Samstag, 30. August 2014

Big smile and a wall for Frankfurt - auf dem Museumsuferfest


Dieses Jahr werde ich das erste Mal auf dem Museumsuferfest lesen - und zwar mit einem "big smile" :-) Zunächst einmal die "harten" Fakten: Morgen, also Sonntag, den 31.8., geht es um 16.00 Uhr mit meiner Lesung los, vorher und nachher wird es weiteres spannendes Programm geben - und wo? Nach der großen Bühne von Radio X, weiter Richtung Niederrad, gibt es einen kleinen, aber feinen Bereich mit Kunst und Handwerk (unterhalb des Liebig Museums). Da ist diese wall mit dem big smile zu sehen - dort lese ich dann. :-)
Und jetzt mehr Infos zu diesem schönen Projekt:

Felix Oehmann - public sculptural intervention at the Museumsuferfest in Frankfurt 29. - 31. August 2014 in accordance with Felix Oehmann solo exhibition "True size comes from within" at Salon Kennedy.
The list is out and the focus on you!
Come to our Sunday Symposium with:
1pm: CA in conversation with Felix Oehmann on the intervention 
2pm: Poetry with Gouda
3pm: Veronika Rettich with „Amy & Amy“
4pm: Reading by Jannis Plastargias 
5pm: Blank Slate - exhibition space in print // screening & talk 
6pm: "international charlatan and weaver of lies“ David Edgcumbe

7pm: Bernd Reiss in conversation with Felix Oehmann

Info
Salon Kennedy freut sich die Arbeiten des in Berlin lebenden Künstler Felix Oehmann  (*1985) (siehe Bild dadrunter) gleich zwei Mal zu präsentieren: Zuerst am diesjährigen Museumsuferfest in Frankfurt mit „Big smile and a wall for Frankfurt“ und anschließend mit der Einzelausstellung „True size comes from within“ in den Räumen des Salon Kennedy.
Ausgangspunkt für „Big smile and a wall for Frankfurt“ ist die jüngste Skulptur von Felix Oehmann, die speziell für diesen Anlass in einer neuen, modifizierbaren Form hergestellt wird. So kann sie vor Ort in einer, sich immer wieder veränderten Form verschiedene Räume und Szenarien erzeugen.  Diese, ob eher intim in sich gekehrt oder mehr dem Publikum zugewandten Räume, werden dann durch verschieden Aktionen und eingeladen Gäste und Künstler zeitweise besetzt. So entsteht in Zusammenarbeit mit den Besuchern eine sich wandelnde bühnenhafte Situation in direkter Umgebung der Skulptur. Das Projekt wird als performatives Environment das Konzept des Bildhauers in zusätzlicher Weise bestärken und erlebbar machen.
Im Anschluss an das Museumsuferfest wird die dort entstandene Skulptur Teil der Ausstellung „True size comes from within“ im Salon Kennedy.  Gegensätzliche Konzepte der beiden Ausstellungsräume verschaffen zum einen, einen weitgreifenden Einblick in die skulpturale Praxis des Künstlers. Zum anderen vereinen diese, die sehr gegensätzlichen Kräfte die grundlegend für den Bildhauer und seinen Ansatz an zeitgenössische Skulptur sind: In ihrer rohen und direkten Anwendung von Material und räumlicher Ausdehnung stellen sich die Skulpturen sprichwörtlich zwischen den Betrachter und seinen Gegenüber. Gleichzeitig forciert der Künstler durch den Zugriff auf geläufige Motive eine Begegnung zwischen Betrachter, Skulptur und Künstler auf Augenhöhe. Diese radikale Ambivalenz zelebrierend, produzieren die Skulpturen eine konstante Rotation zwischen Nähe und Distanz. Sie werden zum Ort der Kollision und des energetischen Austausches zwischen Hier und Dort, Welt und  Individuum, Geschichte und Gegenwart. Als Gegenpol zu der Flachheit der Oberflächen durch die wir täglich kommunizieren und die Illusion von Nähe, die dadurch produziert wird, sind Oehmanns Skulpturen der Versuch dieser eine autonome und physische Realität entgegenzusetzen. Die Skulptur als Medium erlebt seiner Meinung nach eine Hochphase in einer Zeit, in der ein wiederkehrendes gesteigertes Bedürfnis nach Körperlichem aufkommt.
Felix Oehmann (*1985, Heidelberg) lebt und arbeitet in Berlin. Bis 2012 studierte er an der Kunstakademie in Karlsruhe wo er als Meisterschüler von Prof. Harald Klingelhöller abschloss. Seine Arbeiten wurden kürzlich in der Duo Show mit Salome Ghazanfari "United Colors" bei Cruise & Callas, Berlin und in der Gruppenausstellung „Better than your neighbour“ im Kunstverien Wiesen ausgestellt. Im Anschluss an den Salon wird er außerdem bei „Debütantenausstellung“ in der Kunstakademie Karslruhe zu sehen sein. 

Salon Kennedy      Kennedyallee 100     60596 Frankfurt
www.salonkennedy.de
info@salonkennedy.de










Freitag, 29. August 2014

TAUSCH! Contemporary Art Fair


Gestern wurde die TAUSCH! Contemporary Art Fair feierlich in der Heyne Fabrik in Offenbach eröffnet, und zwar von beiden Oberbürgermeistern - auf Offenbacher Seite Horst Schneider und auf der Seite des "großen Bruders" Frankfurt Peter Feldmann. Eine schöne Sache dies, ist doch diese besondere Messe eine Kooperation Frankfurter und Offenbacher Künstler*innen, die Eulengasse auf der einen Seite, der BOK (Bund Offenbacher Künstler*innen) auf der anderen bzw. Städel-Schüler*innen hier, HFG Offenbächer dort. :-) 

Die »TAUSCH! Contemporary Art Fair« ist eine Ausstellung von 35 künstlerischen Positionen (beteiligte Künstler*innen), angeordnet in kleinen Kojen wie auf einer Messe – Direktkauf möglich. Außerdem bietet »TAUSCH!« ein Forum, eine Informationsplattform mit Vorträgen, einer Gesprächsrunde, Performances, Selbstdarstellungen von Teilnehmern, wissenschaftlichen und künstlerischen Beiträgen, Führungen, Büchertisch etc. Die Ausstellung mit Künstlern aus der Rhein-Main-Region steht unter dem Motto »The artist curates him*herself«. Die Darstellung der künstlerischen Positionen hat einen messeartigen Charakter, die teilnehmenden Künstler sind am Eröffnungswochenende 28.-31. August und am Abschlusswochenende 19.-21. September anwesend. (Quelle: http://tausch.eulengasse.de/?page_id=19)

Da ich mit den Dichtungsfans eine zweite "Poesie einer Ausstellung" am letzten Veranstaltungstag, am 21.9., ab 17.45 Uhr veranstalten werde, war ich natürlich bereits bei der Eröffnung mit dabei, um erste Impressionen von dieser Messe mitzubekommen - und mit euch zu teilen. Es ist natürlich nur ein Auszug und die Bilder sind stümperhaft mit dem Smartphone aufgenommen worden, aber ... es lohnt sich wirklich diese Messe zu besuchen und mit eigenen Augen die vielen schönen Kunstwerke anzuschauen - und welche davon auch zu kaufen, so lange diese Künstler*innen noch erschwinglich sind. :-) Der Eintritt ist auf jeden Fall frei - und ganz sicher nicht umsonst. Zumal es abends sehr viele spannende Performances und Diskussionen gibt, unter anderem mit Anja Czioska und Mirek Macke von Montez Frankfurt. Das Programm gibt es hier: http://tausch.eulengasse.de/?page_id=15
Eine wunderbare Sache! 






































Samstag, 23. August 2014

Bahnhofsviertelnacht im Waschsalon


Oh, noch ein paar Impressionen zu einem schönen Abend im wunderbaren Waschsalon! :-)
Wie war es nun für mich als Autor im Waschsalon zu lesen? Ich kann versichern, dass ich es jederzeit wieder machen würde, weil es unheimlich großen Spaß machte. Warum? Bei Lesungen hat man meist ein relativ homogenes Publikum. Je nachdem, wo man liest, erreicht man eine bestimmte Gruppe von Menschen. Im Haus am Dom beim „Langen Tag der Bücher“ ist ein völlig anderes Publikum als im „Blauen Haus“ am Niederräder Ufer oder im „Switchboard“ in der Alten Gasse (alles Orte, in denen ich kürzlich las). Bei der Bahnhofsviertelnacht mischt sich dieses Publikum auf so vielfältige Weise, dass man dann als Autor gar nicht mehr weiß, wo man hinschauen soll, während man da vorne steht. Sah der Waschsalon vor der Lesung noch steril aus, wurde es durch die vielen Leute, die sich auf den Waschmaschinen, auf den alten Kinostühlen oder auf dem Boden fläzten, plötzlich wie in einem Zeltlager mit Freund/innen, heimelig schön. Eine ganz besondere Atmosphäre entstand, so lange ich las. Es gab einige Schmunzler und einige Zurufe, und zwischendurch musste das Mikrofon lauter eingestellt werden, damit ich gegen die laufenden Waschmaschinen (auch bei der Bahnhofsviertelnacht ging der Betrieb weiter) ankam.

Besonders schön wurde für mich dann die Atmosphäre an diesem Abend, als Sophie von Maltzahn aus ihrem Buch las, es war ihre erste Lesung mit ihrem Debüt – und sie bekam so viel Zuspruch, sehr erfreulich das!
Ich las übrigens aus Frankfurt Walking - eine Geschichte daraus spielte ja im wunderbaren Waschsalon!