Mittwoch, 20. Februar 2013

Communication Camp 02

Alle Bilder Copyright Communication Camp (T.R. Krebs und Birte Fey)
Freitag und Samstag war ich auf dem zweiten Communication Camp in Darmstadt. Wir trafen uns in der Hochschule Darmstadt, es war sehr inspirierend und ich habe viele spannende, nette Menschen kennengelernt...
Was ist denn das Communication Camp?

Veranstaltungen zu Themen im Social Web, Internet und Online-Kommunikation gibt es wie Sand am Meer. Bei Twittwochs und Barcamps diskutieren kreative Köpfe regelmäßig über die spannendsten Neuheiten der digitalen Welt. Fünf Online-PR-Studenten aus Darmstadt reichte Diskutieren alleine nicht aus. Gemeinsam mit der Agentur für Online-Kommunikation quäntchen + glück riefen sie Anfang 2012 das Communication Camp ins Leben.
„Weniger reden, mehr machen“ ist das ehrgeizige Ziel des Projekts. Reale Probleme analysieren, Lösungen erarbeiten und umsetzen – das ist das Konzept des Communication Camps. Von der direkten Umsetzung profitieren kulturelle und sozial engagierte Einrichtungen, die sich aus eigenen Mitteln keine strategische Online-Kommunikation leisten können. Kommunizieren für den guten Zweck ist folgerichtig das Motto der Communcation Camps.
http://www.communication-camp.org/communication-camp-kommunizieren-fur-den-guten-zweck/




Im Juli 2012 gab es das erste Communication Camp im Hoffart Theater in Darmstadt. In diesem Februar 2013 beschäftigten sich die Teilzeithelden, wie die ehrenamtlichen PR-Experten genannt werden, mit einer Social Media Strategie für die Kulturhäppchen, insbesondere für die Early Late Night Show SNotlDaD. :-)  



Hier erklärt "Snotldaddeldü" bzw. die jungen Herren, die diese Show organisieren, ihr spannendes Konzept. Die Kulturhäppchen bieten Underground-Häppchen fürs Darmstädter Kulturleben am Dienstag im Untergrund des Schlosskellers an. Und zwar ganz unterschiedliche, sehr kreative und innovative Konzepte. 



Los ging es mit Teambildungsmaßnahmen und näherem Kennenlernen. Hier sollte man sich immer in Gruppen zusammenfinden nach bestimmten Kriterien: Herkunft, Musikgeschmack, Sportvorlieben etc.



Von Anfang an herrschte eine gelöste, lockere Stimmung. Engagierte Studenten, die gute Ideen haben und sie in die Tat umsetzen, chaotische Kreative, die davon profitieren, und ein paar wilde PRler, die gerne spannende Formate entdecken und daran teilnehmen.



Erste Gruppenphase zum Herausfinden, was es schon alles an Social Media der Kreativen gibt, wie die Ziele der Kulturhäppchen sind, und wie man am zweiten Tag fortfahren möchte...



Na, klar, bei allen solchen Events wird permanent getwittert, gefacebooked etc. Dafür ist das ja da. :-)



Der zweite Tag begann seeeeeeehr früh. Bereits um 9 Uhr!!! Digitaler Dandy ja, aber früh aufstehen dafür? 


Hier besprechen wir anhand der Ergebnisse des ersten Tages, welche Thematiken in Sessions in Angriff genommen werden. Wir hatten eine wunderbare Gruppe, die sich um das Stichwort CI (Corporate Identity) drehte, eine andere kümmerte sich um das Projektmanagement, eine andere beschäftigte sich mit den Rechten...


Später am Tag kam es dann zur praktischen Umsetzung, die einen (unten) waren eher die Designer, die anderen waren die Facebook-Chefs (oben) und veränderten schon mal etwas an der Kulturhäppchen-Seite. 


Zur Stärkung gab es ganz viele gude Sachen. :-) Es waren zwei spannende Tage mit wirklich lieben und netten, vor allem engagierten und kompetenten Menschen. So sollte Arbeit sein. Wieso erlebe ich das immer nur bei der ehrenamtlichen Arbeit? Nun ja. Kommt schon noch. :-) Es sollte mehr Communication Camps geben, normale Tagungen sind out. ;-) Ich bin sehr gespannt, wie das mit den Kulturhäppchen weiter geht. Bis dahin werde ich ganz viele Youtube Videos von diesen Künstlern anschauen, und zwar zum Beispiel hier: http://www.youtube.com/playlist?list=PLdryAkCOZUxY29Im-08FY_5qKhCDJ9rof 

Dienstag, 19. Februar 2013

Ketteninterview: The Next Big Thing Blog Hop

Cornelia Franke hat mich (wahrscheinlich mehr aus Notwehr) via Facebook zu diesem nächsten großen Ding (oder so) eingeladen. Da mache ich doch gerne mit, auch wenn ich nicht so recht weiß, was ich schreiben soll. :-) Aber vielleicht hilft es mir, einen Verlag für dieses schöne Projekt zu finden? 
Filmstill aus dem Schweizer Film "Stationspiraten" um vier Jugendliche auf einer onkologischen Station
Die Fragen:
Was ist der Arbeitstitel Ihres Buchs?
Liebe/r Kim!
Woher kam die Idee für das Buch?
Vor mehr als 20 Jahren hatte ich einen bösartigen Tumor am Knie, genauer gesagt an der Patella-Sehne, und zwar ein Synovial-Sarkom. Ich trug ihn länger mit mir herum, wusste jedoch nichts von seiner Anwesenheit. Eines Tage wurde mir nach einer Computer-Tomographie mitgeteilt, dass ich einen Tumor habe. Zunächst ging der Arzt davon aus, er wäre gutartig, er würde lediglich heraus operiert werden müssen. Da dieser Tumor schon so lange ein Bestandteil in meinem Körper war, entschied ich mich, ihm einen Namen zu nennen. Eine absurde Idee, irgendwie, jedoch sehr hilfreich. Der Hintergedanke war: Hey, wenn ich ihn wie einen Freund behandele, dann werde ich vielleicht traurig sein, wenn ich ihn los kriege. Ich war damals 16. Wie ich ihn nannte? Marco. Wirklich wahr. Warum kann ich gar nicht mehr sagen, ich mochte diesen Namen. Marco war nicht gutartig. Ich musste Operationen, eine Chemotherapie und Bestrahlungen über mich ergehen lassen. Zwanzig Jahre danach wollte ich endlich darüber schreiben - und habe es getan. Angelehnt an meine eigene Biografie, aber dann doch auch etwas literarisiert. :-) Zum Beispiel wird der Tumor nicht Marco, sondern Kim genannt, weil die Hauptfigur ganz richtig fragt: was ist Kim überhaupt, ein er, eine sie, ein es, ein Überhauptnichts?
Unter welches Genre fällt Ihr Buch?
Realistischer All-Age-Roman.
Wie lautet die Ein-Satz-Zusammenfassung Ihres Buches?
Ein Onkel erfährt von seinem Bruder, dass sein Neffe sich zwanzig Jahre nach seiner eigenen Erkrankung einer Chemotherapie unterziehen muss, er gibt ihm seine alten Briefe, die er an seinen Tumor geschrieben hatte, während er auf der onkologischen Station gelegen hatte - und sie durchleben diese schwere gemeinsame Zeit miteinander.
Welche Schauspieler sollten Ihre Charaktere in einer Filmumsetzung spielen?
Til Schweiger darf NICHT den Onkel spielen! Ich denke groß, ich denke an Hollywood. Also darf der ´Bill´ aus "True Blood", Stephen Moyer, den Onkel spielen. "Percy Jackson", also Logan Lerman, der auch im wundervollen Film "Vielleicht lieber Morgen" mitgespielt hatte, darf mich als sechzehnjährigen Jungen spielen. Linus Drews, der ´Luke Denphy´ in der Serie "Modern Family" spielt, wäre der Neffe. Alle anderen Darsteller können mit hübschen Nebendarstellern besetzt werden. :-)
Werden Sie Ihr Buch selbst verlegen oder wird es vertreten durch einen Agenten?
Tja. Das weiß ich alles noch nicht. Zurzeit suche ich noch einen Verlag für dieses Werk. Ich hoffe, dass ich einen finde.
Wie lange haben Sie gebraucht, um den ersten Entwurf Ihres Manuskripts zu schreiben?
Manche Teile des Briefromans sind aus der Zeit kurz nach der Chemotherapie-Zeit entstanden und wurde dann 2011-12 von mir überarbeitet. Ich habe immer wieder mit diesem Projekt angefangen und es wieder liegen lassen die letzten zwanzig Jahre. Dann fing ich Mitte 2011 endgültig wieder damit an und beendete die aktuelle Version Mitte 2012.
Welche anderen Bücher würden Sie mit Ihrem Genre vergleichen?
Mit Werther? ;-) Nun, es ist ein Briefroman und am ehesten lässt es sich tatsächlich mit dem Buch von Stephen Chbosky vergleichen: "Vielleicht lieber morgen", wobei mein Buch etwas anders konstruiert ist, und auf etwas anderes hinführt als das "Vorbild".
Was sonst über Ihr Buch könnte das Interesse des Lesers wecken?
Trotz des "schweren" Themas ist es recht unterhaltsam, locker leicht geschrieben, die Hauptperson ist verschroben, ungewöhnlich - und die Beziehung zwischen Onkel und später erkranktem Neffen ist etwas für´s Herz. Es ist ein Buch, das Mut macht, seinen Weg zu gehen, so ungewöhnlich und schwierig er sein mag.
Möchten Sie andere Autoren für das Interview nominieren?
Ich nominiere Karo Stein und meine beiden Kolleginnen vom Weltentaucher: Claudia Kociucki und natürlich Hilke-Gesa Bußmann. Ich bin sehr auf ihre Beiträge gespannt. :-)

Montag, 18. Februar 2013

Erster Diary Slam in Frankfurt am Valentinstag


Wahnsinn! Einfach Wahnsinn! Es war der erste Diary Slam in Frankfurt und er hat richtig, richtig, richtig großen Spaß gemacht!



Hier das Organisationsteam: die weltbeste Punktezählerin und Faultier-Bändigerin Caro, der liebe schmerzwache Jannis und die weltbeste Köchin und Flyer-Gestalterin Kristina. Wir hatten wirklich nicht mit so einem Erfolg gerechnet, mit so vielen interessierten Zuschauer/innen, so bombiger Stimmung und einer so charmanten...



...Moderatorin Madou Engels, die zum ersten Mal durch einen Abend führte und dies ganz hervorragend gemacht hat. Mit viel Charme und noch mehr Esprit, anfangs etwas aufgeregt, später auftrumpfend. :-)



Die Bude war voll, die Leute gingen mit, waren berührt oder belustigt. Es gab sechs Publikumsgruppen, die über die Vorträge abgestimmt haben...


http://www.berliner-kurier.de/kiez-stadt/theodor-schmidt--31--sammelt-tagebuecher-der-berliner--der-300-leben-hat,7169128,11684844.html
 Eine kleine Ausstellung von alten Tagebüchern von Theodor Schmidt.



Künstler Deniz Alt trug vor, genauso wie die Autorin Daria Eva Stanco, Jule Weber, die deutschsprachige U20 Poetry Slam Meisterin (und natürlich auch in Hessen) und ich. 



Hier bei der Siegerehrung: Jule Weber hat mit ihren wunderbaren Texten gewonnen, ihr hat letztendlich nur ein Punkt zur Höchstpunktzahl gefehlt - sie hat vielen ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert. 
Mehr von ihr gibt es hier: https://www.facebook.com/juletsweber
Mehr zur Veranstaltung (für das nächste Mal brauchen wir mehr freiwillige Tagebuchleser/innen, die vielleicht keine Künstler sind, sondern "ganz normale Menschen"): https://www.facebook.com/LesebuehneDesGluecks

Sonntag, 17. Februar 2013

Fortsetzungsroman: Moody Blue 26

http://schmerzwach.blogspot.de/2013/02/
fortsetzungsroman-moody-blue-25.html
Hey, darf ich dich fragen, mit wem du zusammen warst, Christine? Muss das sein? sagte sie nervös. Ich erzähle es niemandem, sag es mir bitte, es ist wichtig. Rouven. Rouven?! Christine, ich mag ihn sehr gerne und er mich. Schon klar, sagte sie, nur möchte ich nicht, dass es jemand erfährt. Ich dachte, er erzählt es herum, wandte ich ein. Aber nicht, dass ich das Mädchen war, erklärte sie. Okay, ich habe verstanden, danke, Christine. 
Rouven kannte ich schon einige Jahre; als er etwa elf war, trainierte ich ihn ein paar Mal, ich fand ihn so schrecklich goldig, blond, blau-äugig, engelsgleich, allerliebst lächelnd, ein Typ, der alle Mädchen haben kann. Er kam bald nicht mehr, ich verlor ihn aus den Augen. Der Zufall wollte es, dass er mit einem guten Freund von mir Tennis spielte; als derjenige eine Party organisierte, lud er auch den Süßen ein und so trafen wir wieder aufeinander. Wir verstanden uns gut, kloppten uns die Tennisbälle um die Ohren und ich rief ihn oft an, wenn irgendwo Partys stattfanden; allerdings hatte unser Kontakt wieder etwas abgenommen. Ich mochte ihn noch immer. Er erzählte mir, wie er zu Christine stieß, wie er sich von den anderen aufgeilen ließ, dass er es dann mit seiner Schulkameradin tat, während er die anderen weiter beobachtete. Ich fand die sehr pervers, meinte er, was die alles getrieben haben, oi, oi, oi. Was taten sie danach? fragte ich ihn. Nach dem Sex, sagte er, liefen sie erst einmal eine Weile im Kreis, sangen irgendwas vor sich hin. Was? fragte ich. Ich weiß es nicht, antwortete er, es wirkte irgendwie wie eine Anbetung. Wen beteten sie an? wollte ich wissen. Das weiß ich nicht, ich weiß nur, dass sie nackt herumtanzten und sangen und dass ich das Mädchen geil fand, sie machte mich heiß auf Christine. Und was passierte dann? Sie legten sich alle drei nackt auf zwei Decken, tranken Whiskey-Cola und schwiegen. Sie sagten nichts? fragte ich nach. Nein, gar nichts, antwortete er. Sie formten nicht einmal die Lippen? fragte ich. Nein, nicht einmal das. 
Was machten sie danach? wollte ich wissen. Ähm – sie zogen sich an und gingen, meinte er. Wohin? Wohin, weiß ich nicht, aber auf der Party waren sie nicht mehr. Bist du sicher? fragte ich. Ja. Du glaubst, dass sie nach Hause gegangen sind? Ja. Wieviel Uhr war es da? Halb zwei. Halb zwei? Ja. In Ordnung; sag mal, weißt du noch irgendetwas, was die drei an diesem Abend getrieben haben? fragte ich. Nein, sagte er. Gibt es irgendwelche Gerüchte um die drei? Nein, ich kenne keine. Hast du sie vorher schon einmal gesehen? fragte ich ihn. Nein, ich habe noch nie eine der drei Personen bewusst gesehen. Danke, Rouven, du hast mir sehr geholfen, sagte ich. Gern geschehen, sagte er. Vielleicht sehen wir uns demnächst einmal, Ciao, verabschiedete ich mich. Ciao.

Sechs

As Long As You Love Me

Althoug loneliness has always been a friend of mine
I´m leaving my life in your hands
People say I´m crazy and that I am blind
Risking it all in a glance
How you got me blind is still a mystery
I can´t get you out of my head
Don´t care what is written in your history
As long as you´re here with me

Chorus
I don´t care who you are
Where you´re from
What you did
As long as you love me

(Backstreet Boys)

Alejandro liebte neuerdings die Backstreet Boys und vor allem Nick, was ich überhaupt nicht nachvollziehem konnte. Aber selbst mir gefallen einige Lieder von den BSB´s, vor allem „Quit playing games“ und „As long as you love me“. Nachdem mich Levents Schwester angerufen und ich mit ihr ausgemacht hatte, mich am nächsten Nachmittag mit ihr zu treffen, telefonierte ich mit Tobi, ich sagte, ich käme ihn gleich besuchen, er solle mir erklären, wo er wohne. Danach redete ich mit Alejandro, ich versuchte ihn zu überzeugen, dass ich hingehen müsse, um mehr zu erfahren. 

Freitag, 15. Februar 2013

Ey, Lütfiye, nimm´ mich mit, verdammt "güzel" wäre das!

"Mit ihren philosophisch getränkten kleinen Texten ist Lütfiye Güzel eine literarische Erbin des verstorbenen Dirty-Old-Man Charles Bukowski, der selbst in den finstersten Momenten seines Lebens den Kopf immer noch ein wenig aus dem Wasser halten konnte." Das sagt Thomas Becker in einem Artikel der WAZ Ende Januar 2013. Er hat bereits das schöne neue Buch von Lütfiye Güzel rezensiert. Ich habe es auch schon gelesen und stelle das Buch auf Faustkultur vor. Doch hier möchte ich "Let´s go Güzel" mal bitten, mich mitzunehmen. Warum? Könnt ihr euch noch an den Dirty Dichter Thomas Reich erinnern, der hier oft aufgetaucht ist? Oder an die wunderbare Geschichte Mein Bukowski? In der habe ich eine halb biografische, halb fiktive Darstellung meiner Beziehung zu Charles Bukowski geschrieben. :-) Lütfiye und ich sind auch literarisch verwandt, selbst wenn unsere Texte vielleicht sehr unterschiedlich sind, aber im Geist ... und auf diesen kommt es ja schließlich an. 



An vielen Stellen dieses Buches denke ich: Ja. Ja, ich weiß, worum es hier geht, denke, fühle genauso. Ich hätte es vielleicht nicht so sagen können, aber ich weiß, was du meinst, Lütfi, wirklich. Es war das dritte Posting überhaupt auf schmerzwach. Die berühmten Sonntagabend-Gefühle, meine ich. Ein Text, über den viele mit mir sprechen wollten. An den dachte ich, als ich das folgende Gedicht von Madame Güzel las:

maisfeld

ich habe angst vor sonntagen
sonntag abend fange ich an
zu schwitzen
dabei ist nix mit montag
der dienstag ist mir auch egal
sonntag nacht
ist das bett
die höllenwolke

http://www.amazon.de/Lets-go-G%C3%BCzel-L%C3%BCtfiye/dp/3981259467

Wir scheinen sogar in den gleichen Städten gewesen zu sein oder zu mögen, Madrid (oh Madrid - Gedicht), Lissabon oder London. :-)

Donnerstag, 14. Februar 2013

Lyrik oder Löwe on the Rocks im Atelier von Helene Hering-Herber am 08.02.2013

Letzten Freitag war ich bei einer sehr spannenden Lyrik-Lesung mit chilliger Musik. Es geht um Martin Piekar, der mit Julian Bennecker aufgetreten ist. Er hat seine Eindrücke und die der Zuschauer/innen aufgeschrieben und mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt...

Bild von Jan Suchland, mit freundlicher Genehmigung
Eine strategische Einschätzung mit Interview-Collage: Das Publikum meiner ersten Lesung – Lyrik oder Löwe on the Rocks im Atelier von Helene Hering-Herber, 08.02.2013:
Da sieht man Gesichter, freundliche, bekannte und im finsteren Ernst dreinblickende. Ich bin nervös. Gesichter bedeutet Gehirne und womöglich mehr (ein Internetzugang mit denunzierendem Blog). Die Gitarre von Julian Bennecker ist gestimmt und ich hoffe nicht nur meine Freunde jenseits von Unterhaltung zu begeistern, sondern auch das Publikum, was mir noch nicht so nah und gut bekannt ist. Als ich beginne bin ich nervös und zu schnell. Das hemmt sich aber, die Bremse zieht nach. Während jedes Gedichtes werde ich ein wenig ruhiger. Ich teilte im Vornherein Zettel mit Zitaten, die in der Lesung vorkommen werden aus und dabei war ein zweiter Bogen Papier beigelegt, auf dem Anmerkungen – seriöse wie humorvolle – zur Lesung vermerkt werden dürfen, anonym, ohne Vorgaben, Fragen oder Sonstiges. Das Kritzeln auf diesen Zetteln macht mich weniger nervös, ich nehm es hin als funktionierend. Gitarrist Julian Bennecker spielt sehr gut und Musik und Lyrik gehen Hand in Hand in Gehörgänge. Ich schaue immer wieder ins Publikum. Leichtes Kichern an ironischen Stellen, ab und an Husten, manch einer hat die Augen geschlossen und phantasiert, andere blicken finster, Pärchen händchenhalten, Interesse, Verblüffung und Kritzeln. Als mir nach der Lesung ein Freund offenbart, dass er so niedergeschlagen aussah, weil der Job heute so stressig war, beruhigt es mich sehr. Sowohl Kritik wie Lob wird geäußert – so soll es sein. Das Gitarrenspiel kommt sehr gut an,  die Harmonie zwischen Gedicht und Gitarre stimmt sich immer besser wird mir berichtet und auf die Gedichte verfeinern sich. Gedicht und Gitarre, das ist Lyrik. Ich gebe Rum & Cola aus, lege einen Hut offen für Spenden, ich sammele die Zettel mit Anmerkungen ein und bastele sie – am nächsten Tag gleich – zu einer Interview-Collage, mit im Nachhinein von mir gestellten Fragen zu den Notizen.

Wie fanden Sie die Lyrik? 
Du schaffst es jedes Mal, auch wenn diese Art an Gedichten nicht ganz meines ist | Löwe on the Rocks rockt | Man muss nicht verstehen, nur fühlen | Gute Betonung bei den Gedichten | Mal wieder sehr interessante Texte, muss sagen das es mir immer wieder gefällt | Sprachrandale | Denn nur wer deine Worte fühlt wird DICH vielleicht verstehen

Umgang mit dem Publikum?
Auflockerung durch lustige/ humorvolle Zwischen“worte“ sehr gut | Duze dein Publikum! Das zeugt von Selbstbewusstsein und holt vom hohen Ross. | GRooooooonK | Man merkt einfach wie viel Spaß es dir macht Gedichte und andere Lyrik vor anderen vorzutragen, da Du alles mit viel Emotion und auch dem nötigen Humor vorträgst | Das ist keine Anmerkung, das ist ein Befehl!

Verbindung von Gitarre und Gedicht?
Musik: Top! | Musik und Worte waren sehr gut ausbalanciert | Zusammenspiel zwischen dir + Julian ist sehr harmonisch | Sehr gutes Zusammenspiel von Musik/ Begleitung/ Untermalung und lyrischem Text, sehr gut aufeinander abgestimmt | Man konnte einfach mitfließen, wie der Main, der sich in der Stadt spiegelt | Vielfältigkeit unterschiedlicher Musikstile/ -rhythmen/ -geschwindigkeiten sehr gut

Bild von Jan Suchland, mit freundlicher Genehmigung 
Was will man über die Lesung loswerden?
Gute Betonung bei den Gedichten | Zitat von Billy Idol super „more more more“ ;) | Freue mich jetzt schon auf die nächste Lesung | Greifbarer als ein Festgegenstand sobald ich es greife aber eine Ahnung … -> „Nachtinfarkt“ | Freue mich auf den nächsten Abend, mach weiter so! | pls use bigger locations and nicer staff! | Es war wieder einmal ein schöner Abend | Brjiderchen

On the Rocks?
Lyrik: Genial! | „Uhhu“ XD | Besser blau als gar keinen Bock | Dein Schwesterjchen | Kein Alkohol ist auch keine Lösung =) | Der erste der es geschafft hat mir Literatur zu vermitteln, war du und nun die erste Lesung hat mich fasziniert | Ach und denk immer daran einen Monotophcocktail soll man nicht trinken ^^ | Durch den Alkohol wird der Dichter dichter

Die Aussagen sind collagiert aber entsprechen dem genauen Wortlaut auf den Notizzetteln!

Bild von Jan Suchland, mit freundlicher Genehmigung 

Montag, 11. Februar 2013

Liebes Tagebuch, ich bin nicht normal!


So, ich poste mal den Anfang meines Vortrages beim Ersten Diary Slam in Frankfurt. Der ist so peinlich, dass auch ihr euch trauen könnt, am Donnerstag Abend zu lesen. Oder zumindest da zu sein. ;-) Der Text ist übrigens sehr passend zum Flyer. :-) Kommt alle! Hört zu, lacht, fühlt mit, esst und trinkt mit uns. Es wird schön! 

14.6.1991, Motto: Nicht normal

Ich bin noch fünfzehn (ui, noch ganze drei Wochen!) und nicht normal. Nee, das ist wirklich wahr. Ich kann gar nicht normal sein. Nicht, dass ich wüsste, was normal zu sein bedeutet. Ich weiß nur, dass ich es offensichtlich nicht bin. Vor allem, wenn ich mit meinen Freunden zusammen bin und mit ihnen rede. Worüber? Über Mädels. Nun ja, ich weniger. Eben deswegen bin ich ja nicht normal. Franks Traumfrau heißt Anna. Die von Matthias Elsa. Die von Christoph Nicole. Und meine Tom. Tja, Tom. Ich weiß, das hört sich nicht gerade weiblich an. Das liegt daran, dass SIE halt ein ER ist. Wie gesagt, liebes Tagebuch: Ich bin nicht normal. Tom. Er ist so niedlich. Seine braunen, wuscheligen Locken. Ich LIEBE Locken! Er macht mich so wahnsinnig. Seine glasklaren, grünen Augen. Seine Anwesenheit macht mich nervös. Er ist jetzt in der Klasse von Matthias, kommt aus München und hat so einen furchtbar süßen Akzent. Schon sein Servus ist so schrecklich goldig. Ich möchte ihm 20 Mal am Tag Hallo sagen. Mir schlottern die Knie. Propellerflugzeuge veranstalten ein Wettrennen in meinem Magen und schütteln meine sämtlichen Eingeweide durcheinander. Wenn man ein Ultraschall-Bild von meinem Magen machen würde, wenn er neben mir steht, würde ich als Phänomen in die Geschichte der Medizin eingehen. 
....
Wer mehr hören möchte, Donnerstag ist es schon so weit! :-)

Samstag, 9. Februar 2013

Hoffnung blaue Seiten



´Die blauen Seiten´ sind ein Synonym für GR, dem ´schwulen Einwohnermeldeamt´, wie es neckisch genannt wird. Ich bin da ja nicht gemeldet. ER schon. "Er ist 53 und schwul. Seit Jahren leidet er an einer manischen Angst vor Unfällen und verlässt daher seine Wohnung nicht mehr. Als sein Geliebter durch einen tragischen Unfall stirbt, verliert er den letzten Menschen, der ihn besucht. Um an seiner Einsamkeit nicht zu verzweifeln, begibt er sich in die virtuelle Online-Welt von gayromeo, den „Blauen Seiten“, wo er Kontakt sucht, findet, wieder verliert – und am Ende eine Überraschung erlebt."
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