Montag, 29. April 2013

Fortsetzungsroman: Moody Blue 30


http://schmerzwach.blogspot.de/2013/03/
fortsetzungsroman-moody-blue-29.html
Hör zu, Apostoli, sagte er, was sie für eine Geschichte hat, will ich nicht  wissen, ich will sie einfach nur lieben - solange sie mich liebt, ist mir alles andere egal. Und ich Hornochse machte mich lustig über ihn, indem ich ein Lied sang: I don´t care who you are... as long as you love me. Er lachte, ging auf die Verhöhnung nicht ein. Es war ihm egal. Ich sagte, ihre Geschichte gehört doch zu ihr, du kannst sie doch nicht ausklammern, ihre Geschichte macht sie zu dem Menschen, der sie ist, wie kannst du sie lieben, ohne sie zu kennen, kennen zu wollen? Liebst du sie wirklich oder begehrst du sie? Kann man überhaupt von Liebe sprechen nach so kurzer Zeit? Verliebt sein, ja! Aber Liebe?!
Während ich so sprach, rannte er aus dem Zimmer hinaus, die Treppe hinunter, ich schrie ihm hinterher: sie ist gefährlich, pass auf dich auf; ich hörte die Tür zufallen. Scheiße, jetzt hatte ich ihn wieder nicht über die Baggersee-Party befragt! Ich rannte ihm schnell hinterher, stolperte mich auf der Treppe fast zu Tode, rannte wie ein Bekloppter über die Straße, rief ihm hinterher: Bleib doch stehen! Er machte es, schaute mich an, sagte mit ernster Miene: ich liebe sie. Sie ist aber gefährlich, du begibst dich in große Gefahr, sagte ich, ich habe Angst, dass du zerstört wirst. Das war wohl eine falsche Reaktion. Wie feinfühlig von mir! Er rannte – im wahrsten Sinne des Wortes – davon. Ich konnte meinen Mund nicht halten! Ich hasse verliebte Menschen. Er war wirklich nicht mehr der Levent von früher, der die Sicherheit der Beziehung zu seiner Freundin einst höher eingeschätzt hatte als mit einer aufregenden, orientalischen Schönheit zusammenzukommen, weil diese sehr viel komplizierter, unzuverlässiger, unkonventioneller war; er hatte Angst vor dem Risiko gehabt.
Nein, dieser Levent schien benebelt, wie auf Drogen zu sein. So wie früher, als er zu viel gekifft hatte. Wenn man jeden Tag kifft, versinkt man in Stumpfheit, man kriegt nichts auf die Reihe, man verschließt sich in einer eigenen Welt, allerdings in einer Welt, die dir nichts lehrt, die dir nichts bringt, die dich lähmt. Manche behaupten, das Kiffen bringt sie näher zu sich selbst. Das ist Schwachsinn. Es entfernt dich von dir. Genauso wie der Alkohol. Wenn ich übermäßig kiffe oder trinke, kann ich am nächsten Tag gar nicht oder kaum lesen, schreiben oder nachdenken. Ich bin gefangen in den Ereignissen des vergangenen Abends, in diesen sinnlosen Gedankenkreisläufen, ich fühle mich matt und unfähig, etwas zu tun.
Naja, andererseits ist es schön, über die Stränge zu schlagen, doch es gibt Zeiten, in denen man besser rein und bei sich selbst ist. So etwas macht dich noch glücklicher als solche Substanzen. Aber diesen Zustand zu erreichen ist sehr viel mühsamer als diese Mittel zu konsumieren. Und manchmal ist es sogar fast unmöglich...
Levent rannte davon und ich hatte noch immer keine Informationen. Ich ging nach Hause, überlegte, was ich über Tobi herauskriegen könnte und wie. Mir fiel aber nichts ein, in solchen Dingen bin ich völlig unkreativ und unbegabt. Ich meine, wie schaffen die das in den Filmen und Kriminalromanen?
Ich rief bei Levents Schwester an, fragte, ob er nach Hause gekommen sei, nein, sagte sie, und ich erzählte ihr, dass er gerade bei mir gewesen sei und vermutlich zu Stefanie gehe. Dann besuchen wir sie dort, forderte sie mich auf, auf dem Weg könnten wir ja noch ein bisschen über ihn reden. Ich holte sie ab. Ich erzählte von dem Abend, an dem wir Stefanie und Tobias kennengelernt hatten, wie sich Levent in das Mädchen verliebte, wie wir die beiden im Zug nach Hause getroffen hatten, was er bei unseren letzten Treffen gesagt hatte und natürlich erzählte ich ihr auch das, was mir Christine gebeichtet hatte. Dann kamen wir an dem Haus an, klingelten. Einmal, zweimal, dreimal, viermal. Nichts regte sich, keiner öffnete uns. Obwohl wir leise Geräusche hörten. Vielleicht rächte sich Tobi für unsere Unverschämtheit vor einigen Tagen - oder wollte Levent uns nicht hineinlassen? Sie waren auf jeden Fall da. Wir klingelten weitere drei Mal. Nichts. Levents Schwester hatte Papier und Stift dabei, schrieb auf das Blatt: Melde dich mal zuhause, wir machen uns Sorgen, Ipek; schob ihn unter der Tür durch. Wir gingen in die Stadt, tranken im „Esperanza“ Kaffee, unterhielten uns über meine Theorien über Tobias und Stefanie, Ipek wurde immer unruhiger, meinte, dass das in ihr Bild passe, ihr Bruder habe sich in den letzten Tagen sichtlich verändert, versprühe eine kalte, verstörende Stimmung, ihre Mutter glaubte gar, er habe den bösen Blick bekommen. Die Familie von Levent versuchte ihn von dem Bann zu erlösen, doch sie konnten nichts tun, wenn er nicht nach Hause kommt, sie brauchten seine Anwesenheit dazu. Wie macht ihr das? fragte ich. Doch sie wollte nichts davon erzählen. Dann fragte ich sie nach ihrer künstlerischen Karriere. Dieses schwarzhaarige, dunkelbraunäugige, zierliche Mädchen hatte einiges drauf. Spielte Violine, schauspielerte und betätigte sich als Kulissenmalerin. Trotz ihrer Talente blieb sie sehr bescheiden und ruhig. Nach einer Weile hatte sie mir alles Erzählenswerte mitgeteilt und wir beschlossen, es noch einmal bei Tobias zu probieren, doch es war zwecklos.
So machte ich mich auf den Weg zu Christian, ins Krankenhaus. Als ich die Straße zu diesem überqueren wollte, sah ich, wie ein blonder Junge, vielleicht fünf Jahre alt, fast in ein Auto gerannt wäre, der Fahrer reagierte blitzschnell und konnte gerade noch ausweichen, zum Glück gab es gerade keinen Gegenverkehr, es hätte einen Frontalzusammenprall gegeben. Gibt es Schutzengel? Der Fahrer parkte sein Auto und stieg aus, lief zu dem Kind, das verschreckt in den Armen seiner Mutter lag. Er erkundigte sich nach dem Empfinden, die Mutter umarmte ihn überschwänglich, danach ging er wieder an seinen Wagen und fuhr davon...

Sonntag, 28. April 2013

Meine Lieblingsbuchhandlung ... mit Lütfiye Güzel

Lütfiye Güzel, 1972 in Duisburg geboren,
Studienabbrecherin -
und Wiedereinsteigerin und Texterin für
Dies und Das. 
in duisburg
nähe universität
der helmut loeven sitzt da 
an seinem tisch
verdeckt von 
gutriechenden büchern
& sieht einfach nur echt aus
kerouac?
ginsberg?
hier
bitteschön
stories
angelesen
quergelesen
es gibt sie noch
diese orte
diese menschen
diese bücher
echt




Buchhandlung WELTBÜHNE
Buchladen, Buchversand, Antiquariat
Gneisenaustr. 226
47057 Duisburg


Samstag, 27. April 2013

Deprifrei

Deprifrei gibt nicht auf! Hier klettert er nach oben!
Ich bin ein 35 Jahre alter Mann und schreibe seit rund sieben Jahren an meinem Blog www.deprifrei.twoday.net. Zu dieser Zeit gab es kaum Blogs von Betroffenen zu diesem Thema. Nach dem Selbstmord des Fussballers Robert Enke habe ich beobachtet, dass mehr Blogs zu psychischen Erkrankungen aus dem Boden spriessen. Die Menschen werden mittlerweile mutiger. Manche schreiben sogar ihre Klarnamen, damit auch jeder Arbeitgeber sie googeln kann und weiss, was los mit ihnen ist. Soviel Mut habe ich noch nicht entwickelt, aber ich denke, dass es wichtig ist, offener mit der Erkrankung umzugehen. Erst wenn wir ein Problem benennen, gibt es dieses Problem. Manchmal komme ich mir wie ein depressiver Kreuzritter vor, der die Menschheit mit der Kraft des Wortes auf die mangelnde Akzeptanz aufmerksam machen will. Es gibt immer noch zuviele Klischees wie z. B., dass ein Mensch erst depressiv ist, wenn er den ganzen Tag im Bett verwest. Oder auch viele Journalisten vergleichen diese Erkrankung mit Trauer. Aber mit Trauer kann ich arbeiten und sie überwinden. Schwermut dagegen fühlt sich tot an. Bei mir äußert sich diese psychische Erkrankung dadurch, dass ich mich sehr schwer, hoffnungslos, ohne Lebensfreude, selbstwertlos, träge, negativ... fühle. Auch grübele ich öfters immer über die selbe Scheiße z. B. warum ich kaum Freunde habe, die mich verstehen. Ich fühle mich in diesem Zustand isoliert vom Rest der Welt. Ich komme mir vor wie auf einer Insel und ich bin dort Robinson Crusoe. Was mir auch aufgefallen ist, dass Menschen mit Depressionen selten "Gute Besserung" hören. Als ich vor Jahren zur Tagesklinik gehen wollte und eine Fahrkarte brauchte, ging ich zu meiner örtlichen Krankenkasse. Die KKH-Frau war sehr freundlich und wünschte mir "Gute Besserung". Das berührte mich so sehr, da vorher mir niemand dies gewünscht hatte. Bei einer Erkältung oder Beinbruch wird uns "Gute Besserung" gewünscht. Aber psychische Erkrankungen werden immer noch nicht so ernst genommen wie eine Erkältung! Das ist traurig. Dabei sind Depressionen als Erkrankung sicher schwerwiegender als ein Husten!
Ein in der Tagesklinik selbst gemaltes Bild.
Seit meiner Jugend leide ich an einer rezidiven Depression. Mit 18 Jahren begannen meine depressiven Symptome schlimmer zu werden. Ich bekam durch Probleme im Elternhaus einen Tinnitus. Diese nervigen Ohrgeräusche belasteten meine Psyche zusätzlich, was meine depressiven Symptome noch besser gedeihen liess.Mit 22 Jahren, im Jahr 2000, verlor ich aufgrund meiner psychischen Verfassung meine Ausbildungsstelle als Altenpfleger.
Ich war nicht in der Lage mich auf meine Arbeit zu konzentrieren und arbeitete zu langsam. Der Chef sagte zu mir, dass ich der schlechteste Schüler je war, der diese Ausbildungsstelle besuchte. Das war ein Schlag in der Magengrube, was mich noch niedergeschlagener machte.In den Zwischenjahren bis heute habe ich mich mit Psychologen, Psychiatern und Betreuern herumgeschlagen. Kaum einer aus dieser Berufszunft ist wirklich gewillt dem Erkrankten zu helfen. Wir sind nur ihre Milchsäue, die ihren Lebensstil finanzieren. Viele werden auch Fatalisten wie mein Psychiater und haben kaum noch Motivation.
Eine Psychologin sagte zu mir, dass sie nichts an Kassenpatienten verdient. Ich als Schwerstdepressiver durfte in die Röhre schauen. Dank meiner Trägheit war ich nicht in der Lage diese Therapeutin zu wechseln. Ich sah sie alle vier Wochen, dabei hätte ich jede Woche einen Gesprächspartner gebraucht! Die Abwehrkräfte von uns Betroffenen sind sehr verringert, da uns auch das Selbstbewusstsein fehlt neue Wege zu gehen. Daher findet man in diesem Bereich viele selbstgefällige und unempathische Menschen. Die nutzen die psychische Hilflosigkeit ihrer Patienten aus. Mich macht das wütend! Wir brauchen eine größere Lobby! Zum Glück gibt es seit 2009 die Deutsche Depressionsliga www.depressionsliga.de, die sich für Menschen wie mich einsetzen.Mit meinem Blog will ich Betroffene ermutigen ihre Stimme gegen Ausgrenzung zu erheben. Und ich will Nichtbetroffene ein besseres Verständnis unserer Erkankung liefern.Zur Zeit suche ich auch ein Verlag, der mein Lebenswerk als Buch rausbringt. Es können sich gerne Verleger oder Journalisten an mich wenden. Wir müssen uns gegen den Zeitgeist wenden, der nur die leistungsfähigen Menschen als wertvolle Mitglieder der Gesellschaft sieht. Gerade wir Männer stehen unter einem enormen Druck, da von uns immer noch erwartet wird, dass wir die Hauptverdiener sind. Arbeitslose depressive Männer werden von Frauen als Partner eher ausgesiebt als umgekehrt.
Über 2/3 aller Selbstmörder sind Männer. Diese Zahlen sprechen eine deutliche Sprache!

http://facebook.com/deprifrei http://twitter.com/deprifrei
Kontakt: deprifrei @web.de
https://www.facebook.com/pages/Deprifreitwodaynet-Depression-Fanseite/158975517496940?fref=ts

Donnerstag, 25. April 2013

Wohnzimmerabend: Late Night Show



Diesmal erwartet euch bei unserem Wohnzimmerabend eine blaue Late Night Show mit viel Gefühl und vielen Geschichten. Dabei sein werden: IRMA and the bird, Jannis Plastargias, Florian Koch, Athanasios D. und DJ Drew Magic.

Beginnen werden IRMA AND THE BIRD, die Musik zum Wohlfühlen und Mitfühlen, zum Lauschen und sich freuen machen. Akustisch und reduziert suchen sich die Songs einen eigenen Weg durch das Pop- und Jazzgeflecht. Die Musik erzählt Geschichten und knüpft an Erlebtem und Gefühltem an. 
http://blaueshaus-frankfurt.de/index.php/kunstforum/kuenstler/item/irma-and-the-birds

Danach wird es eine Lesung und ein Gespräch mit dem Autor und Blogger Jannis Plastargias geben, der aus seinem Erzählungsband "Meine Mutter Griechenland" zwei oder drei Erzählungen um Heimat und Fremde, Sein und Schein lesen wird. 
http://www.tubuk-digital.de/e-book/208201/meine-mutter-griechenland
http://jannisplastargias.blogspot.de/

Zum Auflockern werden wir ein kurzes Geschichts-Impro-Spiel mit dem Publikum spielen. Seid gespannt - und traut euch mitzumachen...

Florian Koch wird auf unserem Sofa zum Interview gebeten: geboren 1967 in Wuppertal, studierte er Kulturwissenschaften, Rhetorik und Literatur (hier Spezialisierung auf Film) in Tübingen und Paris. Der gelernte Verlagsbuchhändler (Suhrkamp) lebt seit 1996 als Freier Kulturschaffender, Publizist und Verleger in Frankfurt. Unter anderem ist er für den „Langen Tag der Bücher“ im Schauspielhaus verantwortlich. Was er noch so alles treibt, wird Moderator Athanasios D. herausfinden - und mit ihm: IHR.

Anschließend wird DJ Drew, das Superhirn, euch mit Soul, Funk und warmer Housemusik zu stundenlangem Tanzen bewegen.

Eintritt für die Veranstaltung: 4,99 Euro.
Moderator: Athanasios D.

Wir freuen uns über ein volles Haus bei unserer Late Night Show! :-)

Franken wandert... Ein Tag in Würzburg und Umgebung














Mittwoch, 24. April 2013

Welttag des Buches und Tag des deutschen Bieres - Impressionen


Eine herrlich-chaotische Veranstaltung am Welttag des Buches, mit ganz viel Bier, noch mehr Lyrik von Martin Piekar, schöner Musik von Julian Bennecker, lustigen Zwischenrufen vom Vertreter des Cafe Kurzschlusz - und natürlich mit vielen netten Gästen, die zum Beispiel zwischen fünf Sorten Bier die richtigen Sorten erkennen mussten. :-) Hat superviel Spaß gemacht, mehr muss man nicht sagen: Wir saßen bis in die Nacht hinein noch im Feinstaub. Ein Abend voller Poesie, lauer Luft und ganz viel Nordend! Schön war´s! :-)







Dienstag, 23. April 2013

Blogger schenken Lesefreude - am Welttag des Buches

 
https://www.facebook.com/BloggerSchenkenLesefreude/
Wie im vergangenen Jahr auch, mache ich anlässlich des Welttags des Buches bei einer wunderbaren Aktion mit:

Blog den Welttag des Buches - Blogger schenken Lesefreude!

Blog den Welttag des Buches
Blogger schenken Lesefreude

Wir Buch-Blogger sind Botschafter in Sachen Lesefreude und deswegen ist der Welttag des Buches unser Tag! An diesem besonderen Feiertag wollen wir die Welt mit unserer Begeisterung für Bücher anstecken. Wir werden bloggen wie die Wilden und wir werden Bücher verschenken!

Wer kann mitmachen?
Alle buchbegeisterten Blogger – egal ob Buch-Blog, Autoren-Blog, Alltags-Blog, Tech-Blog und egal, auf welcher Plattform gebloggt wird. Auch reine Facebook-Fanpages sind willkommen!

Wie lautet der Plan?
Am 23.4.2013, dem Welttag des Buches, veröffentlichen alle teilnehmenden Blogger einen Beitrag, in dem sie ein Buch verlosen. Natürlich sind wir neugierig, warum ihr euch gerade für dieses Buch entschieden habt! Ist es ein Buch von einem Lieblingsautor, ein unentdecktes Buchjuwel, ein Buch aus Kindertagen oder ein Überraschungstitel? 
Leser, die diese Bücher gewinnen möchten, kommentieren eure Beiträge. Verlost werden die Bücher am 30. April.


Als Autor kann ich natürlich meinen eigenen Roman, meine Erstveröffentlichung verlosen- Voll gut! :-) Ursprünglich hatte ich überlegt, eines meiner Lieblingsbücher zu verschenken, so wie im letzten Jahr, aber dann dachte ich: Hm, du hast ein letztes Exemplar Plattenbaugefühle im Schrank - das ist ein Zeichen! :-) Und sicherlich gibt es noch genügend Menschen, die es noch nicht gekauft und gelesen haben, bevor die Fortsetzung im Herbst erscheint, Titel übrigens "Großstadtgefühle". 
Seitdem Plattenbaugefühle erschienen ist, ist sehr viel passiert, vieles hat sich im Blog, aber vor allem auch in meinem Leben verändert - Bücher sind darin präsenter und geliebter denn je. Ich habe so viel positive Rückmeldung dazu erhalten, so viel Zuspruch! Das ist sehr schön! So, wie sieht es nun aus? Wie kommt ihr an das Buch dran? Alles, was ihr tun müsst: Die Fanseite https://www.facebook.com/Plattenbaugefuehle liken und dort einen kleinen Kommentar schreiben, wieso man gerne das Buch gewinnen möchte! Freue mich sehr über eure Teilnahme! :-)

Und heute Abend gibt es anlässlich des Welttags auch noch eine schöne Veranstaltung:
https://www.facebook.com/events/187837624696847/

Montag, 22. April 2013

Meine Lieblingsbuchhandlung ... mit Guido Rohm

Guido Rohm, Schriftsteller und Künstler
http://de.wikipedia.org/wiki/Guido_Rohm
Jetzt hat man mich gebeten ... Sie haben das ja bestimmt gelesen? Über Amazon und so! Die sind ... Wohlgelitten sind sie nicht mehr, seitdem bekannt wurde, dass sie bei Amazon die Leute schlagen und in Bussen durch ... Kanäle in der Erde transportieren ... Das kam nicht gut an, beim interessierten Erreger, dass Amazon quasi das Vierte Reich auf Erden ist. Die sind nur noch vergleichbar mit ... Sie wissen schon!
Und jetzt soll ich meine Lieblingsbuchhandlung vorstellen, damit man einmal einen positiven Schritt zurück an die Oberfläche der Welt wagt.
Ja! Schön, dass man mich gebeten hat, kann ich da nur sagen. Fein! Lieblingsbuchhandlung also!
Habe ich Ihnen schon erzählt, dass ich mein Haus kaum noch verlasse. Also, ich geh schon raus. Der Mensch braucht das ja: Luft, Atemluft, Benzinluft, Smog, Fabrikgestank. Ohne wird es schnell gefährlich für den Mensch. Drum geht man auch mal raus. Mal ums Haus laufen. Um die Häuserzeile. Um die Stadt. Ehe man sich versieht, war man wieder mal drei Tage unterwegs. Ja! Nein! Jetzt bin ich vom Weg abgekommen. Vom erzählerischen Weg quasi. 
Lieblingsbuchhandlung! Ja! Die liegt in der Innenstadt, weil da alles liegt. Da liegen Kaufhäuser und Parkplätze, da liegt die Polizeistation, der Bahnhof, die Straßen. Und die Buchhandlungen liegen da auch. 
Wenn ich jetzt wieder mal denke: Ja, Rohm, du könntest mal in deine Lieblingsbuchhandlung fahren, dann geht es ab in die Stadt. So eine Lieblingsbuchhandlung ist schon was ... Man spürt gleich die Wärme, die sie ausstrahlt. Das Herz schlägt einem schneller, und wenn man um die Ecke kommt und sie erblickt, da wird man schier verrückt vor Liebe. Die Augen sind aufgerissen. Die Hose ... Lassen wir das! Man stürmt über die Straße hinweg. Hupkonzert. Blechschäden. Aber was kümmert einen das? Man hört es nicht, nimmt es nicht wahr, weil man seiner Lieblingsbuchhandlung in die offenen Arme rennt. Ach ...
Und rein da! Wie ein ungestümer Geliebter. Tür auf und rein mit seinem Ding, äh, Körper! Unmittelbarer ungeschützter Kundenverkehr! 
Der Besitzer schreckt auf, weil er das nicht gewöhnt ist, dass einer in seinen Laden gestürmt kommt. 
"Der Sexshop ist nebenan", murmelt er vielleicht.
Papperlapapp. Sexshop. Unsinn! Das ist mein Sexshop. Überall Bücher. Krimis. Science-Fiction. Und neben den Krimis wieder Krimis: Landhauskrimis, Reihenhauskrimis, Regionalkrimis, Überregionalkrimis, Haushaltswarenkrimis. Für jeden Geschmack liegt da ein Krimi, damit auch jedes Hirn etwas zum Lesen hat.
"Juchhu!", schrei ich da. "Endlich!"
Der Buchhändler, der mich nicht erkennt, zuckt bereits am ganzen Körper.
Ich lass ihm keine Chance und knuddel ihn durch, weil er natürlich mein Lieblingsbuchhändler ist, auch wenn er bis dato nichts von seinem Glück wusste. 
Seltsam ist das! Natürlich! Ich bin doch früher - so vor sieben bis zwölf Jahren - jeden Tag hier gewesen, in meiner Lieblingsbuchhandlung. Und ich komm jetzt wieder öfter. Ich bin doch nicht blöd und bestell weiterhin beim Vierten Reich, denn wenn das der Leser meiner Bücher rausbekommt, dann aber ... Dann gnade mir Gott! Ich hab das doch erlebt, bei Facebook, wie die Leute gewettert haben, die sind quasi mit ihren virtuellen Fackeln über die Hauptstraße gestürmt und haben jeden sinnbildlich geteert und gefedert, der sich zum Vierten Reich bekannt hat. Und ein Nazi ... Nein, nein, damit will ich nichts zu tun haben. Ich bin ein anständiger Mensch mit einer realen Lieblingsbuchhandlung, die ...
Wenn ich die erst wieder aufsuche, die Lieblingsbuchhandlung, wird das auch meine kindliche Liebe zum Buch als Gegenstand wieder entfachen. Da bin ich mir sicher, denn diese Liebe, wie soll ich sagen, die hat schon etwas gelitten. Da werde ich dann wieder jedes Buch in die Hand nehmen und streicheln und an meine Wange halten, und wenn der Lieblingsbuchhändler nicht hinschaut, werde ich es auch mal ... Sie wissen schon, was ich meine!
Nicht, dass ich ... Nein, nein, ich bin kein Perverser, sondern ein Leser, also ... hin und wieder ... Auf der anderen Seite ... Ich weiß ja gar nicht mehr wohin mit all den Büchern. Und all die Veröffentlichungen, die kann ich nicht kaufen, sonst muss ich bald anbauen, und das Geld hab ich einfach nicht. 
Trotzdem ist es gut und richtig, mal wieder seinen Lieblingsbuchhändler zu besuchen, um sich aus der tödlichen Umarmung des Vierten Reichs zu befreien.
So ein realer Buchhändler, der einen knurrig empfängt, und der einen erschlagen will, wenn man keine Lyrik kauft, der ist schon was ... So etwas findet man beim Vierten Reich einfach nicht, da herrscht die kühle Lagernetzstimmung. Fürchterlich.
"Ja, hast du denn das und das", werde ich fragen, und mein Lieblingsbuchhändler wird nachdenken und sagen, nein, aber er könnt es mir online bestellen. 
"Online!", werde ich schreien. "Niemals!"
Und dann werde ich entrüstet den Laden verlassen, weil, mit so einem onlinebestellenden Naziverbrecher will ich nun beim besten Willen nichts zu tun haben. Wenn das rauskommt ... Facebook kennt da keine Gnade. Keine!     

http://schmerzwach.blogspot.de/2013/04/meine-lieblingsbuchhandlung-mit-zoe.html         

Sonntag, 21. April 2013

Mela Eckenfels zu unserem Autorenstammtisch um 16.00 Uhr


Auf Wunsch unserer Zuschauer bieten wir ab heute die Möglichkeit per Twitter Fragen zu stellen. Diese Fragen werden wir im Anschluß an den eigentlichen Stammtisch beantworten. Eure Fragen könnt ihr vor und während des Streams einreichen, indem ihr den Hashtag #austa verwendet. Sie werden auf einer öffentlichenTwitterwall gesammelt, so dass wir hoffentlich keine Frage übersehen.
Ob ihr dabei Fragen zu den Themen des aktuellen Stammtischs stellt, den einzelnen Teilnehmern und ihrer Arbeit oder allgemein zum Schreiben und der Buchbranche, bleibt ganz euch überlassen.[1]
Der Link zum Stream des heutigen Autorenstammtischs wird rechtzeitig über Twitter, Facebook und Google+ verbreitet. Um den Stream-Link beizeiten zu erfahren, folgt am besten mindestens einem der Teilnehmer auf Twitter. Die Aufzeichnung kann nachträglich jederzeit in der Youtube-Playlist zum Autorenstammtisch abgerufen werden.
Für meinen Teil, bin ich sehr gespannt was aus dem Experiment “Fragerunde” wird. :-)

Twitterwall

Archiv der Fragen

Zusätzlich archivieren wir die Fragen dauerhaft in einer Dipity-Zeitleiste:

Footnotes    (↵ returns to text)
  1. Wir behalten uns vor, Fragen nicht zu beantworten oder ihre Beantwortung auf einen folgenden Autorenstammtisch zu verschieben. Sei es weil sie sehr umfangreich sind, eine vernünftige Antwort etwas Recherche benötigt oder grundlegende Regeln der Höflichkeit mißachtet wurden.

Samstag, 20. April 2013

Bier + Buch - die Veranstaltung



Am Welttag des Buches werden euch drei Gestalten mit Migrationshintergrund erzählen, was es so gutes auf Deutsch zu lesen gibt. Dazu gibt es - zum Tag des deutschen Bieres was zu Süffeln und wir werden uns unterhalten und für euch lesen, es sind dabei: Jamal Tuschik, Jannis Plastargias und Julian Bennecker mit Martin Piekar.

Wir lesen aus eigenen Werken und reden über Werke, die uns gefallen. Außerdem wird Jannis Bücher zum Verschenken dabei haben - und einen "Biertest" wird es auch geben. Diskussion und Lesung.

Dienstag, 23.4., ab 19.30 Uhr, Cafe Kurzschlusz, FH-Campus, Kleiststraße 5


Freitag, 19. April 2013

Frankfurt schreibt ... und ich mit! :-)


Was habe ich mir dabei nur gedacht, fragte ich mich schon recht bald. Frankfurt schreibt... ist ein großer Diktat-Wettbewerb. Ich nahm als Vertreter der StadtteilHistoriker 2012 - 2014 daran teil - ist ja genauso ein Projekt der Polytechnischen Gesellschaft.
Fazit ist, dass ich einfach nur froh bin, immer noch ein Lektorat und Korrektorat nach dem Schreiben habe, sonst... Aber ich war ganz gut vorbei. 25 Fehler hört sich nur schlecht an. Aber es war im Rahmen. Und beim Schreiben hätte ich sowieso beim einen oder anderen Wort im Duden nachgeschaut... Aber lustig war es auf jeden Fall.














http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurt-schreibt/frankfurt-schreibt-rechtschreib-champions-aus-frankfurt-und-darmstadt-12152941.html