Freitag, 29. Mai 2015

Theke, Texte, Temperamante: Jubiläumsveranstaltung "Wir sind alle Frankfurter Jungs"


Just kündigte das ZDF an, dass es die erfolgreichste literaturkritische Sendung des deutschen Fernsehens wieder aufleben lasse: "Das literarische Quartett" is back! Bis 2001 stritten sich der TV-Held Marcel Reich-Ranicki und seine Kolleg/innen um Bücher, zerrissen sie, lobten sie über den Klee - und die Bildungsbürger/innen Deutschlands freuten sich und kauften anschließend die Bücher tonnenweise. Ich kann dazu nur sagen: Theke. Texte. Temperamante. hat offensichtlich so viel Druck aufgebaut, dass das ZDF diesen Verzweiflungsschritt tun musste, der doch etwas antiquiert erscheinen mag. Literaturkritik im Fernsehen - und dann auch noch ohne Alkohol? Geht das überhaupt? Ich glaube nicht. ;-)


Dieser Aufmacher der TAZ überraschte mich heute etwas ... genauso übrigens, dass noch keine findigen Buchmenschen ein witziges literaturkritisches Format für Youtube entwickelt haben ... Vielleicht kommt das noch ... 
Bis dahin hat man in Frankfurt Gelegenheit ein ganz anderes Schmankerl zu erleben, mit uns, mit dem Literarischen Terzett auf Sauftour, LIVE und zum Anfassen:

Theke, Texte, Temperamante: Jubiläumsveranstaltung "Wir sind alle Frankfurter Jungs"

Am 23. Juni 2015 werden bei „Theke, Texte, Temperamente“ Erfolgsautor und Moderator Jannis Plastargias, der mehrfach ausgezeichnete hessische Lyriker Martin Löwe Piekar und die ursprünglich aus dem plattesten Norden stammende Herausgeberin, Autorin und Lektorin bei Büchergilde Gutenberg, Andrea Baron beweisen, dass sich zwischen Mispelchen und Küstennebel immer noch Platz für eine interessante Auseinandersetzung mit Jörg Fausers „Rohstoff“ befindet. 

Ein Ausflug in eine Zeit als der S-Bahnfahrer in Frankfurt noch selbst die Ansagen machte und dann in breitem hessisch „Nächste Station Spritzenpark“ nuschelte, anstatt das, wie heute üblich, die zwitschernde Damenstimme vom Chip zweisprachig die Taunusanlage ankündigt.

Alles war anders, wild direkter, so sagt man. Der autobiographische Roman „Rohstoff“ bleibt immer dicht dran am wahren wilden Leben des Autors Jörg Fauser. Sein alter Ego nennt sich Harry Gelb.

„Harry Gelb hatte eine "fatale Neigung zum Gewöhnlichen", zum Stehbierausschank, zu den Frauen, zu den Frauen, zu den Frauen, zur schnellen Befriedigung, zum Alkohol, zum Rausch. Und zum rauschhaften Schreiben manchmal: "Der Satz hört ja gar nicht mehr auf", klagt sein Freund Ede, als Harry Gelb ihm aus seinem neuen Roman vorliest. Jaja, sagt Harry stolz, "hier handelt es sich um einen Bewußtseinsstrom à la Joyce. Schon mal Ulysses gelesen?" Aber Ede weiß: "Ich glaube, das liegt eher am Desoxyn. Du weißt doch, wie Speed funktioniert“

Viel hat sich getan seitdem, doch die Seele dieser Stadt blieb immer so gleich wie die Bedürfnisse der Junkies an der Taunusstraße, oder?

Totale Lyrik wird an diesem Abend ihren Weg in Form eines Werks vom in Frankfurt lebenden Dichter Marcus Roloff ins „Neglected Grassland“ finden, doch dazu sei noch nicht zu viel verraten.

Alles Frankfurter Jungs also , die sich hier treffen, woher sie auch ursprünglich mal gekommen sein mögen.
Sei dabei, auch Offenbacher werden herzlich gern gesehen.

An den Plattenspielern versorgt Patrick Neuntausend vom Vinylriders DJ Kollektiv das geneigte Publikum vor und nach der Gesprächsrunde mit musikalischem Spaßmachern.

Unkostenbeitrag:

4€ regulär
3€ Schüler / Studenten

Samstag, 23. Mai 2015

ESC 2015 Building Bridges: Top Ten Tipps


Die letzten Jahre fiel es nicht allzu schwer, die Sieger/innen vorauszusagen, viel zu klar zeichneten sich die Siege bereits vorher ab - nicht nur die Wetten sagten es zielsicher voraus, sondern auch die vielen Youtuber und Blogger, die sich mit der Thematik auseinandersetzten. Conchita Wurst MUSSTE im letzten Jahr gewinnen, das war gesetzt. Bei der Dänin Emmelie de Forest zuvor war es nicht ganz so deutlich, aber Loreen aus Schweden zum Beispiel war genauso unumgänglich. Dieses Jahr sagt der Menschenverstand, dass David Guetta klar für Schweden gewinnt, ähem, Entschuldigung, natürlich: Måns Zelmerlöw, der fast wie eine Maschine ist, fast wie in "Die Frauen von Stepford": sieht toll aus, singt gut, macht eine wunderbare, exakte Show, hat DAS Pop-Lied überhaupt. Jede/r, der/die gegen ihn wettet, ist verrückt. Und gerade deswegen tue ich es. Ich möchte nicht, dass er gewinnt, er wird NICHT gewinnen. Mein Herz möchte Estland vorne sehen, daher schicke ich die beiden so charmanten Elina Born und Stig Rästa ins Rennen und hoffe auf den Außenseiter-Sieg. Und hoffe auch, dass sie die wunderschöne Russin Polina Gagarina auf den zweiten Platz verweisen können - es wird knapp. Mein Herz sagt auch, dass es die Jungs aus Belgien und Israel und den Mann aus Montenegro ganz vorne sehen möchte. Letzterer kriegt Extra-Punkte für das schöne Lied, das mir erst im Semifinale aufgefallen ist und natürlich für das Singen in der Landessprache (gilt auch für die Italiener). Hier also meine Vorhersage des Ausgangs des Eurovision Song Contest, die die schrägste seit Jahren sein könnte:


1. Estland
2. Russland
3. Schweden
4. Italien
5. Israel
6. Belgien
7. Montenegro
8. Aserbaidschan
9. Lettland
10. Slowenien

Dienstag, 19. Mai 2015

ESC 2015 in Wien: Meine Lieblingslieder


Wer den schmerzwach blog verfolgt und mich etwas besser kennt, der weiß um meine Vernarrtheit in den Eurovision Song Contest (ESC). :-) Ich liebe diesen Bewerb und freue mich immer das ganze Jahr darauf. Dieses Jahr werde ich zwei Postings dazu machen. Zunächst mal meine Lieblingslieder, rein subjektiv, ganz sicher nicht geschmackssicher, auf jeden Fall mit oberflächlichen Argumenten - das muss beim ESC einfach gestattet sein. Ich gehe weiter: gehört das nicht sogar zu, so als "schwule Veranstaltung"? Haha. Ich scherze. Aber Kleider und das Aussehen sind hier ganz klar Kriterien, die anders als bei anderen "ernsthaften" Wettbewerben nicht verschleiert werden! Und dann versuche ich Samstag zu prophezeien, wer in die Top Ten kommt.
Hier ist also meine reichlich durchmischte Playlist:
https://www.youtube.com/playlist?list=PLLr4LBo6JPyIkQa9AH2d8w7fJOs5fpVMm

Vielleicht jeweils ein oder zwei Bemerkungen zu den jeweiligen Beiträgen:


1. Lieblingslied: Estland 
ELINA BORN and STIG RÄSTA - Goodbye To Yesterday 

Na, gut, wird nicht gewinnen, aber das ist ein Song, den ich auch außerhalb des ESC hören würde, ich mag ihn sehr. Noch dazu kommt, dass ich verliebt bin. Diesen Song soll Stig für mich singen, mit seinem Schlafzimmer-Blick und am besten, während ich im Bett liege ... :-)
2. Israel
Nadav Guedj - Golden Boy
Das ist ein Lied, das mir gute Laune macht und das für mich so typisch ESC ist. Dem gönne ich ganz viele Punkte. Noch schöner hätte ich es auf Hebräisch gefunden. Es ist ein bisschen Oriental meets Montell Jordan (den ich früher mal toll fand!).
3. Schweden
Mans Zelmerlöw - Heroes
Der attraktive Schwede macht alles richtig und am heutigen Tage würde ich ihm sogar die meisten Siegchancen einräumen - er könnte auch einen großen Chartshit damit landen. Schwedische Hitmaschine.
4. Irland
Molly Sterling - Playing with numbers
Ich mag die Stimme der hübschen Irin, vor allem beim Refrain. Es wird total abgeschlagen sein, weil die meisten es zu öde finden. Ich schlage vor, es ein paar Mal hintereinander anzuhören und sich zu verlieben.
5. Island
Maria Olafs - Unbroken
Freshe Musik kommt beim ESC IMMER aus den nordischen Ländern - bei den anderen kann man Folklore-Elemente und Emotionen erwarten, die Hits kommen aus Nordeuropa. Und dann diese junge Frau dazu! Toll!
6. Slowenien
Maraaya - Here for you
Fresh? Auch aus Slowenien! Wieso kriegen die einen zeitgemäßeren Titel hin als Deutschland? Ich wundere mich immer wieder. Gespannt bin ich auf die Präsentation beim ESC, die bisher gezeigte ist reichlich absurd. Aber dieser Mann am Piano. Ui! Tres charmant!
7. Spanien
Edurne - Amanacer
Pluspunkt für die Originalsprache, Pluspunkt für die Tradition, Pluspunkt für die Stimme und Pluspunkt für diesen herzigen Refrain. Ich mag das!
8. Norwegen
Morland and Debra Scarlett - A Monster Like Me
Die Schweden singen von Heroes, die Norwegen von Monsters. Gut ist beides. Das hier etwas langsamer, aber nicht schlechter. Eine Regel ist auch, dass sich drei skandinavische Länder gegenseitig die Punkte wegnehmen können und letztlich das stärkste (Schweden) die anderen gut abzockt. Das wird wohl auch hier geschehen. Aber auch hier zeigt der Norden, wo es musikalisch lang geht.
9. Italien
Il Volo - Grande Amore
Normalerweise halte ich ja gar nichts von so einem Opern-Pop oder wie auch immer dieses Genre heißt, aber was ein starker Refrain, welch angenehmen Stimmen, welch sympathischen Typen. Auch sowas kann Deutschland nicht, ohne dass es lächerlich wird. Gefällt mir!
10. Belgien
Loic Nottet - Rhythm Inside
Ich bin verzückt, ich kann das ruhig zugeben. Sooooo süüüüüüüß dieser junge Sänger, we gonna rappapapapapappa tonight - yes, please! Und das mit deinem wundervollen Akzent. Ich bestehe drauf! 

Mittwoch, 6. Mai 2015

schmerzwach hört: Und diesmal sieht er auch GRUSELIGE VIDEOS


Zu diesen Videos möchte ich gar nicht viel sagen, gemein ist ihnen, dass ich sie unheimlich / gruselig / verstörend / brutal finde, wirklich! Warum? Schaut sie euch an und ihr werdet es wissen. Die meisten verstehe ich auch nicht wirklich ... Text. Visualisierung. Präsentation ... Und es sind richtig SCHLIMME dabei!!!