es lustig, wie sie sich über die Maus aufregt, wie sie total ausrastet und alles. Oh Mann! Die sind auf der Alm und sie rastet bei einer Maus aus. Und beschert uns einen fast nackten "Mallorca-Heini": Oh no!!! Und wie sie schreit, als sie gebissen wird. Hahahahahahaha. Ober-Peinlich! Hahahaha. Bluuuuuut!!!! Sie braucht einen Krankenwagen: Hahahahahahahahhaha. Unglaublich! Bei Twitter wird von LAMMKOTTLET (Das lammige Lamm) gefragt: Kann es sein, dass @ProSieben sich selber über #DieAlm lustig macht und diese Sendung total bescheuert findet? Kann sein, könnte sein, ist ratsam auf jeden Fall. Kam aber bei RTL im Dschungelcamp noch besser rüber, finde ich. Aber ich wiederhole mich - doch genau das gehört ja zu diesem Format. Die wenigen Szenen, die interessant sind (in welcher Form auch immer), werden mehrmals wiederholt, alle anderen sind zum Wegschnarchen. Trotzdem frage ich mich schon jetzt, was ich ohne die Alm tun soll. Man gewöhnt sich wirklich an alles. ;-) Aber vielleicht liegt es auch an den Tweets. Die anderen Twitterer sind viel lustiger als ich. :-)
puppensocke sockenpuppe: Tessa sollte dringend mal diesen Test hier machen bit.ly/q7STN8 #Borderlinesyndrom #DieAlm

Pacaveli´s Gedanken-Blog: begrenzt in unbegrenztheit


Gefällt mir
gefällt mir nicht
erfahrt ihr wirklich noch
eine Meinung
Menschen
ohne Worte
fühlt ihr euch wirklich noch
verstanden und verinnerlicht
wirkt doch
ein Daumen hoch
ohne wirklich einen Finger
krumm zu machen
wie die Hand
die andere bloß wäscht
muss sie sich selber nicht beschmutzen
die am Ende
aalglatt
sich einfach zählt zu dem Rest
irgendwer
von denen, die gemeinsam hängen
irgendwo
in den engen Maschen
unserer sozialen Netze
sind die wirklich haltenden Hände
doch dabei abzuzählen
an einem scheinbaren Finger

Dienstag, 30. August 2011

Wir kriegen alle zu wenig Post: Blogger-Aktion: Schreib’ doch mal ‘ne Karte!

Ich kriege ja im Internet ganz viele Nachrichten, ob als Email, Facebook-Nachricht, Twitter, Google+ oder ähnlichem, auch SMS bekomme ich häufiger mal, letztes Jahr zum Beispiel zum Bayram, was mich etwas verwirrte, siehe HIER. Aber Postkarten oder Briefe kriege ich selten. So geht es ja den meisten seit vermehrter Nutzung des Internet. Daher kam oggy - oder Hauke, wie der Mann im Pass stehen hat - auf eine tolle Idee: Blogger zusammenbringen, die sich gegenseitig Karten schicken. Und so habe ich in den letzten Tagen bereits zwei der drei Karten erhalten - und sie sehen so aus: Eine ist aus München!!! :-) Und die andere aus Bergisch Gladbach, vielen Dank, Julia bzw. Kerstin. 
Ich warte noch auf eine dritte... Denn schließlich habe ich auch drei verschickt (bzw. vier, aber die vierte bekam ja Hauke). Und welche Karte habe ich wohl verschickt? ;-) Die Schmerzwach-Postkarte natürlich.
Doch ich möchte euch auch eine andere (wirklich lustige) Karte von meiner Freundin M. aus D. zeigen, über die sie sich stundenlang kaputt gelacht hat - und die meinen Gemütszustand zu einer bestimmten Tageszeit sehr gut widerspiegelt. ;-)




Montag, 29. August 2011

Chi l´ha visto – Wo bist du? von Claudia Rorarius

Das Roadmovie Chi l´ha visto – Wo bist du? von Regisseurin Claudia Rorarius ist eine spannende Angelegenheit: Es wurde nämlich durch eine Crowdfunding-Aktion erst möglich. Das heißt, dass die Regisseurin im Internet auf einer speziellen Plattform Menschen gesucht hat, die diesen Film sponsern. Eine schöne Aktion.
Erzählt wird die Geschichte des jungen Halbitalieners Gianni Meurer, der bei seiner Mutter in Deutschland aufwuchs, und der nun fünfundzwanzig Jahre später seinen leiblichen Vater sucht. Alles, was er hat, ist ein Foto, als der 22 oder 23 war, ein paar Briefe und eine ungefähre Ahnung, dass der Vater in Rom oder Umgebung sein könnte. Er macht sich also auf den Weg nach Italien und redet dort mit vielen Menschen, um nach dem Verbleib seines Erzeugers zu recherchieren...
Auf den ersten Blick eine klare Sache, eine Geschichte, wie sie in Privatfernsehen-Formaten gerne auftaucht. Ein Format, dass auch in Italien zu sehen ist, es gibt dem Film seinen Namen: „Chi l´ha visto“. Und dort möchte sich Gianni anmelden. Eine Geschichte also, die sich um Identität dreht, die persönliche, aber auch die nationale Identität. Die Fragen: Wer bin ich? Was macht mich aus? Woher komme ich? Was hat mich geprägt?
Gleich zu Beginn seiner Reise kauft er sich ein Juventus Turin Trikot, danach ein Italien-Trikot. Er lernt mit einer CD Italienisch. Er sucht sich selbst. Doch kann er sich finden? Kann er sich wirklich finden in seinem Gerüst aus Lügen, dass er sich um seinen Vater aufgebaut hat? Oder sucht er gar nicht wirklich seinen Vater?
Der Film ist also sehr viel komplexer, als er im ersten Moment erscheinen mag. Denn Fiktion und Realität, Rolle und Schauspielerbiografie verweben sich in diesem Film auf untrennbare Weise: Gianni Meurer heißt auch im wahren Leben so. Er ist ein bekannter Musicalstar in Deutschland und hat die gleiche Geschichte wie die Figur, die er spielt. Auf seinem Weg trifft er auf Paul, der von Paul Kominek gespielt wird. Der ist im wahren Leben ein Musiker, der unter dem Namen „Turner“ beziehungsweise „Pawel“ auftritt.
Dieser Film ist zwar kein Dokumentarfilm, die Regisseurin Claudia Rorarius arbeitet jedoch mit den ästhetischen Mitteln dieses Genres. So fühlt man sich als Zuschauer noch näher dran. Auch die improvisierten Dialoge erwecken den Anschein von Authentizität. Was sich damit ein wenig beißt, sind die wunderschön fotografierten Landschaftsaufnahmen, die dem Film etwas Lyrisches, Unnahbares geben.
Chi l´ha visto – Wo bist du? erscheint alles in allem etwas sehr fragmentarisch, die Geschichte ist nicht ganz ausgereift, die Leerstellen, die er offen lässt, sind vielleicht zu viele. Mitunter kommt Langeweile auf, weil man keine Richtung erkennt, wo die Geschichte hin möchte. Gianni Meurer kann den Zuschauer allerdings immer wieder mit seiner überzeugenden Leistung zurückholen. In seinem nächsten Projekt wird er übrigens mit Moritz Bleibtreu an der Seite zu sehen sein.
Das Roadmovie Chi l´ha visto – Wo bist du? von Regisseurin Claudia Rorarius läuft zurzeit im Kino Orfeo´s Erben in Frankfurt.

Sonntag, 28. August 2011

Museumsuferfest 2011 - Impressionen







Museumsuferfest 2011 - erster Tag

Dieses Jahr dachte ich mir: Hmmm, was macht Schmerzwach denn am MUF 2011 - schließlich wissen wir alle ja, dass er in Menschenmassen urplötzlich soziophob und amok wird, was wiederum bedeutet, dass er das MUF verflucht, böse Dinge darüber schreibt, sich unversöhnlich zeigt etc. ALSO! Mal etwas Gutes tun, ehrenamtlich also, und zwar beim Stand von Radio X aushelfen (schließlich mache ich ja bei Radio X bei einer Sendung mit: Radiosub :-)). Freitag war es dann so weit. Als die meisten noch beim Broterwerb waren, spazierte ich auf das MUF und zu Radio X und sah noch den letzten Vorbereitungen zu, bereitete auch unseren Stand mit vor... Und dann ging es los...



So sah es vorher aus - die Ruhe vor dem Sturm...
So leer war dieses Zelt die nächsten 72 Stunden nicht mehr. ;-)
My Scarlett Pumkin - der vorläufige Höhepunkt des MUF - Radio X Stage. :-) Death Metal as its best. Haben schön abgerockt und für richtig gute Stimmung gesorgt. Humorvoll und gut.  http://www.youtube.com/watch?v=08rtgs8sOSc&feature=related


Die Frankfurter brauchen nicht nur das MUF, sondern auch Feuerwerk bei jedem Fest. Jetzt auch noch nach der Eröffnungsrede von Petra Roth - und nicht nur das berühmt berüchtigte Sonntag Abend-Spektakel... Der Krach danach war dann das Unwetter. ;-)

Samstag, 27. August 2011

Liebesschlösser in Frankfurt

Diese Vorhängeschlösser sind da schon seit mindestens einem halben Jahr am Eisernen Steg angebracht - liebe Frankfurter_innen, habt ihr sie bemerkt?


Das sind Liebesschlösser: auf ihnen sind Liebeserklärungen eingraviert, manchmal auch Daten (wann man sich kennengelernt hat, Hochzeitstermin, erster Kuss usw.) und Orte (z.B. Darmstadt - ?). Auch in Frankfurt setzt sich nun ein Trend fort, den es an vielen Orten in der Welt bereits gibt. Durch Bügelschlösser seine Liebe und Treue schwören. Letztens habe ich so etwas auf VOX gesehen ("Auf und davon") - da ging es um Seoul. Auf der Seite http://www.liebes-schloesser.com/ waren mehrere Brücken in Paris angegeben, in San Francisco, an der Tower Bridge in London (hm, haben wir gar nicht gesehen, der schönste Mann der Welt und ich), an der Vasco da Gama Brücke in Lissabon über dem Tejo (nun, da waren wir in der Nähe gesessen, aber sind nicht drauf). Auch in Köln gibt es diese Vorhängeschlösser - und da soll es angeblich schon 40.000 davon geben!
Also, wenn ihr dieses Wochenende über den Eisernen Steg lauft, um auf das Museumsuferfest zu gelangen, dann könnt ihr ja mal einen Blick drauf werfen. Hier die ersten Impressionen. :-)





Freitag, 26. August 2011

Making of... Playing the City 3 - Trailer

Also, eigentlich war das Thema ja beendet - und PTC 3 ist ja auch schon wieder vorbei. Doch... endlich hat Rheinmain TV das Making of des Trailers fertig gestellt. Und ich weiß nicht, wie es euch so geht, aber ich finde dieses Making of noch lustiger als den Trailer selbst. :-) Manchmal dachte ich ja, dass sie mich auslachen. Ich weiß ja nicht... ;-) Ich blieb aber ganz ruhig. Und irgendwann fand ich alles lustig. Ohne Alkohol und Drogen - einfach nur mit Pommes Rot Weiß und einer Kamera im Hintergrund - und mit ein paar lachenden Leuten, die mir dumme Tipps gaben für meine Gesichter. Hier nun das witzige, das alles toppende Video: 
http://www.youtube.com/watch?v=GqBaoSudsAg
Viel Spaß! :-) Und wer eine Rolle für mich hat... ;-)

Donnerstag, 25. August 2011

Kleine Fische küssen besser von Jana Krivanek

Selbst eingebrockt...
... habe ich mir dieses "Frauen"-Buch, denn so muss man es wohl nennen, obgleich es Literatur-Expert_innen gibt, die nichts von solchen Einteilungen halten, "Männer"- und "Frauen"-Bücher... Aber wer sich gerne Kabarett-Programme von Mario Barth antut, sich freiwillig "Deutsch-Frau/ Frau-Deutsch" vom Langenscheidt Verlag kauft, der/die wird bei diesem Buch sicherlich seine Freude haben. Selbst eingebrockt habe ich mir, dieses "Frauen"-Buch nun rezensieren zu dürfen/ müssen - und bei bdb nicht ein anderes Buch ausgesucht zu haben. ;-)


Eine Frau am Rande des Nervenzusammenbruchs
Eine Frau wird verlassen - auch noch in dem Moment, in dem sie es am wenigsten erwartet: als sie gerade versucht, eine Fantasie ihres Freundes in die Tat umzusetzen, in Strapsen und aufregender Schürze zu kochen. Doch der setzt sich lieber vor den Fernseher und schaut die Sportschau. Wutentbrannt verlässt Caroline nun ihrer beider Wohnung, fährt zur besten Freundin Marie, um sich abzureagieren und sich eine Strategie zu überlegen, wie es weiter gehen könnte, um recht bald zu bemerken, dass ihr Freund Max überhaupt keinen Bock mehr auf sie hat. Während sie trauert, macht er sich auf in den Urlaub mit Carolines Schwester Toni. Doch Marie wäre nicht die beste Freundin von Lola (wie Caroline auch genannt wird), wenn sie nicht schnell ebenfalls einen Urlaub für sie organisieren würde - in Ägypten. 


Eine niederträchtige Täuschung ;-)
Getäuscht wurde ich von dem Umschlagtext, auf dem angepriesen wird, dass ein metrosexueller Millionär, ein schnuckeliger Schwuler und ein manierloser Macho in Lolas Leben treten und sich fortan alles zum Guten wendet. Ein Schwuler war weit und breit nicht auszumachen, nicht dass es wichtig wäre, aber wenn es doch drauf steht?! Und auch der manierlose Macho hat sehr viel bessere Manieren als Lola selbst - was diese natürlich gerne ignoriert. Doch ein Schwuler hätte vielleicht etwas in diesem Buch gerettet und es weniger "Frauen"-Buch-mäßig werden lassen können. 


"Frauen"-Bücher sind nur gut...
...wenn sie nicht ernst gemeint sind, doch das kann ich der Autorin Jana Krivanek nicht unterstellen. Versucht sie ironisch zu sein? Möchte sie bei den Figuren Lola und Marie mit "Klischees spielen"? Ist die Referenz auf "Sex and the City" daher eher als Merkmal der Ironie zu werten? Der Schuh-Tick der Heldin, dieses ständige "Männer sind so und so" und "Frauen sind so und so", diese merkwürdigen Erwartungen, dass der Beziehungspartner das und das machen muss, damit die Frau glücklich ist usw.? Oder ist die Tatsache, dass Marcos Person am Ende relativiert wird eher ein Zeichen für das Gegenteil? Nein, ich kann es mir nicht vorstellen. Ich habe eher das Gefühl, dass die Autorin in diesem Roman auf dieser "Sex and the City" und Mario Barth-Welle mitreiten möchte. Und das tut sie sehr gut. Nur sollten diejenigen, die anders als Carrie und Mario Barth bereits im Jahre 2011 angekommen sind, dieses Buch besser gar nicht in die Hände nehmen. 


Ein Buch für die U-Bahn und den See
Wer sich traut, ein rosa Buch auch in der U-Bahn oder am See zu lesen, kann dies Buch gerne an diesen Orten konsumieren. Der Roman ist gut für zwischendurch, wie so eine fettige Wurst mit viel Ketchup, aber sprachlich und inhaltlich darf man nichts erwarten, er ist eher als so etwas wie eine Fortsetzungs-Kolumne in besagter TV-Serie zu lesen. Und mit 9,99 Euro (!) kann man schließlich nicht viel falsch machen. Eine kleine Leseprobe erhält man auf der Verlagsseite des ganz neuen und ambitionierten Unsichtbar Verlags:
http://www.unsichtbar-verlag.de/index.php?id=kleine_fische_kuessen_besser 
und beziehen kann man es unter folgendem Link:
http://astore.amazon.de/unsicverla-21/detail/3942920018

Dies war eine Rezension für http://www.bloggdeinbuch.de/ und der Roman "Kleine Fische küssen besser" von Jana Krivanek erhält noch zwei Sterne, weil es wenigstens schnell zu lesen ist...

Mittwoch, 24. August 2011

Ein Interview mit schmerzwach

Ich muss üben. Ja, ich meine... also, das ist so. Irgendwann möchte vielleicht jemand mit mir ein Interview führen und... Ich bin ja schon versiert, was Interviews und so angeht. Alleweil werde ich angehalten, um zu etwas meinen Senf dazu zu geben. In Wien zum Beispiel wurden der schönste Mann und ich zum Thema: "Wie diskriminierend verhalten sich Österreicher gegenüber Deutschen?" interviewt. Da habe ich gar nichts Peinliches gesagt, im Gegensatz zum Interview bei WDR 3 vor x Jahren. Da war ich noch in der Schule und in Straßburg im europäischen Parlament bei einer Sendung zum Thema "Gemeinsames Europa". Es waren noch andere Schüler da und die wurden befragt. Ich war erleichtert, weil ich dachte: noch mehr wird er ja nicht fragen werden. Er schien wieder zu den Erwachsenen Richtung Sofa zu gehen, doch plötzlich besann er sich eines Besseren und sagte: "Nun fragen wir mal jemanden, der exotischer aussieht: Wa hältst du von einem gemeinsamen Europa?" Und er fragte MICH! Exotisch? Ich? Naja. Ich weiß gar nicht mehr, was ich sagte, irgendwas in Richtung: "Ich bin zwar Grieche, aber in Baden geboren." Oder so. Das fand das Publikum lustig, der Moderator sowieso. Und ich wusste nicht, wie mir geschieht. Dann dachte ich: wer kann das schon gesehen haben. Doch am nächsten Tag begrüßten mich einige Mitschüler mit dem Kommentar: Hab dich gestern auf WDR 3 gesehen - voll witzig! 
Warum ich das alles erzähle? Weil ich nicht wusste, wie ich dieses Interview besser einleiten könnte. ;-) http://www.whohub.com/schmerzwach

Dienstag, 23. August 2011

„Benjamins Gärten“ von Jana Walther

Es gibt Dinge, die mich besonders freuen. Natürlich gehört dazu, wenn mein Blog von vielen Menschen gelesen wird, und noch mehr, wenn andere Leute glauben, dass es lohnenswert ist, auf meinem Blog zu erscheinen. So schrieb mich vor Kurzem eine talentierte, junge Autorin an und fragte mich, ob ich ihr erstes Buch rezensieren könne. Gerne bot ich ihr an, mir ein Lese-Exemplar  zu schicken. Und ich habe diesen Vorschlag nicht bereut!
„Benjamins Gärten“ von Jana Walther ist nämlich ein besonderes Buch. Und damit meine ich nicht die Tatsache, dass eine Frau über eine schwule Liebe schreibt. Sondern sehr viel mehr deswegen, weil es mit seinen knapp 150 Seiten ein dünnes Buch ist. Ganz entgegen des Trends, der zurzeit vorherrscht: dicke Schinken werden gelesen, wenn überhaupt.
Benjamin erlebt einen Stillstand. Nachdem seine Eltern verstorben sind, lebt er alleine in seinem Elternhaus, irgendwo in der ostdeutschen Provinz. Er weiß nicht, was er mit seinem Leben anfangen soll, lässt sich treiben, wartet. Aber worauf? Auf Marek, der plötzlich in sein Leben eindringt, als der die leer stehende Villa in Benjamins Nachbarschaft kauft? Wohl eher nicht. Und doch verändert dieser Berliner, der Häuser ersteht, um sie aufzumöbeln und dann zu verkaufen, das Leben des Neunzehnjährigen. Doch wird dieser aus seiner Idylle, aus seinem Kokon aus Erinnerungen herausgerissen?
Dieser kurze Roman erzählt eine Liebesgeschichte. Ja, nun, könnte man sagen. So what! Wie oft wurde eine Liebe erzählt? Wie oft eine Liebe zwischen einem Jungen und einem Mann, der weiß, wo es lang geht. Und doch! Es ist kein Buch, bei dem man das Gefühl hat, es schon einmal gelesen zu haben. Es ist niemals gefühlsduselig, niemals kitschig. Es lebt nicht von Klischees. Und doch werden ganz übliche Themen angesprochen. Das Coming-Out, Schwul sein in der Provinz und nicht öffentlich seine Liebe zeigen und eine schwule Beziehung führen.
Jana Walther zeigt sehr viel Feingefühl, wenn es um ihre Figuren geht. Sie hält ihre eigenen Figuren aus, und durch. Viel besser übrigens als der Rezensent, der sich manchmal dachte: Benjamin, mach jetzt! Sag was! Tu was! Ja, das möchte man der Hauptfigur gerne sagen. Ein ums andere Mal verliert man die Hoffnung auf ein gutes Ende. Um am Ende eines Besseren belehrt zu werden.
Es ist kein großer Roman – das Werk von Jana Walther, das im kleinen Debüt Verlag 2010 erschienen ist. Er umfasst knapp 150 Seiten und ist für 9,90 Euro über die Verlagsseite des Debüt Verlages, aber natürlich auch im Fachhandel erhältlich.
Mehr hier: http://www.youtube.com/watch?v=qxCfafXqbZE (ein Buchtrailer, jawohl, ein Buchtrailer :-))

Montag, 22. August 2011

Facebook

http://www.piepmatz-verlag.de/bucher/
lesebluten-zwischen-zeilen-2011/
Naja, so wirklich, nein, so wirklich verstehe ich es nicht, denn ich bin ein Digitaler Dandy und Digitale Dandys sehen das sowieso etwas anders! Aber na gut! Andere Menschen sind nicht wie ich - damit muss ich wohl zurechtkommen, selbst wenn das bedeutet, dass ich leicht schizophren werden und meine Persönlichkeit aufspalten muss. So geschehen bei Facebook. Nun gibt es ein Blog-Profil in diesem Medium: Ich heiße da SCHMERZ WACH - und der Nutzername ist Herr Woody. ;-) Hier könnt ihr mich adden: vorausgesetzt ihr könnt STÄNDIGE NERVIGE Blog-Werbung ertragen. ;-) DAS ist nämlich der Hintergrund. Freunde (und ich meine tatsächliche Real Life-Freunde) entfreunden mich, weil sie diese ständige schmerzwach-Werbung abnervt. Verstehe ich einerseits, doch andererseits auch wieder nicht. Denn: wieso scrollt man da nicht drüber??? Und welche Auffassung hat man denn von Social Media? Ganz offensichtlich nicht die, die ich habe. Ich freue mich über viele Postings von meinen FB- und Google+ - Freunden. Das ist so! Wenn es mich nicht interessiert, scrolle ich drüber. Wenn ich es interessant finde, öffne ich es. Zeitaufwändig, aber oft sehr aufregend und spannend für mich. Dann bewerte ich das auch dementsprechend. Manchmal kommentiere ich das sogar. Wenn ich es Scheiße finde, schreibe ich das manchmal auch. Und öffne gleich den nächsten Link. Also, ihr könnt mich auch adden auf FB, wenn ihr mich zumüllen wollt. :-) Zu den Freunden, die mich entfreundet haben: ich würde mich freuen, wieder euer Freund sein zu dürfen, hier ohne Blog-Werbung. Denn auch wenn ich viele Kontakte habe: ich habe Abstufungen in meinen Listen - und bei manchen Menschen finde ich es schade, dass ich jetzt NOCH weniger von ihnen mitkriege! 

Sonntag, 21. August 2011

Die Alm - Promischweiß und Edelscheiß

Wenn ich Sarrazin hieße, dann... ja, dann - begänne mein Text mit der Feststellung: dieser minderbemittelte,. minderbefähigte Junge mit türkischem Hintergrund hat doch diese Gene, die Team-Arbeit und Intelligenz ausschließen... Aber na gut. Dieser "Mallorca-Heini" ist sehr unreif. Deswegen hat man ihn da reingesetzt. Damit er sich schön mit dem Öhi und mit allen anderen fetzt. Damit er zeigt wie Jugendliche mit Migrationshintergrund sich benehmen. Ohje. Bildungspolitisch gesehen... Ich denke nicht weiter. Meine ehemaligen Schüler_innen aus Darmstadt hatten mehr Eier in der Hose und mehr Respekt gegenüber Älteren als dieser Flegel. Eher ein Armutszeugnis für das deutsche Fernsehen, dass so ein Typ so viel Raum bekommt. Ach, ich liebe Trash-TV. :-))))
Bei der "Ekel"-Prüfung - Muh-Probe - hat der "Mallorca-Heini" sein Ziel erreicht - Pro 7 macht sich jedoch lächerlich, wenn es ständig versucht, das Dschungelcamp nachzuahmen. Mal schauen, wie viele Zuschauer_innen sich das länger als zwei Abende gefallen lassen. Aber vielleicht ist das denen egal, Hauptsache vermeintliche (bemitleidenswerte, weil sich prostituierende) "Promis" schlucken ekliges Zeug und setzen sich in Gülle.
Der größte Unterschied bei dieser "Dschungelcamp"-Kopie ist, dass diese zwei Möchtegern-Moderatoren es einfach nicht drauf haben. Sie wären gerne so pfiffig, souverän, ironisch - sie sind es aber bei Weitem nicht. Leider!
Ich langweile mich gerade sehr... Mir fehlt die inszenierte Liebesgeschichte. Und mir fehlt das Einhauen auf eine Person mit Showdown. Aber vielleicht haben sie das geschickter kopiert, die Pro 7-Leute. ;-)
Naja, wenn ich mir meinen Beitrag anschaue: reichlich substanzlos - diese Sendung bietet einfach NICHTS! Merkwürdig. Jetzt muss dieser "Debile" nageln. Oh my God! Selbst da geht ihm dieses debile Grinsen nicht aus... Aber Hauptsache er schafft es und die Menschen kriegen ihren Partykorb...

Pacaveli´s Gedanken-Blog: Angekommen



Am Boden zerstört. Den Sternen nah -
Dieses Leben. Abgefuckt. So Wunderbar.
Erinner´ den Schmerz. Was so traurig war -
am Weg. Eine letzte Träne. Ein letzter Schritt. Endlich da.


http://makaveli85.wordpress.com/

Tour de Kultur 8

Lange ist es her... tOuR De kULtUr...




eRZeugerMARKT am FRIEDBERGER Platz



BerNEMER mIttWOCH am 17/8/11


hip SHOTS


TG Bornheim - Capoeira Performance....

Samstag, 20. August 2011

Die Alm - Gibt es diesen Trash auch noch?

Wenn die Figuren so lange eingeführt werden (und ich möchte gar nicht überlegen und auch gar nichts darüber schreiben, ob es sich hierbei um D-, E- oder F-Promis handelt), dann muss ich auch länger einführen. Die "alte Schabracke" - gerade aus Irland angereist, wohl verzweifelt darüber, dass nur ihre fette kleine Schwester zur Zeit im Fernsehen zu sehen ist (in dem diese gerne auch mal zu erzieherischen Fragen interviewt wird). Der "Aggro-Schulden-Mann", der früher bessere Zeiten gesehen hat, der insolvent gegangen ist und sich  bestimmt darüber freut, wieder ein bisschen Geld in seine Kasse zu bekommen. Die "diebische Elster", die ich lieber "der Outsider" nennen möchte - und der gleich in den ersten Minuten so unsympathisch rüberkommt, dass man vermuten kann, dass er dafür eingekauft wurde, den Kotzbrocken zu mimen. 


http://www.muluku.de/ entnommen
Die beiden Models, die eine mit der versoffenen Stimme: "die Proletin" und die andere, die ich noch ganz nett als "die Dumme" bezeichnen möchte, die wohl auch mal bei GNTM mitgemacht hat, die ich aber noch nie vor diesem Abend gesehen habe. Dann noch der Casting-Chef der letztgenannten Show, die nicht weniger trashig als die Alm ist, "die Tunte" genannt. Der "Checker", der wohl keinen anderen Spitznamen kriegen darf, den ich vielleicht auch den "Mallorca-Heini" nennen könnte und der nicht wirklich etwas checkt. Dann "der Debile", dessen dämliche Reality-Soap sogar nach Russland und sonstwohin exportiert wird, was mir sehr schleierhaft ist - und der immer ganz erschütternd imbezil in die Kamera lächelt. Die "dralle Blondine" aus Schweden, die sich für nichts zu schade ist und die nicht mehr bei Big Brother moderieren darf und sich deswegen was noch trashigeres suchen musste. Und dann, ja, dann noch eine in die Jahre gekommene Kunze und ein stets eingebildeter Aminati. Vielleicht sehen sie besser aus als die Zietlow und der Bach, aber ihre Dialoge sind nicht halb so witzig, ihre Redaktion nicht halb so talentiert. Aber vom Konzept her versucht die Alm auf jeden Fall ihrem Vorbild "IBES", meinem liebsten Trash-Format nahe zu kommen. Mal schauen, ob es gelingt. Beim ersten "Ekel-Spiel" muss "die Dumme" "fühlen" - Tiere, die nicht unbedingt auf einer Alm zu finden sind, sondern eher im Dschungel. Nun ja: die Scheune des Schreckens... "Die Dumme" schreit schon, bevor es anfängt. Dabei ist das Spiel nicht halb so eklig wie das Dschungel-Camp. Schade! Was soll der Scheiß! Unlustig! 
"Gehongen" haben die Titten von "der Proletin". Ahso. Zum Glück reden wir drüber. Gleich zwei OPs, na gut. Über irgendetwas muss man da ja reden, auf der Alm. Aber "der Outsider" mag auch dicke Titten nicht, wenn... sie künstlich sind. ;-) Hahahaha. DAS ist nun witzig. Dass sich "die Proletin" aufregt, dass sie darüber geredet. Grenzwertig, was da abgeht. 
Das könnte einer der schlimmsten Abtörns werden bei der Alm: die "alte Schabracke" singt ständig schief vor sich hin. OMG! 
So, letzte Viertelstunde der Sendung: "der Mallorca-Heini", der gerne Checker wäre und gar nichts checkt, ist der erste "Führer" im Camp. Und möchte keine Aufgaben ansagen. Er hat also keine Erziehung, achso... liegt nur faul in der Sonne. Ahja... Und morgen gibts Ärger mit dem Öhi für ihn... Spannung! ;-)

Der Schmerzwach-Lesezirkel INTERAKTIV - tschick5

Ach je, tschick5 bedeutet auch das Ende unseres interaktiven Lesezirkels. Ich hoffe natürlich auf einen weiteren Lesezirkel - und möglichst mit mehr Teilenehmer_innen. :-) Interesse kann man hier bekunden. ;-) 
So, tatsächlich ist Tschick schwul, nicht, dass es für die Geschichte wichtig wäre, interessant allerdings schon... Ich finde gut, dass die Homosexualität nicht problematisiert wird, sondern als selbstverständlich genommen wird. Und es wirkt nicht aufgesetzt, wenn Maik sagt, dass er kurz überlegt hat, ob er wegen Tschick schwul werden sollte. Dies kommt meines Erachtens genauso leichtfüßig rüber wie die ganze Geschichte. Na, manchmal ist "Tschick" schon ein bisschen sehr konstruiert, die Figuren sehr cool und locker, z.B. Isa, die die beiden auf der Müllhalde kennengelernt haben - und die ihm tatsächlich schreibt und nicht darauf wartet, dass sie sich in 50 Jahren treffen. Oder die Sprachtherapeutin, die zunächst nervt, aber dann doch zeigt, wie kindlich und witzig sie doch ist. Dass Maik einen wildfremden Mann nachts anrufen kann und der so locker und nett reagiert - auch das, nun ja, ist es glaubwürdig? Ach, egal, egal ist das. Ja, wirklich. Es hat Spaß gemacht und man gönnt den beiden Jungs diese glücklichen Zufälle. Aber das Ende? Armer Tschick. Wir wollen doch sicher nicht, dass er in einem Heim versauert, oder?
Ist es ein Jugendbuch? Ist es für Erwachsene? Keine Ahnung. Ich würde es Jugendlichen ab 14 empfehlen. Auf jeden Fall. Ich würde es auch Erwachsenen empfehlen - aber nicht jedem. ;-) Man muss Jugendsprache schon mögen. Und man muss Road Novels mögen. Und nicht all zu viel Fremdscham kennen. Und... wenn man diesen Humor hat. Ich habe gelegentlich gelacht... Ich hoffe, dass die anderen interaktiven Leser_innen dies auch getan haben...
Was lesen wir nun? :-)))