Sonntag, 31. März 2013

Ein griechischer Abend in der Interkulturellen Bühne am 20/3/2103


Ein griechischer Abend. Merkwürdig eigentlich. Hätte man mir das gesagt, als ich Teenie war. Dass ich einen Erzählband schreibe, in dem es um mein Verhältnis zu Griechenland geht. Dass ich irgendwo auftrete, von einem griechischen Moderator interviewt werde, von einer griechischen Band begleitet werde. Wer hätte das gedacht?



Es war ein sehr emotionaler Abend, auch für mich. Beim Lesen bemerkte ich, dass manche Geschichten sehr melancholisch sind, manche auch lustig, alles irgendwie dabei. Viel Gefühl, viel Geschichte, viel Erlebtes und viel Erdachtes. Hier auf dem Bild Jorgi Slimistinos. 


Asideroti oder auf deutsch: Ungebügelt. Tolle Musiker. Oldstyle. Rembetika. Wunderbar!


Die Interkulturelle Bühne - ein wunderbarer Veranstaltungsort. Bald wieder dort... :-)


Schön auch, wenn die Freunde mit von der Partie sind und sich amüsieren (hoffentlich). :-)


Gelesen aus: http://www.amazon.de/Meine-Mutter-Griechenland-ebook/dp/B00B73C9VM/

Samstag, 30. März 2013

Aufschwung: Captain Corporate


NEUlich war ich auf einer Messe für Existenzgründer/innen in Frankfurt: "Aufschwung" heißt sie, und ich muss sagen: der Name gefällt mir. Wieso ich da war? Ach, überall mal hinein schnuppern, Input holen, Inspiration bekommen und... vielleicht eine neue Richtung für mein Leben finden. Man weiß ja nie. Dafür müssen zumindest alle Sinne offen sein. Modus für Neugierde ganz weit auf, fast schon wie ein kleines Kind, das die Welt noch nicht kennt. Und dann erblickte ich ihn: Captain Corporate. Ich dachte: ich muss wissen, was die da machen. Ich muss wissen, worum es da geht. Und ich muss MITMACHEN! :-) Mir gefallen ungewöhnliche Marketing-Aktionen. Mir gefällt, wenn sich Leute ein bisschen zum Affen machen, einen ein bisschen provozieren, etwas riskieren, um etwas zu erreichen. Das nenne ich Kreativität! Kreativität bedeutet: Mut zum sozialen Risiko! 



Okay, das hier auch so etwas wie ein Werbeblock. Ich meine, natürlich muss ich jetzt diese lustige Agentur auch nennen: DIREKT HIER aus Ludwigshafen. Was sie so alles können, wollen, leisten - das könnt ihr herausfinden, wenn ihr auf drauf klickt. Sie nennen sich "Agentur für Positionierung", was ich auch kreativ finde. Doch nun mal zu mir: Schaut euch das Video an, bei 1:05 komme ich dann ins Bild, ganz grandios, ganz souverän, mit Sack und Pack! Ich sollte auch einmal so ein Video drehen - und damit ganz groß rauskommen!

Mittwoch, 27. März 2013

Fortsetzungsroman: Moody Blue 29

http://schmerzwach.blogspot.de/2013/03/
fortsetzungsroman-moody-blue-28.html
Wie hat er das gemacht? fragte ich. Die Tapete? fragte er und schaute mich an. Aber wie sollte das funktionieren? Er ist ein Teufel, sagte mein Süßer. Wie bitte?! Ein Teufel ist er! sagte er überzeugt, ich darf dich, Apostoli, daran erinnern, dass du Geschichten wie „Der kranke Esel“ und „Jesus ist vom Kreuz gefallen“ geschrieben hast und an die Merkwürdigkeiten darin geglaubt hast! Wer an Heilige, die einen im Schlaf besuchen, um jemanden vor einem Unglück zu warnen, glaubt, der kann auch an Teufel glauben. Tobi ist einer, ich verstehe zwar auch nicht, wie das sein kann, aber es ist so. Und jetzt? fragte ich. Keine Ahnung! antwortete er, schlafen wir erst einmal drüber. Ähm, fand Tobi es nicht merkwürdig, dass du mit ihm schlafen wolltest? Nein, Apostoli, er schien darauf vorbereitet gewesen zu sein, vielleicht macht er solche Dinge täglich, vielleicht ist es seine tägliche Show. Wie fandest du eigentlich seinen Schwanz? fragte er mich dann. Geil, lachte ich. Nicht wahr?! meinte er, voll groß und dick. Ich schaute beleidigt. Deiner ist auch groß und dick, Apostoli. 
Danke, sagte ich sarkastisch, sind wir uns jetzt eigentlich gegenseitig böse oder lieben wir uns wie eh und je? Wie eh und je, antwortete er, du hattest recht, es war ein schönes Erlebnis mit ihm, aber in Zukunft lassen wir das Angebot ungenutzt, okay? Okay, willigte ich ein...
Ich träumte von einem hübschen Jungen, den ich in Paris kennengelernt habe, der ein Nick-Carter-Fan war und gerne Lieder von den BSBs trällerte, diesmal sang er: „As long as you love me“, es war ein Ständchen für mich, er hielt währenddessen rote Rosen in seinen Händen, die er mir nach dem Lied überreichte, danach machte er mir einen  Heiratsantrag und ich sagte glücklich ja, er lächelte und dabei verwandelten sich langsam seine blonden Haare in dunkle, seine blauen Augen in grüne mit einem Stich Braun, seine markanten, formvollendeten Gesichtszüge in die konturlosen, zu zarten von Tobias; Tobias lächelte mich nun an und dann musterte er mich mit seinem bösen Blick, ich hielt dagegen, lächelte spöttisch zurück und schubste ihn weg. Dann wachte ich auf; es war kein böser Traum gewesen, ich fühlte mich gut. Ob ein Traum gut oder böse ist, entscheidet sich erst dadurch, was man dabei und danach fühlt. Manche Nachtgespinste können dich glücklicher machen als der beste Sex. Ganz so gut war dieser Traum nicht, aber er machte mir keine Angst, sondern Hoffnung, dass ich vor Tobi keine Furcht zu haben brauchte. Trotzdem merkwürdig.
Ich weckte meinen lieben Freund. Sag mal, Alejandro, weißt du noch, was wir vor einigen Tagen gemacht haben? Wir haben einen flotten Dreier mit Tobi veranstaltet und gestern Abend haben wir beide jeweils mit ihm geschlafen! Gibt dir das nicht zu denken? fragte ich. Doch, sagte er, ich denke dauernd darüber nach, früher hätte ich das schlimm gefunden, aber du hast mich umerzogen; in dieser langen Zeit, in der wir zusammen sind, haben wir so viel über Sex und Seitensprünge und sonstige Sünden geredet, haben beschlossen, dass wir da locker sein werden, weil wir immer noch wissen werden, dass wir uns lieben, auch wenn wir solche Dummheiten begehen; wer war denn für mehr Toleranz und Lockerheit? Jetzt hast du mich so weit gebracht. 
Alejandro, du weißt, dass ich dich liebe, gell?! Ja, und ich liebe dich auch. Hast du davor Angst, mich an Tobi zu verlieren? fragte ich. Nein, wir wissen, dass er der Teufel ist, sagte er. Na und? fragte ich. So blöd bist du nicht, dich auf ihn einzulassen. Und wenn ich stark genug bin, um es mit ihm aufzunehmen? wollte ich wissen. Das bist du, meinte er, aber dafür brauchst du nicht mit ihm zusammenzukommen. Du hast also keine Angst? Nein. Gut, sagte ich. 
Ich kann nicht darstellen, wie meine Beziehung wirklich ist. Kann man das überhaupt? Ich meine, man kann schreiben, was jemand sagt, aber nicht wie, natürlich kann man beschreiben: Er sprach laut-leise-spöttisch-ängstlich-unsicher-nasal-undsoweiter, aber der Leser wird trotzdem nicht wissen, wie derjenige gesprochen hat, das muss man sich vorstellen. Ich kann auch nicht ausreichend beschreiben, was für Gesichter Alejandro bei unseren Gesprächen zieht, ich bin nicht einmal so begabt, kleine Alltäglichkeiten, die eine Beziehung kennzeichnen, aufzuzeigen. Sie sind selbstverständlich für uns, diese Nicklichkeiten: na, träumst du von Sex mit Levent? Oh, habe ich dich gerade gestört, bist du gerade bei Tobi? Sie sind keine Seitenhiebe, sondern Witze, man zieht den anderen auf, weil man genügend Selbstironie besitzt, um über so etwas drüber zu stehen. 
Solche Sätze sind natürlich, aber man vergisst sie oft zu erwähnen. Genauso wie andere Kleinigkeiten, die verständnisvollen Blicke, die man sich zuwirft, ständig und überall, man kann miteinander kommunizieren ohne zu reden, anderen Paaren fehlt sogar diese Form von Verständigung, dieses Miteinander sprechen, nicht irgendeinen Müll, sondern etwas Fruchtbares, die Wünsche, Vorstellungen, Ideen – wir können diese auch in unserer Körpersprache deuten, man hat ein Gefühl für den anderen, ich weiß allerdings nicht, wie ich so etwas auf das Papier bringen könnte. 
Alejandro und ich sind das perfekte Paar, finde ich. Natürlich haben selbst wir das ein oder andere Problem, das wir gemeinsam lösen müssen, aber wir stellen uns dabei nicht so dämlich an, wie viele meiner Altersgenossen. Manchmal staune ich über diese Paare. Ich war Zeuge der eigenartigsten Streitereien. Einmal saß die Freundin meines ehemaligen Mitbewohners bei mir im Zimmer, wir unterhielten uns über das Briefeschreiben, ich erzählte ihr, dass mein Süßester mir ständig Briefe schickte, ich habe einen ganzen Stapel Briefe und Postkarten von ihm, sie meinte, dass sie und ihr Freund sich nie schrieben, sie täte es gerne, aber er würdigte es sowieso nicht, da kam er dann hereingeschneit, setzte sich zu uns und begann mit ihr zu streiten. Wenn ich ihr recht gab, schimpfte er mit ihr, dass sie sich jetzt stark vorkomme, weil sie einen Verbündeten habe. Die beiden stritten wie Feinde, sie hatten so viele Aggressionen dem anderen gegenüber, dass sie oft überhaupt nicht sinnvoll miteinander kommunizieren konnten. Alejandro und ich können über alles reden und auf jede Art. 
An diesem Morgen tauchte Levent wieder einmal auf. Er wollte nicht sagen, wo er gewesen war, wollte eigentlich überhaupt nicht viel sagen. Der Grund seines Besuches war, mir meine Sorgen über sein Verschwinden zu nehmen, es sei alles in Ordnung, er lebe einfach. Schön für ihn, dachte ich, ich bin ja kein Moralist, es erfreut mich, wenn es meinen Freunden gutgeht. Außerdem sang er ein Loblied auf seine tolle Stefanie. Ich bat ihn, damit aufzuhören, fragte ihn, was er von ihr wisse, wo sie herkomme, wer ihre Eltern sind, was die ma-chen, wie sie in unser Kaff gelandet ist, was ihr „Stiefvater“ von Beruf ist, wie sie zu Tobi steht.... Er wusste keine Antworten und es interessierte ihn auch nicht. Das war ihm alles egal. 

Montag, 25. März 2013

Diary Slam: Das BUCH



Diary Slam - jetzt endlich als Buch!

Nicola, 14 Jahre:
17.09.1991: Zurzeit bin ich mit Ole zusammen und glücklich!!!
30.09.1991: Ich bin immer noch mit ihm zusammen und glücklich!!
12.10.1991: Ich bin zwar immer noch mit Ole zusammen, aber nicht mehr so glücklich ...
09.12.1991: Ich bin NICHT mehr mit Ole zusammen...

Wer erinnert sich nicht mit Schrecken, Scham, aber auch mit Wehmut an die aufreibenden Jahre der Jugend? Als das Tagebuch noch der einzige Vertraute war?
Die herrlichsten, authentischsten und peinlichsten Geschichten kommen hier endlich ans Tageslicht!

http://www.fischerverlage.de/buch/ich_glaube_ich_bin_jetzt_mit_nils_zusammen/9783651000612

Und das Beste: Mit einem Beitrag von mir :-)




Samstag, 23. März 2013

indiebookday 2013

Jeder Tag, der Bücher und das Lesen feiert, ist ein ganz besonderer Tag. Der indiebookday ist ein ganz besonderer Tag. Was das genau ist? http://www.indiebookday.de/ Zum Hintergrund: Es gibt viele kleine tolle Verlage, die mit viel Herzblut und Leidenschaft schöne Bücher machen. Aber nicht immer finden die Bücher ihren Weg zu den Lesern. Der Indiebookday kann da für ein bisschen Aufmerksamkeit sorgen. Der mairisch Verlag hat diese wunderbare Aktion gestartet. Danke dafür! :-)



Ich bin in meine Stamm-Buchhandlung, in die Büchergilde, gegangen, so wie ich das regelmäßig tue. Heute hatte ich aber etwas Tolles vor. Heute habe ich ein Buch von einem unabhängigen, jungen Verlag aus Frankfurt gekauft. Von Michason & May - ein Verlag, der kreativ und anders ist, ein Verlag, der ganz coole Bücher macht. Entschieden habe ich mich für "Reinverlegt" von Betty Kolodzy: http://www.amazon.de/Reinverlegt-Betty-Kolodzy/dp/3862860140
buecher oder natürlich auf Facebook: https://www.facebook.com/michasonundmay. Schaut euch gerne um. Die Indie-Verlage machen schöne Sachen. Es lohnt sich. :-)
Mehr zum Verlag gibt es hier: http://www.michasonundmay.de/

Donnerstag, 21. März 2013

Leipziger Buchmesse 2013 - die zweite!


Nun, viel geschlafen haben wir nicht, Carolin Wasauchimmer und ich... Wir waren ja feiern (siehe: die erste!). :-) Und dann mal wieder in diese volle Tram (wobei wir sehr schlau waren und einfach vor dem Hauptbahnhof eingestiegen sind, damit hatten wir einen Sitzplatz - aber zu voll war es trotzdem). Die wahre Hölle kam aber am Eingang. Wir mussten um 10 Uhr pünktlich da sein... Ich wollte zur Autorenrunde kommen - da war ich so seeeeehr gespannt drauf. ich möchte aber auch gar nicht so viel selbst dazu erzählen. Ich meine, warum seinen Senf dazu geben, wenn andere schon so viel Kluges dazu gesagt haben, siehe hier: http://leanderwattig.de/index.php/2013/03/18/in-eigener-sache-das-war-die-1-leipziger-autorenrunde/



Nach einem wunderbaren Mittagessen mit coolen Kollegen (Christian Wußmann, der das Projekt "Authorbook", eine Plattform für Autoren und Dienstleister, vorantreibt; und mit Steffen Lars Popp, Autor - http://www.popp-art.com/ueber-steffen-lars/) versuchte ich dann zu meiner eigenen Lesung um 13.00 Uhr zu gelangen. Was gar nicht leicht war, vom CCL (Congresscentrum) in Halle 4 zum Literaturcafe zu kommen, zumal ich am Größenwahn Verlag Stand vorbei musste... Ich schaffte es gerade noch rechtzeitig. Und war seeeehr erstaunt, dass da mindestens 70 Leute bei meiner Lesung waren. Das war wundervoll. Und alle waren ganz gebannt und hörten belustigt zu. Sehr schön! :-)


Mit Hilke-Gesa Bußmann, Weltentaucherin
Es ging Schlag auf Schlag im Anschluss, Termine, kurze Gespräche, Empfänge. Ich durfte endlich meine Lieblingslektorin ever: Susi (Susanne Schmitz) in Live und in Farbe kennen lernen, nachdem wir vorher immer nur virtuell kommuniziert hatten. Und das war wirklich saucool! :-) Wir hatten uns mit meinem geschätzten Kollegen Peter Schmid-Meil getroffen, um uns wegen meiner Veröffentlichungen bei Tubuk Digital (siehe rechts in der Leiste) zu besprechen. Danach trafen wir uns wieder auf der Happy Hour bei der Autoren-Runde. Dort trank ich auch ein Weinchen mit der Weltentaucherin (siehe rechts in der Leiste), Kollegin und Freundin Hilke-Gesa Bußmann. :-)


Mit Susanne Schmitz, Grin Verlag (Tubuk digital)
Weil es keinen Alkohol mehr gab im CCL, musste ich mit ein paar geschätzten Kolleginnen weiterziehen, Tanja Steinlechner und Eva Bali begleiteten mich zum Campus Verlag, dort gab es einen kleinen, aber besonders feinen Sektempfang: Danke, Silvio Mohr-Schaaff! :-) Die Ösis vom Residenz Verlag und noch einige mehr halfen uns beim Konsum. Super war´s (eeeeehhhh!). 



Wir waren wohl um 20 Uhr abends so ziemlich die letzten, die aus den geweihten Buchmesse-Hallen heraus kamen. Doch die Reise und die Party war nicht zu Ende. Ich fuhr noch nach Berlin, zu Besten aller Besten, Sarita, und gemeinsam mit A. sind wir noch zu einer griechischen Schwulen-Party gegangen, die seeeeeehr strange war... Wer mehr erfahren möchte: Persönliche Nachrichten ;-)


Mittwoch, 20. März 2013

Griechischer Abend in der Interkulturellen Bühne / 20.3.13 ab 20 Uhr

Es wird ein griechischer Abend. Halt! Ein griechisch-türkisch-deutscher Abend - das muss gesagt werden. Mit griechischer Musik (Asideroti), mit türkischen Tapas (manche sagen: griechische Tapas oder Meze - ups, der Begriff kommt ja auch aus der Türkei) und mit einem Autoren (mir!), der darüber reden und lesen wird. Es wird lustig (hoffe ich), laut (erwarte ich), gemütlich (weiß ich) - und genüsslich (Essen, Trinken - türkischer Rotwein? ja! wunderbare Musik: ja!). https://www.facebook.com/events/118191938355610/

Dienstag, 19. März 2013

Leipziger Buchmesse 2013 - die erste!


Ich war schon vorher sauer. Sonst war immer so schönes Wetter bei der LBM und diesmal? Tiefster Winter. Dann auch noch um 5 Uhr aufstehen, um einen frühen Zug zu bekommen. Eine Scheiß Zugverbindung. Ich liebe es in der Bahn zu lesen. Nur: ich war zu müde dazu. Und wieso? Um in den sozialen Brennpunkt zu fahren, permanent Gegenwehr zu bekommen ("Iiiieeeh es geht um Schwule? Ekelhaft?" Ich: Warum? "Ja, das ist doch ranzig, wenn zwei Männer sich in den Arsch ficken!"), homophobe Jugendliche, leicht rassistisch. Eine ewig lange Stunde, die kaum verging. Und dann gab es da diesen Jungen, der zuerst so schien, als würde er nur die Lesung torpedieren wollen, der es aber amüsant fand, dass er von der Schule aus bei so einer Veranstaltung dabei sein sollte. Er rettete mit seinen Beiträgen diese Lesung, er plädierte für eine Verfilmung von Plattenbaugefühle - und so langsam rissen wir auch die anderen ein bisschen mit. Zumindest die, die nicht vor Scham sterben wollten... Der Veranstalter war sehr glücklich, sagte, dass er es noch nie erlebt habe, dass ein Autor gerade bei so einem wichtigen Thema Jugendlichen so aktiviert habe. Die Sozialarbeiter versprachen eine Nachbereitung. Und ja, ich unterhielt mich noch eine Stunde mit dem Veranstalter und dem einen Sozialarbeiter - und es war sehr spannend. 


Ich war also schon recht spät dran an diesem Messe-Donnerstag. Suchte erst einmal den Stand des Größenwahn Verlags auf - und fragte mich, wieso ich plötzlich Country-Musik höre. Die Antwort war leicht zu finden: Der Traumfänger Verlag hatte seinen Stand ein bisschen weiter... Spannende Nachbarn ;-)


Danach schaute ich mir die Messe-Buchhandlung mal an - sehr spannend, dass Fifty Shades of irgendwas ein paar Reihen über meinen Plattenbaugefühlen stand. Gute Gesellschaft??? Vor allem da mir zwei Tage später ein geschätzter Kollege sagte: "Fantasy und Erotik gehen gut!" - Ich: Fantasy kann ich nicht so gut. "Ja, dann bleib´ bei dem, was du kannst!" ;-) Erotik?


Und dann durfte ich endlich die größte Bookfair Love ever treffen, die, mit der ich schon seit Jahren den größten und meisten Spaß auf Buchmessen, sowohl Frankfurt als auch Leipzig, habe: Carolin Wasauchimmer. :-) Wir haben dann einen schööööööön ausgedehnten ersten Messe-Rundgang gemacht. Wir waren vor allem bei den unabhängigen Verlagen. :-)


Dann fuhr ich mit den Größenwahn Verlag Homies Andreas Deffner, Todor Todorov und Edit Engelmann nach Halle. Wir durften im wunderschönen Turm bei der Halle liest mit-Lesenacht vom "Magazin" lesen. Ein bisschen schade war, dass zwei Veranstaltungen gleichzeitig stattfanden und wir unten, in kleineren Raum, lesen sollten, aber mei, manchmal ist das so. Der Veranstaltungsort war trotzdem super, das Bier schmeckte gut. Und außerdem war die Pasta vorher im Kaffeeschuppen auch sehr lecker. Ein schöner Abend! 
Danach durfte ich endlich wieder mein "Brüderchen" Felix treffen, der mich vom Turm abholte, ich hatte ihn gefühlte Ewigkeiten nicht gesehen...


Ich durfte also in Halle übernachten, was sehr schön war, wir hatten uns viel zu erzählen - und setzten das bei einem ausgiebigen Frühstück fort. So kam ich wieder erst mittags zur Messe nach Leipzig. Und ließ es da sehr gemütlich angehen. Und da bekam ich zugleich die geballte Cosplayer und Co. Ladung ab. ;-) Hier mit Darth Bookfair Vader.


Nach dem ich bei der wunderbaren Franka am Stand vom Ventil Verlag (und Orange Press) chillte, wurde ich auf den Stand der Edition Pächterhaus aufmerksam. Sie hatten eine Matratze in ihrem Stand liegen. Und ich setzte mich hin und stand ganz lange nicht mehr auf. Ich traf da aber auch auf so feine Menschen, auf den Felix-Emeric Tota und die Anna, und auch auf den Dichten Fürsten, für den ich extra aufstand, um ein Foto mit ihm zu schießen. Er drückte mir dafür seinen kleinen Gedichtband in die Hand. :-) Mehr von ihm erfährt man hier: http://derdichtefuerst.de/ 


Und dann begann die Party mit Carolin Wasauchimmer, etwas Alkohol, vielen verrückten Menschen und Bekanntschaften... Hier im Millionaires Club, mit Ausstellung von Comic-Zeichnern (von der HBG organisiert), mit Heavy Metal Musik, einem wunderschönen Mann, polnischen Verehrerinnen, etwas Alkohol, viel Aufgeschlossenheit und Flair...
Dann ging es in den Platzhirschen. Auch eine spannende Sache. Und zuletzt, dann für die ganze Nacht zur Party der jungen Verlage. Und es war eine super Party mit super Leuten. Mit neuen Freunden fürs Leben. Mit spannenden Menschen und Gesprächen. Und mit Leipzigern, die südeuropäischer waren als jeder Südeuropäer (das zum Thema Klischees): Manchmal reicht es, Menschen in einer vollen Tram anzulächeln, um später auf einer Party von ihnen als neue beste Freunde begrüßt zu werden... :-)

Mittwoch, 13. März 2013

Der etwas andere Rundgang von Kultours

Christian Setzepfandt
Erneuter Wintereinbruch in Frankfurt. Es ist saukalt und dämmert. Montag Abend. Einer, den man am liebsten auf der Couch oder im Bett dick eingemummelt verbringen würde. Wir treffen uns am Kino El Dorado, neben dem ehemaligen Luckys. Ich bin als Erster da und frage mich, wer wohl noch so verrückt ist bei dem Wetter zu diesem schwullesbischen Stadtrundgang mitzugehen... Letztendlich sind wir knapp fünfzehn Personen, alle in Stiefeln, Schals und dicken Mützen, alle Ü35, ob Zufall oder nicht. Vielleicht interessieren sich die Jungen nicht für die Geschichte der Homosexuellen in Frankfurt? Eine Vermutung. Ich wohnte lange Zeit schon in Frankfurt, als ich erfuhr, dass am Klaus-Mann-Platz ein Mahnmal steht, dass an die Verfolgung und Ermordung Homosexueller im Dritten Reich erinnern soll: Der Frankfurter Engel. Viele laufen an diesem Engel vorbei, ohne darüber nachzudenken, wie es dazu kommt, dass sich die Statue da befindet und was ihre Bedeutung ist. Rosemarie Trockel ist die Künstlerin und seit 1994 steht das Denkmal an dieser Stelle. Andreas Maul, Andreas Meyer-Hanno, Herbert Gschwind, Dieter Schiefelbein, Ulrich Gooß und Hans-Peter Hoogen sind diejenigen, die initiativ wurden und dafür kämpften. Wir liefen weiter zur Sankt Peter Jugend-Kirche in der Nähe des ehemaligen Pulse. Ja, das auch ein immer wiederkehrendes Thema an diesem Abend: Es gibt immer weniger Veranstaltungsorte für Homosexuelle in Frankfurt, es schließen immer mehr davon. Um einem anderen Punkt in der Führung vorzugreifen. Christian Setzepfandt, der Reiseführer von Kultours, der diesen Stadtrundgang mit uns begeht, erklärt später, dass in den 50er Jahren die schwulen Etablissements nach gesellschaftlicher Schicht besucht wurden, während man seine Location heutzutage eher nach Art des Lifestyles bzw. der sexuellen Spielart, die man bevorzugt, wählt. Also, ob man lieber in eine Kneipe geht, in der Bären zu finden sind, mit Darkrooms oder ähnlichen "Spielwiesen", ob man lieber mit schwulen Hipstern oder gut durchtrainierten, gepflegten Männern verkehrt, oder ob man sich nach thematischen Interessen im Switchboard z.B. zu Stammtischen trifft. 
Aber zurück zum Hof der Sankt Peter Kirche: Dort war einst der Friedhof Frankfurts, die Bethmanns und andere wichtige Frankfurter/innen aus der Historie liegen da noch immer. Aber für die Führung wichtiger ist das AIDS-Memorial, das an die AIDS-Toten erinnert, und das von Tom Fecht gestaltet wurde. Es nutzt einen Winkel in der Stützmauer der Peterskirche. Dort wurden die Worte "Verletzte Liebe" eingemeißelt und ein Nagel für jeden in Frankfurt an Aids Gestorbenen in die Mauer geschlagen. Dies geschieht im Andenken an die Aids-Toten eines jeden Jahres jeweils am Welt-AIDS-Tag (1. Dezember) erneut für jeden im abgelaufenen Jahr Verstorbenen. Das hatte ich ganz ehrlich nicht gewusst. Namen sind da nicht eingemeißelt oder sonst irgendwie angebracht. Das offizielle Grab der AIDS-Toten aus Frankfurt ist am Hauptfriedhof, da gibt es einen speziellen Ort für sie. 


Postkarte von Christian Setzepfandt, Kultours
Natürlich möchte ich nicht alles nacherzählen, was Christian Setzepfandt uns berichtet hat. Übrigens weiß dieser Reiseführer sehr viel, ist bei Wind und Wetter charmant und aufmerksam, erzählt seine Geschichten mit viel Verve. Überrascht hat mich, dass von Rosemarie Nitribitt die Rede war. Die so ein großes Thema in Frankfurt ist: mehrere Verfilmungen, einige Bücher (ich glaube sechs), in einigen Stadtführungen wird ihr Leben und vor allem ihr Mord thematisiert. Ihr angeblicher Mörder ein schwuler Mann, der der Gehilfe dieser Edel-Prostituierten war (Schlabbe-Mann oder so). Aber warum wird sie in dieser Führung erwähnt? Was ich nicht wusste: Wenn sie zum Spaß intim wurde und nicht wegen des Geldes, dann am liebsten mit Frauen. Noch interessanter war für mich die Geschichte von einem achtzehnjährigen Stricher, der in den Fünfziger Jahren für sehr viel Aufruhr in Frankfurt sorgte. Doch diese Geschichte deute ich nicht einmal an, denn: es muss ja noch einen Anreiz geben, diesen Stadtrundgang mitzumachen. 
Es lohnt sich wirklich. Und wenn es nicht so kalt gewesen wäre, der Schnee uns etwas mehr verschont hätte, hätten wir auch noch mehr Geschichten erzählt bekommen. Nur noch eines, das Thema Orte für Schwule war ja gelegentlich das Thema. Frage: Wieso gab es in den Zwanzigern (neben Cafe Karin und dem Restaurant Salzkammer heute) mehr Kneipen und Cafes für Schwule als heute? 
Der schwullesbische Rundgang durch Frankfurt: Empfehlenswert, sehr spannend - und am besten bei schönem Wetter daran teilnehmen. :-)

Dienstag, 12. März 2013

Fortsetzungsroman: Moody Blue 28

http://schmerzwach.blogspot.de/2013/03/
fortsetzungsroman-moody-blue-27.html
Ich liebe dich, begrüßte ich ihn euphorisch, küsste ihn. Er wollte von mir wissen, warum Tobi und ich nicht ins Krankenhaus gekommen waren. Irritiert stand ich ihm gegenüber, lief dann an ihm vorbei, hinauf in mein Zimmer, dort legte ich mich ins Bett, er folgte mir, ich fragte, wer denn im Krankenhaus liege und er antwortete mir, dass Christian am Nachmittag übel zusammengeschlagen worden war, ob mir Tobi nichts davon erzählt habe. Weiß er das? fragte ich. Natürlich, sagte er, Christian hat ihn als ersten angerufen, später, als du gerade gegangen warst, uns. Es hat ihn sehr enttäuscht, dass ihr nicht gekommen seid, ihr hattet wohl etwas Besseres zu tun. 
Bist du mir böse, Alejandro? Ich wusste das nicht. 
Christian ist Tobi verfallen und den interessiert es gar nicht, der vögelt lieber mit meinem Freund. Bist du mir böse? fragte ich ihn noch einmal. Ich gehe fremd und dann gibt es solche Verwicklungen, dachte ich mir. War es schön? fragte er mich spöttisch. Engelchen, das mit Christian hat er mir nicht erzählt, ehrlich gesagt haben wir überhaupt nicht viel geredet, ich gebe es zu, wir hatten miteinander Sex, aber es war nicht ganz so, wie du es dir denkst, wirklich. 
Aha, machte er. 
Ich lag auf dem Bett, begann ich, schaute auf die blaue Wand, schwebte durch Tunnel und als ich wieder zurück war, wusste ich, dass wir es getrieben hatten, danach duschten wir und er blies mir einen, das war das einzige, was ich an Sex bewusst mitgekriegt habe, ehrlich! Interessante Geschichte, meinte er. Es war wunderschön, sagte ich, es war anders, es war..., mir fehlte das Wort, mir fehlte die Sprache. Alejandro, schrie ich, warum kommt mir das jetzt erst merkwürdig vor? Ich meine, wie hat er es gemacht? Wie konnte ich in einem Tunnel schweben und gleichzeitig Sex haben? 
Ich geh zu ihm, sagte er. Was? Warum? Was willst du da? Willst du ihn verprügeln? fragte ich verwirrt. Ich möchte dir das mit dem Schweben glauben, sagte er ruhig. Willst du es ausprobieren? fragte ich ungläubig. Ja, sagte er einfach. Was ist, wenn er es nicht mit dir treiben möchte? fragte ich. Dann komme ich wieder, sagte er. Du gehst also, um mich zu betrügen, meinte ich. Auf die gleiche Weise betrügen wie du mich vorhin, sagte er, und ich: naja, es war ja kein Betrug, ich habe es dir ja gesagt, und es wird auch bei dir keiner sein, aber ich habe ein bisschen Angst. Wieso? fragte er, bei dir selbst hattest du ja auch keine. Ja, aber du bist mein süßester Freund und ich sorge mich um dich. 
Aha, machte er, sag mir, wo er wohnt; wenn ich wieder zurück bin, reden wir weiter. Ich erklärte ihm den Weg und fragte noch nach Christian: Wie ist es passiert? Ist er schwer verletzt? Er hat mit einem Araber geschlafen und dessen Bruder entdeckte die beiden, rief seine Freunde dazu und sie verprügelten ihn, er sieht nicht gut aus, sie wollten ihn wohl hässlich schlagen, damit er niemanden mehr abkriegt. Arschlöcher, schimpfte ich. Alejandro küsste mich und ging. Ich lag nun da, konsterniert, ich meine, das war doch eigenartig, dass mein Freund aus dem Haus ging, um mit dem Jungen zu schlafen, mit dem ich es vor wenigen Stunden getrieben hatte. Es war absurd. Nicht, dass ich eifersüchtig gewesen wäre, nein, das lag mir fern, schließlich hatte ich es selber getan und ich konnte nicht dran glauben, dass mein Süßester bei Tobi bliebe, nur weil der superguten Sex machte. Nein, nein, dafür hatte Alejandro zuviel Angst vor dem Blick. Ich fand es moralisch gesehen nicht schlimm, ich meine, Sex ist Sex, Sex ist Spaß und nur das Sahnehäubchen einer glücklichen Beziehung - wenn man das Sahnehäubchen mit einem anderen genießt, ist das doch kein Hochverrat, oder? 
Bei Sahnehäubchen oder allgemein bei Desserts ist es so: ich besitze eines, sagen wir einen wohlschmeckenden Pudding, Alejandro mag den sehr gerne, aber Tobi kommt ihm zuvor, besucht mich und wir vertilgen den Pudding gemeinsam, dann ist er weg und Alejandro hat nichts davon. Beim sexuellen Pudding (oder Sahnehäubchen) ist es etwas anderes: Ich genieße den Pudding zunächst mit Tobi und kann ihn dann noch einem mit Alejandro genießen. So ist es doch, oder? Alejandro wurde nichts weggenommen und mir jetzt genausowenig. Sollte mein Schatz diesen Spaß haben, hatte ich es nicht vorhin so überlegt? Nur war es seltsam, hier zu sitzen und zu wissen, dass mein Freund gerade Sex mit jemand anderem hat. 
Die Freude über diesen Genuss ließ bei mir merklich nach, mittlerweile überlegte ich, wie Tobi das angestellt hatte. Ich hatte nichts getrunken oder gekifft, er konnte mir nichts unbemerkt einflößen und trotzdem hatte ich eine solch verrückte Wahrnehmung. 
Mit diesem Jungen stimmte etwas nicht, doch was war es? Mir fiel nur eine Möglichkeit ein und die war nicht besonders realistisch, ich dachte an den Film mit Keanu Reeves und Al Pacino: „Im Namen des Teufels“, doch auch das war nur ein Traum gewesen, haha. Dieser Schluss zerstört den ganzen Film. „Das alles war nur ein Traum“ ist ein Schlusssatz aus einem Aufsatz eines Grundschülers und nicht ernstzunehmen bei Erwachsenen. In Wirklichkeit gibt es keinen Teufel und Söhne vom Teufel. Also konnte Tobi kein Teufel sein. Aber wie hatte er es gemacht? Und wo waren Levent und Steff? 
Während ich nachdachte, nickte ich ein und wurde erst wieder von Alejandro geweckt, als er zurückkehrte und sich zu mir ins Bett legte. Wie war es? fragte ich und erst in diesem Moment kam mir der Gedanke, dass es ja fast unmöglich sei, dass er dabei die gleichen Gefühle wie ich gehabt haben könnte. Als hätte er das gehört, widerlegte er mich. Ich habe wohl das gleiche gespürt wie du, ich wurde von der Tapete eingesogen und schwebte durch einen Tunnel, etwas drückte mich in dunkelblaues Wasser. Es war wunderschön und ich habe es nicht einmal bewusst gemerkt, so wie du, unglaublich...

Sonntag, 10. März 2013

Elf Fragen von schmerzwach an Laurent Bach


Laurent Bach ist das Pseudonym der Autorin Brunhilde Witthaut, Jahrgang 1962. Begonnen hat die Westfalin mit dem Schreiben von historischen Romanen, die von ihrer Literatur-Agentur vermittelt werden. Ihr Ausflug ins Krimi-Genre schaffte sie mit dem Buch „Mord auf Französisch“, das im Sommer 2012 im Bruno Gmünder Verlag erschien. Seitdem hat sie sich der schwulen Literatur verschrieben. Ein zweiter Band um den Privatdetektiv Claude Bocquillon ist in Arbeit. Daneben veröffentlicht sie unter Laurent Bach einige gay romance-Kurzgeschichten als Selfpublisher. Brunhilde Witthaut ist Mitglied im Montsegur-Autorenforum und führt nebenbei auch Lektorat/Korrektorat durch. www.brunhilde-witthaut.de

1. Wer bist du?
Entgegen allen Anscheins bin ich eine Frau, doch ich verstehe mich gut mit meinem männlichen Pseudonym.
2. Was machst du?
Leben, lieben, schreiben. Nicht unbedingt immer in dieser Reihenfolge.
3. Woher kommst du und wohin möchtest du?
Ich komme aus einem winzigen Dorf in Westfalen und möchte wieder mal nach Paris. Frankreich ist meine schriftstellerische Wiege und vielleicht wird dort irgendwann meine Asche liegen.
4. Warum bist du Schriftstellerin geworden?
Weil ich Papier liebe, in jeder Form. Weißes Papier muss gefüllt werden, es schreit geradezu danach. Zuerst war ich auf der einen Seite, als Leser. Dann hat es mich gepackt und ich habe die Seiten gewechselt, einfach so. Ich bin keine der Autorinnen, die schon als Kind Geschichten aufgeschrieben haben, sondern habe erst mit über vierzig Jahren den Kick erlebt.
5. Welche Ziele hast du?
Auch wenn sich das jetzt dummerweise anhört, als stünde ich mit einem Bein im Grab: ich habe ein Alter erreicht, in dem die Ziele langsam zur Neige gehen. Entweder sind sie erreicht oder es ist keine Zeit mehr da oder die Ziele werden als unnötig und idiotisch wegsortiert. Man wird eben bescheiden. Ich würde gern noch viele Jahre lang Bücher in Verlagen unterbringen und eine treue Leserschaft erwerben. Und natürlich möchte ich den Spaß am Schreiben nicht verlieren. Achtung, Klischee: ja, ich möchte gesund bleiben. Doch es wird mit jedem Lebensjahr anstrengender, hinter meinem Mann aufs Motorrad zu klettern.
6. Wer oder was inspiriert dich?
Die Pyrenaen, die Cevennen, Frankreich allgemein. Romane, die in Deutschland spielen, gehen mir nur schwer von der Hand. Daher bin ich mit meinem Protagonisten Claude Bocquillon auch so glücklich.
7. Wann bist du glücklich?
Eigentlich immer, ich merke es nur nicht immer so genau.
8. Wie sieht dein perfektes Leben aus?    
Zeig mir ein Leben, das perfekt ist. Nun, ich könnte einen Tag mit 30 Stunden gebrauchen. Das Schreiben kommt nämlich momentan zu kurz.
9. Was würdest du tun, wenn du ein Tag lang König von Deutschland wärst?
Den Tag in meiner Bibliothek verbringen, die der von Alexandria gleichkommt. Hm, kann ich auch mehr Tage haben?
10. Wovon hast du als Kind geträumt?
Ich wollte eigentlich Archäologin werden ...
11. Worauf könntest du verzichten und worauf überhaupt nicht? 
Der Sonnenaufgang gehört mir. Der Sternenhimmel gehört mir. Die Rufe der Kraniche in der Nacht gehören mir und das Hecheln des Hundes neben mir. Das Kaminfeuer gehört mir. Bin eben ein Landei. Ach ja, m
ein PC gehört mir. Auf den verzichte ich nicht. Und auf Internet auch nicht, allein wegen der Recherchemöglichkeiten. Verzichten kann ich auf alles, was einem Menschen scheinbar so leicht angeboten wird (außer Internet, wie gesagt). Wir müssen nicht immer alles haben, ganz im Gegenteil. Ich habe keine Spülmaschine, keine Mikrowelle, keinen Trockner, kein Handy. Ich habe nur fünf Paar Schuhe, für das ganze Jahr, wohlgemerkt. Ich bin super zufrieden. Nenn es altmodisch. Ist mir egal.  

Samstag, 9. März 2013

Lesebühne des Glücks: Ein Jahr Autoren-Abende

Bei der Moderation, Bild von Tanja Meurers
Mit viel heißer Schokolade, noch mehr Schokokuchen, spannender Fantasy, vielen starken Frauen und noch mehr guter Laune begingen wir gestern das Jubiläum der Lesebühne des Glücks. Tanja Meurers, Ann-Merit Blum und Juliane Seidel (die ihrerseits ein Lesecafe in Wiesbaden organisiert) lasen für uns. Es war wie immer ein sehr netter und witziger, sehr kurzweiliger Abend im Glücksladen. 
Ich war natürlich ein bisschen geknickt, weil dank der vielen Veranstaltungen (vor allem im Bornheim), die gleichzeitig stattfanden und dem ersten milden Freitag im Jahr nicht so viele Besucherinnen (und noch weniger Besucher ;-)) da waren, das tat der Stimmung und den regen Diskussionen mit den Autorinnen keinen Abbruch. Aber wie gesagt: Schade! Die anderen haben meinen leckeren Schokukuchen verpasst (habe extra gebacken) und den noch leckereren Kuchen von Kristina sowieso. Außerdem wurde ich zu einem Horrorfilm inspiriert, als Tanja von den Berliner Unterwelten erzählte...
Es war ein aufregendes Jahr im Glücksladen mit Lesungen im März, April, Mai und Juni, mit Sommerpause und vor allem Outdoor-Veranstaltungen, mit Veranstaltungen im 

September, Oktober und November, mit der achten Veranstaltung im Januar und der neunten gestern. Wir haben viel gelacht (unter anderem beim Lachyoga im Januar), wir sind um die Welt gereist (Ausgrabungen in Spanien, Afghanistan, Russland und Aserbaidschan - alles im Juni), Sri Lanka - im November, wir waren mehrmals in Griechenland, in Frankreich und Marokko...), wir haben viel philosophiert (mit Marc Rybicki), Aphorismen gehört (Carsten Nagels), vielen Gedichten gelauscht (George Goodman z.B.) und und und... Wir waren total crazy und GLÜCKlich, haben viel erlebt, viel gelernt - und gehen nun noch stärker, kompetenter, erfahrener ins zweite Jahr. Wir haben neue Ideen und neue Schwerpunkte. Wie den Diary Slam. Wir danken euch und freuen uns auf euch! :-) 

Donnerstag, 7. März 2013

StadtteilHistoriker - Aktualisierung

Am 9.Februar hatten wir einen wunderbaren Workshop am Uni-Campus (im Westend). Es war saukalt, der Schnee lag noch, es war ein Samstag, vieeeeeel zu früh am  Morgen nach einer fast wachen, durchzechten Nacht. Trotzdem konnte ich mich wach halten: Weil es so spannend war. Prof. Dr. Werner Plumpe gab eine Einführung ins historische Arbeiten (Geschichte und ihre Quellen) und zählte dabei die fünf wichtigsten Punkte, wie man aus Geschichte Geschichten macht. Ich durfte selten so etwas Spannendes hören. Das hat mich dann doch sehr überrascht, als ich da saß mit der Angst, bestimmt bald einzuschlafen. Der Foto-Termin in der Mittagspause war erneut sehr witzig, das ist ja immer so, wenn mindestens 25 Leute auf ein Bild sollen. Stellt euch hierhin, nein, enger, nein, anders schauen, strahlen, ach, und die Frau da hinten ist zu versteckt, weiter vorne hinstellen bitte, etc. Dr. Michael Maaser leitete dann den Workshop, in dem ich nach dem reichlichen Mittagessen saß, er stellte das Archiv der Uni-Bibliothek vor und stieg noch tiefer in das Thema Recherche-Arbeit. Nach der Kaffee-Pause beendeten wir die Veranstaltung mit einem Abschluss-Plenum. Was mir dieser Tag gebracht hat? Ich weiß nun, wie ich den Anfang des Buches schreibe. Habe nicht nur die Einleitung im Kopf, sondern auch zwei Kapitel und wie ich sie ungefähr aufbaue. Das ergab sich einfach so im Gespräch über unsere Projekte im Workshop. Plötzlich wurde mir alles ganz klar, fiel es mir quasi wie Schuppen - ihr wisst Bescheid. Jetzt bräuchte ich nur noch Zeit, mich endlich hinzusetzen und am Projekt zu arbeiten!



Das monatliche informative Treffen Ende Februar konnte ich leider nicht besuchen, da wurde noch einiges von unserem Workshop vertieft. Dafür war ich gestern im gruseligen TURM im Bockenheimer Campus zu Besuch, weil ich über das Projekt interviewt wurde: StadtteilHistoriker 2012 - 2014 wird wie in den Vorjahren auch evaluiert. Aber noch einmal zum gruseligen Turm, der echt spooky ist, die meisten Büros sind geräumt, überall Baustellen, Umzugskartons, Arbeitsatmosphäre ist etwas anderes. Und diese Aufzüge, die man sich fast nicht traut zu benutzen. 



Für mich war es wieder interessant, dass mein Projekt Rote Zelle Schwul als so spannend eingeschätzt wird, dass ich gerne für solche Interviews ausgewählt werde. Auch die Verantwortlichen von der Polytechnischen Stiftung haben mich sehr unterstützt bisher... Ich sollte über meine Beweggründe erzählen, wieso ich bei den StadtteilHistorikern mitmache - wie ich über dieses Thema gestolpert bin. Und das ist schon witzig, alles ein Zufall? Es beginnt alles mit diesem Blog... Wirklich wahr! Wer es genauer wissen möchte, kann gerne nachfragen. :-)

Montag, 4. März 2013

Schokoladiges Jubiläum der Lesebühne des Glücks

Der 8. März ist der Weltfrauentag. Der 8. März bedeutet auch: Jubiläum bei der Lesebühne des Glücks. Der 8. März bedeutet auch: Es wird ganz viel Schokokuchen, heiße Schokolade und Pralinen.

Um Pralinen geht es auch in dem Roman von Ann-Merit Blum: Meleons magische Schokoladen. 1876: In Isabells kleiner Heimatstadt eröffnet ein Schokoladengeschäft mit unwiderstehlichen Kreationen. Genauso unwiderstehlich ist Meleon, der Inhaber. Bald ist Isabell durch diese neue Bekanntschaft buchstäblich verwandelt, denn Meleon ist ein Magier, dessen Pralinen manch unerwartete Wirkung entfalten. Während die Bürger der Stadt vor dem neuen Laden Schlange stehen, bekommt Isabell Besuch von einem geheimnisvollen Fremden. Er warnt sie eindringlich vor Meleons dunkler Magie und vor unbarmherzigen Gegnern, die ihm dicht auf den Fersen sind.
Doch Isabell hört nicht auf den gut gemeinten Rat. Sie möchte nur eins: die Kunst der Pralinenherstellung erlernen, den Schmelz erzielen, den nur Meleons Schokoladen besitzen. Als in den nächtlichen Gassen auf einmal mystische Wesen erscheinen, ist es zu spät: Isabell wird unwiderruflich in den erbitterten Krieg zweier Magier verwickelt. 
Juliane Seidel wird die Kurzgeschichte "Der Farbendieb" (erschienen in der Anthologie "Die Köche II - Speisekammer des Schlemmens") und einen kurzen Auszug aus dem Kinderbuch "Die lebenden Träume" lesen: 
Was wäre, wenn Träume Wirklichkeit würden? 
Kim kann die Wesen, die er sich in seinen Träumen ausdenkt, mithilfe eines magischen Gegenstandes in die Realität holen. Doch je mehr Wesen er beschwört, desto größer wird das Ungleichgewicht zwischen Fantasie und Wirklichkeit. Die Namaren, düstere Schatten, die seine Träume verschlingen, beginnen, Jagd auf Kim zu machen ... Weitere Infos unter: www.assjah.de.

Kommt alle und feiert mit uns ganz süß und ganz gemütlich wie immer. Wir freuen uns auf euch!
https://www.facebook.com/events/126109380904899/

Samstag, 2. März 2013

Fortsetzungsroman: Moody Blue 27

http://schmerzwach.blogspot.de/2013/02/
fortsetzungsroman-moody-blue-26.html
Was hatte mein Süßer einst gesagt, ich bräuchte Tobi nicht intim zu kennen, um sein Geheimnis zu erfahren?! Da hatte er sich getäuscht. Oder seine Intuition wollte mich damals vor meinem neuen Freund warnen. Er ließ mich ziehen, aber nicht ohne noch einmal darauf hinzuweisen, dass ich achtgeben solle. 
Tobias wohnte in einem ganz normalen, unauffälligen Einfamilienhaus, von außen sehr gewöhnlich, blassgelbe Fassade, braune Fensterläden, orangener Sockel. Doch drinnen überraschte die moderne, ungewöhnliche Dekoration, hier war kein Möbelstück zuviel, alles sparsam und geräumig, mit extravaganten schwarz-silbernen Stühlen, absurden schwarzen Ledersessel, seltsam geformten Tischen, wenig Bildern, aber wenn, dann einfarbig auf weißem Grund, meistens Blautöne, die technischen Geräte waren vom Besten und Aufwändigsten, Tobis Eltern schienen viel Geld zu besitzen. Apropos. Wo sind deine Eltern? fragte ich ihn. Meine Mutter ist schon lange tot und mein Vater ist meistens unterwegs, antwortete er. Wohnst du dann alleine hier? fragte ich. Nein, die Steff wohnt hier, sagte er. Ähm, ich dachte, ihr seid nur Freunde und nicht Geschwister? fragte ich. Sie ist nur meine Seelenschwester, mein Vater hat sie aufgenommen, als sie daheim Ärger hatte, erwiderte er. Seltsam, dass mir Levent nicht erzählt hatte, dass die beiden zusammenwohnen. Und wo ist sie jetzt? fragte ich. Ich weiß es nicht, langsam gewöhne ich mich daran, dass sie verschwindet, meinte er. War Levent schon oft hier? fragte ich. Ja, einige Male, wenn sie eben nicht gerade gefl – ähm – unterwegs sind, sagte er. Geflüchtet? insistierte ich. Ich hatte mich versprochen, meinte er, gehen wir in mein Zimmer. Er ging voraus und ich folgte ihm. 
Das Treppenhaus war dunkel und kühl, er bewohnte einen Raum gleich rechts nach der Treppe, darin befand sich nur ein riesengroßes schwarzes Futon-Bett und eine Stereo-Anlage plus CDs und Kassetten. Die Wand war in verschiedenen Blautönen gestrichen, die ein interessantes Muster ergaben, das faszinierendste daran war die Farbintensität. Er bat mich, es mir auf dem Bett bequem zu machen, ich könne mich ruhig nur in Shorts auf die schwarze Seidenbettwäsche setzen oder legen. Während er eine CD einlegte, eigenartigerweise die Backstreet Boys, setzte ich mich nackt bis auf die Shorts auf das Bett. Dann zog auch er sich aus, ich beobachtete ihn dabei, dachte, dass ich einerseits gerne verführt werden, andererseits aber Alejandro treu bleiben wollte. Er nahm neben mir Platz, splitterfasernackt. Er meinte, er möge das Gefühl, am ganzen Körper in Berührung mit Seide zu kommen, dieser Stoff sei so weich und zart, er liebe das. Sein Penis war erigiert und mir war es peinlich, dass ich dahingeschaut hatte. Dieser Junge erschien mir attraktiv, aber warum nur? Was hatte er? Was gefiel mir an ihm? Er sagte, dass er mich begehre. Und Christian? wandte ich ein. Den auch, meinte er, als wäre so etwas das Selbstverständlichste auf der Welt. Warum nicht zwei oder drei oder vier oder noch mehr Liebhaber besitzen? Ist ja einerlei. 
Eine Beziehung haben, ist eine Sache, begann er, Sex mit geilen Jungs zu haben, ist eine andere, ich meine, sieh dich und Alejandro an, ihr verbringt sehr viel Zeit miteinander, teilt fast alles, langweilt euch nie, seid glücklich. Das ist wirklich schön, ich gönne es euch und möchte, dass das lange noch so bleibt, aber was hätte das mit Sex mit mir zu tun? Nichts. Du führst eine tolle Beziehung mit ihm und hast eine kurze Zeitlang Spaß mit mir. Was ist daran böse oder verlogen oder untreu? Du kannst es ihm ja hinterher sagen. Ich schaute auf die Wand, das Muster verwirrte mich, das knallige Blau sog mich in sich hinein, mir schwindelte es, Sex Sex Sex Sex, pochte es in meinem Kopf und verschiedene Sätze mischten sich dazu, du hast eine kurze Zeitlang Spaß mit mir, was ist daran böse, du kannst es ihm ja hinterher sagen, ist das untreu, du führst eine tolle Beziehung mit ihm, du kannst Spaß mit mir haben. Das Blau verschluckte mich, ich befand mich in einem blauen Tunnel, schwebte durch diesen, ich fühlte mich gut, etwas kam auf mich zu, drückte mich ins blaue Wasser, der nachtblaue Himmel über mir, was war das für ein wunderschönes leuchtendes Blau. Sterne glitzerten und funkelten und mich durchdrang ein Schütteln, eine Spannung, eine Entspannung, ein befreiendes Gefühl, wohlig warm, schön, harmonisch. Als ich aus dem Blau herauskam, lag Tobi auf mir, küsste mich, rollte sich auf die Seite, meine Shorts lagen neben mir, ich war voller Sperma. Wir könnten duschen, schlug er vor, und stand auf, er nahm meine Hand, half mir hoch. 
Er hatte ein großes Bad mit einer riesigen Wanne, auch die Duschkabine war geräumig. Ich hatte überhaupt keine Zeit mir darüber klar zu werden, was gerade passiert war oder in diesem Moment passierte, da überfiel er mich mit sanften Küssen am gesamten Körper, saugte an meinem besten Stück, küsste es, nahm es in seinen Mund, blies mir einen. Ich ließ es geschehen, genoss es. Er säuberte mich, trocknete mich nach dem Duschen ab, dann gingen wir wieder in sein Zimmer, legten uns in sein Bett. Ich dachte nach. Nun hatte ich Alejandro betrogen, doch es war alles so schnell, so überraschend, so anders gegangen. Und es war so schön gewesen. Warum sollte ich ein schlechtes Gewissen haben?! Wie sollte ich aber das Alejandro nahebringen? Auch er musste diese Erfahrung machen! Ich nickte kurz ein. 
Als ich aufwachte, lag Tobias immer noch nackt neben mir, wach. Dies sollte mich stören, schließlich wollte ich einiges erfahren, vielleicht ein bisschen bei ihm zuhause herumschnüffeln. Doch in diesem Moment war mir das egal. Ich hatte einen tollen Abend, ja, guten Sex gehabt, ein erfreuliches Erlebnis, und dafür mochte ich ihn. Ich küsste Tobi auf die Wange, bedankte mich bei ihm, dann stand ich auf und zog mich an. Ich muss wieder zurück zu Alejandro, sagte ich, ich finde selbst hinaus. Als ich die Treppe hinunterlief, hörte ich Geräusche. Was war das? schrie ich. Tobias folgte mir, sagte, ach, wir haben eine Katze, die war das; er führte mich hinaus, küsste mich noch einmal auf den Mund, sagte Ciao. 
Ich lief zu mir nach Hause, ein Lied summend: „As long as you love me; i don´t care who you are, where you´re from, what you did, as long as...“ Dabei fühlte ich mich wie betrunken, alles-ist-toll-betrunken, nicht etwa ich-kotz-gleich-betrunken. Daheim angekommen, begrüßte mich mein Schatz an der Tür...