Freitag, 28. Februar 2014

Style Nouveau - fashion. personality. life. style. consulting ONE

Die Schirn Ausstellungseröffnungen sind immer seeehr interessant, ja, es geht nicht nur um die Kunst, sondern auch um die Menschen, die man dort sieht - und kennen lernt. Und um den Wein ;-)
Wir standen in der Nähe der Getränketheke, die Damen in meiner Runde schauten fasziniert auf die Stiefel einer älteren Dame in unserer Nähe.
"Die sind ja toll!" 
"Das sind ... Sieht man an der roten Sohle!"
"Ja, und die passen hervorragend zum Mantel!"
Die Frau bemerkte, dass die Blicke auf sie gerichtet waren. Ich schämte mich ein bisschen und sagte zu ihr: "Wir bewundern gerade ihr Outfit. Wunderschön!" 
Sie freute sich, lächelte schüchtern und bedankte sich.
Meine Damen lachten. Eine davon hatte ich kurz vorher erst vorgestellt bekommen: die schuhfachkundige Jonela, charmant, stilvoll, witzig.
Wir redeten über das Bloggen und Stilberatung - und kurze Zeit später hatte sie selbst einen Blog. Sie stellt sich nun selbst und ihren Blog vor:



http://blog.style-nouveau.com/de/2013/06/law-and-fashion/


Recht und Mode? Sind das nicht zwei völlig gegensätzliche Felder? Nun, ich bin der lebende Beweis dafür, dass ein und dieselbe Person wohl perfekt beides in sich vereinen kann. Aber lassen Sie mich in meinem ersten Blogbeitrag ein bisschen länger über meinen Lebensweg ausschweifen. Ich verspreche, dies nur dieses eine Mal zu tun. In der Zukunft werde ich Bilder und nur kurze Beiträge sprechen lassen, obwohl man als Jurist ja doch gerne viel und lange schreibt ...

Ich bin in Tirana geboren und aufgewachsen. Tirana ist die Hauptstadt von Albanien und Albanien ein kleines Land in Balkan. Viele wissen, dass mein Land bis 1991 noch kommunistisch und sehr isoliert war, viel mehr ist aber auch nicht bekannt. Ich werde in diesem Blog immer wieder auf meine Heimat zurückkommen, deren schöne Natur, deren Küche und Bräuche und natürlich Style and Fashion damals und heute.

Aber zurück zu mir. Es gab früher einen witzigen Brauch in Albanien. Wenn das Kind seinen ersten Geburtstag feierte, wurden ihm im Kreis der Familie einige Objekte vorgesetzt und man beobachtete, welches dieser Objekte das Kind als Erstes anfassen würde. Dieses Objekt sollte symbolisieren, welchen Beruf das Kind als Erwachsener ausüben würde. Meine Eltern erzählen, ich wählte ein Kleidchen …

Da ich als kleines Mädchen gerne und schön tanzte – was ich übrigens heute immer noch leidenschaftlich tue – überlegte meine Mutter, eine klassische Primaballerina aus mir zu machen. Meine Interessen schienen aber doch so vielfältig, dass meine Eltern lieber beschlossen, mich nicht in die Ballettschule sondern in die allgemeine Schule zu schicken. Mit dem Erlernen der deutschen Sprache hatte ich ja bereits im Alter von fünf Jahren angefangen.

In den Folgejahren wurde ich eine Vorzeigeschülerin, die ich bis zu meiner “summa cum laude” Doktorarbeit in Deutschland blieb. Ich hatte höchste Noten in allen Fächern. Wenn da nicht diese etwas mindere Note im Sportunterricht wäre … Wahrscheinlich bin ich deshalb heute eine echte Sportskanone. Meine Sportlehrerinnen wären bestimmt sehr stolz auf mich :-)

Kurz nachdem Albanien ein pluralistisch demokratisches Land wurde, durfte man sein Studienfach endlich selbst bestimmen. Ich wählte Rechtswissenschaften. Das war damals “sehr trendy”, obwohl man für dieses “Trendysein” ein hartes Auswahlverfahren durchstehen musste.

Über Stipendien landete ich nach Deutschland, machte hier Master of Laws und danach Promotion in der idyllischen Studentenstadt Göttingen. Der Weg danach führte mich nach München, nach Frankfurt und zeitweilig auch nach Berlin. Ich arbeitete in verschiedenen großartigen Kanzleien und musste zwischendurch noch einige Jahre hart studieren und Referendariat machen, um vollständige deutsche Juristin zu werden. Aber Letzteres ist eine komplizierte bürokratische Geschichte, mit der ich meine Leser nicht langweilen möchte.

Das Wichtigste ist, dass ich während dieses erneuten Jurastudiums parallel meiner zweiten Leidenschaft frönen konnte, Fashion und Lifestyle. Ich reiste in die Fashionmetropolen, studierte alle Fashionzeitschriften und Stilbücher, die ich kriegen konnte, entdeckte alte und neue Designer und Beautyprodukte, besuchte coole und innovative Fashionstores, romantische Vintageläden, Kunst- und Fashionausstellungen, war eine Pionierin des Online-Shoppings bei Yoox und Net-a-Porter und, und, und …

Früher in Albanien gab ich gerne kostenlosen Nachhilfeunterricht für alle möglichen Mitschüler, Nachbarn und Cousins, wie es sich für ein sozialistisches Land auch gehörte. In den letzten Jahren in Deutschland gab ich gerne kostenlose Stil- und Beautytipps, “streng geheimes” Insiderwissen in Shoppingthemen, “the places to be” etc., etc.

So kam ich Anfang diesen Jahres zu dem Schluss, ich müsse aus diesem großen Wissen und dieser unglaublichen Leidenschaft etwas machen. Die Idee der Imageberatung war geboren. Frau Dr. Rechtsanwältin wird Stilberaterin und Bloggerin …

Wie war das noch mal mit dem lustigen Brauch in Albanien, als meine Familie meinen ersten Geburtstag feierte? Ich wählte ein Kleidchen und nicht etwa ein Buch :-)

Fortsetzung folgt ... morgen :-)

Mittwoch, 26. Februar 2014

BLACK LIGHT BLACK BIRD NIGHT. QUEERER POP-UP BARABEND #4


Wunderbar! Nie wissen wir vorher, wie es wird. Nie erwarten wir etwas. Und schon gar nicht, dass so viele Leute kommen - und soooo viel Spaß haben! Doch, es ist dann so. Wir sind überrascht. Wir sind beglückt. Und unsere Gäste scheinen auch beglückt zu sein. So sehen sie zumindest aus. 
Wunderbare Dekoration, wunderbare Musik, wunderbare Organisator*innen, wunderbare Besucher*innen, wunderbare Location. Bunkd!













Samstag, 22. Februar 2014

Queere Videos 8: "Young Love" von Eli Lieb

http://www.josepvinaixa.com/blog/wp-content/uploads/2013/07/Eli-Lieb-Young-Love-2013-1200x1200.png
Eli Lieb wurde am 11.September 1984 in New York geboren. Seine Familie ist etwas "unkonventionell", transzendentale Meditation war hier das A und O - also, meditiert er auch seit Kindertagen, lebt gesund undsoweiter, zwischendurch in Iowa wohnend, dann nach New York gezogen. Schon in jungen Jahren musizierte er, ging viel auf Kleinkunstbühnen, später begann er Cover von Liedern auf Youtube zu stellen - und wurde eine kleine Berühmtheit. 2011 veröffentlichte er sein erstes Album, mittlerweile auch das zweite. 

Er lebt offen schwul und auch in seinen Videos hat eine heteronormative Fassade nichts zu suchen. Das sieht man besonders schön in dem Hochglanz-Video "Young Love", in dem so viele junge, schöne, stylishe Party People am Weekend. Ich mag es. Gefunden habe ich es auf Facebook. :-)

Donnerstag, 20. Februar 2014

black light black bird night - queerer barabend #4


                         Tuesday, February 25, 2014, 8:00 pm


                      BLACK LIGHT BLACK BIRD NIGHT
                      QUEERER POP-UP BARABEND #4
                      25.2.  20-24 UHR
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                      KADDA & BROTHER (WASCHSALON RESIS)
                      DJANE TIPPITOPPI 
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                      KAISER P. 
                      PASSAGE, LADEN 48 
                      http://www.kaiser-p.de/

Ach, am schönsten sind die Dinge, wenn sie von selbst laufen. So ein Selbstläufer sind diese queeren Barabende, die immer so angenehm, in einem Schwebezustand wie im Flug vorbei gehen. Und kaum ist die Veranstaltung zu Ende, wird man gefragt: Wann ist der nächste Barabend, wann ist der nächste? Das freut das Team "Mein wunderbarer Waschsalon", motiviert, immer wieder weiterzumachen. Wir wussten, dass es einen Bedarf gibt - und es wird uns Recht gegeben. Und wir sind alle gespannt, wie es weitergeht. :-)

Dienstag, 18. Februar 2014

Die Dichtungsfans stellen sich vor: Julia Mantel

Photo: Thomas Dylan Eaton

Julia Mantel, geboren 1974 in Frankfurt am Main, Studium der Angewandten Kulturwissenschaften in Lüneburg. Gelegenheitsarbeiten als DJ, Aktensortiererin, Rezeptionistin, Aktfotomodel. Seit 2000 Konzentration auf Lyrik, Teilnahme u.a. an der Textwerkstatt Darmstadt unter der Leitung von Kurt Drawert. 
2005 Gründung des Konzeptlabels "Unvermittelbar": www.unvermittelbar.de
Publikation zweier Lyrikbände: "new poems"  (2008) und "dreh mich nicht um" (2011), beide im Fixpoetry-Verlag/ Horlemann. U.a. zehn Mal "Gedicht des Tages" bei Hugendubel, Lesungen in Berlin, Hamburg, Wien, Leipzig, Köln,  Darmstadt und in der bayerischen Rhön bei Pit Engstler. Lebt als Lyrikerin, Strickkünstlerin, Sprecherin und Assistentin/Kuratorin in einer Galerie in Frankfurt-Sachsenhausen.


                                munich voreilig

                                zwischen unseren worten
                                ein hoffnungsschimmer
                                auf der haut.

                                die allgemeinheit breche ich in zwei brothälften
                                und kehre die üblichen schwüre unter den teppich.

                                “ich brauche olivenöl aufs baguette,”
                                sagst du später.

                                wenn es weiter nichts ist
                                das uns fehlt.

Sonntag, 16. Februar 2014

Diary Slam am Valentinstag 2014: Einfach zauberhaft


Uff, Leute, dieses Mal habe ich wirklich geschwitzt. Also, nicht nur bei der Veranstaltung (das sowieso - daher im Winter ein Polo-Shirt), sondern vor allem davor. Ich wusste, dass dieses Mal Medienvertreter*innen mit von der Partie sein werden - nein, keine Aufregung deswegen, aber plötzlich sprangen mir Tagebuchleser*innen wegen Krankheit und aus anderen Gründen ab - und einen Tag vor dem Diary Slam hatte ich nur zwei sichere Zusagen. Dazu kam, dass wir dieses Mal so gut wie keine Werbung gemacht hatten. Ich hatte Angst, dass ich da mit zwei Slammern und einer Hand voll Gästen stehe und dann erklären muss, dass das alles doch kein so großer Erfolg sei, wie ich der Presse seit Monaten erzähle. 
Blut und Wasser habe ich also geschwitzt, bis kurz vor der Veranstaltung noch viel Überzeugungsarbeit geleistet, Kristina davon überzeugen müssen, dass das alles schon irgendwie klappen werde - Caro wollte es nicht verschieben. Ja, und dann ...
Dann gab es plötzlich sechs Leser*innen, wirklich SEHR GUTE Leser*innen, und die Bude wurde auch voll - wie immer. Ja, wie immer! Mit vielen klugen, schönen Menschen. :-) 
Eine wunderbare Stimmung zum Valentinstag, mit hübschen Aphorismen von Carsten Nagels (meine Überraschung an Kristina und Caro), mit Merci-Schokolade für die Gäste, mit versauten Texten von Mark, der auch knapp gewann, mit witzigen Texten der beiden Jüngsten Joana und Tam, mit Sex and the City auf hessisch von Caroline, mit Internet-Liebe von Andi und Gerda. Und mit gaaaaanz viel guter Laune, vielen Lachern und tollen Leuten. Schön war es mal wieder, richtig schön! Es gab Zurufe, es gab Tränen, es gab Lachflashs auf der Bühne. Einfach einzigartig! 
Ach, ich bin gespannt, wie das alles mit dem Diary Slam und mit der Lesebühne des Glücks weitergeht. Die FAZ auf jeden Fall war dabei, der junge Journalist zeigte sich sehr interessiert - und wollte auch bei der nächsten Lite-Rad-Tour mit dabei sein. Und das Bornheimer Wochenblatt, das schon bei der ersten Ausgabe Präsenz zeigte, schaute sich das Treiben nach einem Jahr an. Tolles Jubiläum!!!














Samstag, 15. Februar 2014

Die Dichtungsfans stellen sich vor: Marcus Roloff

Bildrechte © K.-J. Roloff

Marcus Roloff, geb. 1973 in Neubrandenburg, studierte Germanistik, Philosophie und Kulturwissenschaft an der HU Berlin und veröffentlicht seit 1997 Gedichte und Kurzprosa in Zeitungen, Zeitschriften und Anthologien. Nach »herbstkläger« (Connewitzer Verlagsbuchhandlung, Leipzig 1997) und »gedächtnisformate« (2006) erschien 2010 sein dritter Gedichtband »im toten winkel des goldenen schnitts« im Frankfurter gutleut verlag. Übertragungen aus dem Amerikanischen (John Ashbery, Kenneth Koch). Veröffentlichungen zuletzt im »Jahrbuch der Lyrik 2013« (DVA), »Sprache im technischen Zeitalter« (Böhlau), »FAZ«, »NZZ« sowie in englischer Übersetzung in »Cadences. A Journal of Literature and the Arts in Cyprus« (European University Cyprus). Er erhielt u.a. ein Aufenthaltsstipendium des Landes Brandenburg im Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf und lebt in Frankfurt am Main.


                                   rilke cut

                                   strand bei triest
                                   kliff und klippe und
                                   winter-

                                   warme gischt und
                                   nichts steht so fest
                                   wie gedachte stimmen und
                                   wer wenn ich schriee

                                   erster dienstag im januar
                                   zweitausendzwölf

                                   hörte mich denn
                                   und reagierte
                                   aus der touristen ordnungen

                                   auf diese schwere durchschlag-
                                   papierne wetter-
                                   feste leere

Freitag, 14. Februar 2014

One Billion Rising for Justice: Frankfurt wird gerechter!



Heute ist ja nicht nur der Valentinstag, heute fand auch folgende Veranstaltung statt! Und schön war es! Hat Spaß gemacht! Hier ein paar Eindrücke eines Mannes, der mit dabei war. ;-)

One Billion Rising for Justice: Frankfurt wird gerechter!

Das Frauenreferat der Stadt Frankfurt unterstützt den internationalen Aktionstag V-Day mit einer Tanzdemo am Römerberg

Wann: 14. Februar 2014 um 16:30 Uhr 
Wo: Römerberg, am Gerechtigkeitsbrunnen 
Was: Tanzdemo 
Mitbringen: Plakate, Tanzfreude und viele Menschen. 

For our english speaking friends and supporters:
FORGET VALENTINE'S DAY and 
COME ON FRIDAY 14th TO RISE WITH US FOR JUSTICE!!!!
When: 4:30 PM
Where: City Center, Römerberg
What: STRIKE - DANCE - RISE!
Don't worry for rain, we have umbrellas and music :o)

V-Day ist eine weltweite Bewegung von Aktivist_innen mit dem Ziel, Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu beenden und Gerechtigkeit einzufordern. 

www.frauenreferat.frankfurt.de 
http://www.onebillionrisingforjustice.de/