Donnerstag, 31. Dezember 2015

Jahresrückblick 2015 Teil 2


Und als erstes Highlight in Teil 2 des Jahresrückblicks möchte ich die Bahnhofsviertelnacht am 20.8. nennen, bei der ich in Kooperation mit der Polytechnischen Stiftung in einem alten Bus lesen durfte. Das war sehr schön!



Zuvor allerdings schon hatte ich meinen ersten Tag bei meinem neuen spannenden Fast-Fulltime-Job - ich berate nun geflüchtete Menschen, was nicht nur sinnvoll erscheint und voller Geschichten ist, sondern auch sehr unterhaltsam. 


Am 24.8. durfte ich mal wieder Radiosub bei Radio X moderieren - und das war eine ganz besondere Sendung, denn Britta hatte einiige Live-Acts eingeladen, darunter unter anderem meine geliebten The Munitors and Casual Friday mit dem süßen Timo. Am 26.8. ging es dann gleich weiter, dieses Mal mit der wahrscheinlich unterhaltsamsten, witzigsten und ungewöhnlichsten Ausgabe von Theke, Texte, Temperamente in der Trinkhalle in Sachsenhausen. Die Zeitung war da und das Fernsehen - und das gewöhnliche Trinkhallen-Publikum. :-)



Am 29.8. beteiligte ich mich wieder einmal an einer Tanz-Performance vom Mousonturm, von LIGNA, die darin bestand, sich vor dem Römer nach Anweisung zu bewegen. Es ging vor allem um Kunst im öffentlichen Raum. Das war schon sauspannend!

Und dann kam mein Buch des Jahres auch schon am 31.8. heraus: RotZSchwul. Der Beginn einer Bewegung (1971-1975)! Zwei Jahre habe ich daran gearbeitet, Blut und Wasser (und Rotz ;-)) geschwitzt - und dann hatte ich es plötzlich in meinen Händen ...


So, Bücher schreiben und tolle Veranstaltungen organisieren machen riesengroßen Spaß, tanzen natürlich auch, aber am liebsten drehe ich wohl Filme. :-) Am 8.9. war es dann so weit! Gemeinsam mit der Schirn Kunsthalle, einem TOP TEAM und wunderbaren Kolleg/innen durfte ich Teaser zur zukünftigen Sturm-Frauen-Ausstellung drehen dürfen. Und das war suuuuuuuuuuuuuuuuper! :-) SO WIRD DER HERBST! :-)




Und dann noch ein paar Szenen von den Dreharbeiten :-)


Ich liebe Berlin und habe mich in meinen Büchern zunächst eher mit unserer Hauptstadt beschäftigt, aber nicht nur beim RotZSchwul-Buch habe ich mich mit der Geschichte Frankfurts beschäftigt, sondern auch in der Frankfurter Verkehrsanthologie, die ich mit herausgegeben habe. Ein wahrlich wundervolles Buch!


Bereits eine Woche später durfte ich erneut eine Dichtungsfans Veranstaltung moderieren, Lyrik an der Theke, mit Marcus Roloff, Sarah Schuster und Alexandru Bulucz. 

Ich darf auch zu meiner Freude immer den Diary Slam in Karlsruhe, der vom Bücherbüffet Karlsruhe initiiert wird, moderieren. Der war dieses Jahr, wie immer, ganz wundervoll - und ich lernte da mehrere spannende Menschen kennen und einen ganz, ganz Besonderen. :-) Fast ebenso spannend war es am 12.10. auf dem Webmontag in Frankfurt, auf dem ich kurz etwas zu Formaten erzählt habe, in denen man analog und digital und Lesung miteinander mixen kann. 

Es kam auch unser zweites Werk bei astikos raus, Cooler Daddy. :-) Und auch Bockenheim schreibt ein Buch  und Mein schwules Auge 12 erblicken das Licht der Welt. 


Ja, und dann begann die Buchmesse, mit ganz vielen Erlebnissen und Veranstaltungen, unter anderem dem TRINKFEST im Dortmunder Pilstreff, einer Mitgliederversammlung von astikos, einem Austausch mit indonesischen Autor/innen, einer Lesung im Lesbisch-Schwulen Kulturhaus in Frankfurt, Lesungen zur Frankfurt Anthologie und so vielem mehr. 

Kaum hatte ich verschnauft, durfte ich nach Berlin, zu meiner wirklichen Buchpremiere nach Berlin, in die Eisenherz Buchhandlung, was einen Riesenspaß gemacht hat. Weiter ging es dann bereits wieder mit der nächsten Ausgabe Theke, Texte, Temperamente am 27.10., diesmal in der vollen Old Fashioned Bar in Alt-Sachsenhausen. Es war wieder einmal ganz grandios, dieses Mal mit Andrea Baron, Clemens Naumann und mit den Gästen Jey-Jey Glünderling und dem GAX. Am 9.11. war dann die Premiere der Frankfurt Anthologie als "Lang-Lesung", im Megalomania Theater. Und am 12.11. dann endlich wieder ein Diary Slam, der dieses Mal besonders lustig war und endlich mal wieder super besucht. 



Und dann durfte ich nach Hamburg reisen, um dort in der Roten Flora zu lesen - eine große Ehre -, und danach bereiste ich endlich einmal Bremen und Bremerhaven, lernte nette Leute kennen und bekämpfte erneut meine Höhenangst. :-)

Für den 1.12. hatte ich einen Pubnpub in Frankfurt organisiert, der sehr spannend war, und dann am 2.12. stellte ich RotZSchwul im Historischen Museum vor, was auch sehr aufregend war. Am 8.12. fand eine Spezial Edition von Theke, Texte, Temperamente statt. Am 17.12. war dann Undercover IV in der Luise Cafe & Weinbar meine letzte Moderation des Jahres. Ja, und dann folgten noch rechtzeitig zu Weihnachten zwei Veröffentlichungen meines Verlages astikos. Kalter Cappuccino von meinem Kollegen Levend Seyhan und New York von Nils Lacker, das ich auch betreute und lektorierte - und auf das ich sehr stolz bin.  



Und das sind nur die Highlights, ich habe noch so vieles mehr gemacht. ;-) Ein ereignisreiches Jahr, ein sehr wundervolles Jahr. :-)

Dienstag, 29. Dezember 2015

Meine Erlebnisse als Pädagoge (26-30)


Meine Erlebnisse als Pädagoge (26):
Da staunten wir nicht schlecht. Mein Kommilitone Andreas und ich standen in unserem zweiten Praktikum zusammen auf dem Schulhof und quatschten. Es kam ein Schüler namens Kevin aus der 10.Klasse auf uns zu, der uns bat, uns anders hinzustellen. So und so, ne, zeigte er. Wir so leicht erstaunt: Ähm, okay. Aber wieso eigentlich?
Seine Antwort: Wissen Sie, dann sind wir da hinten in der Raucherecke von Ihnen verdeckt, dann sehen uns unsere Lehr...er nicht.
Aha! sagten wir. Und er: Naja, Sie sind ja noch jung, sie verstehen das ja, Wahrscheinlich rauchen Sie selbst.
Ich so: Nein!


Meine Erlebnisse als Pädagoge (27):
Ich traf also Kevin wieder, einige Zeit danach, wir waren beiden nicht mehr auf dieser Schule. Es war ziemlich spät am Abend, irgendeine Feierlichkeit war am ZKM in Karlsruhe. Meine Freunde und ich gingen zur Tanke, hatten Lust auf Schoki, vermutlich war auch Alkohol im Spiel. Plötzlich stand Kevin vor mir. Ich fragte ihn:
Hast du zufällig was zum Rauchen dabei?
Er schaute mich lächelnd an:
Nein, Mann, wir sind selbst auf der Suche!...

Ich sagte noch, dass es schön war, ihn mal wiederzusehen, und ging weiter ...
Er rief mir hinterher:
Wusste ich es doch!


Meine Erlebnisse als Pädagoge (28):
Jetzt kann ich mal eine Pädagogen-Anekdote mit einer Bäcker-Anekdote verbinden. 

Ich machte ein Praktikum in dem Dorf, in dem meine Mutter wohnte. Vor dem Beginn am Montag kam am Freitag das Nachbarskind mit einem Mitschüler zu mir. Ich wohnte im Erdgeschoss bei meiner Mutter. Er klopfte an mein Fenster, reichte mir eine Bäcker-Tüte, darin waren zwei "Schneckenudle" (Nussschnecken). Sie freuen sich sehr, dass ich sie ab Montag unterrichte.
Am Dienstagmorgen ging ich zum Bäcker, um mir ein Vesper für die Schule zu kaufen. Die Bäckereifachverkäuferin schaute mich an und sagte: Ach schön, Sie sind jetzt an der Grundschule, der Andreas hat mir das schon erzählt. Schade, dass Sie nicht seine Klasse unterrichten. 


Meine pädagogischen Erlebnisse (29):
Gleich am ersten Schultag an einer Gesamtschule in Darmstadt-Kranichstein meinte ein 9.Klässler (marokkanischer Herkunft) zu mir: "Ähm, eigentlich solltest du in der BAS arbeiten, da passen Schwule besser hin."
Ich schaue ihn an: "Wie bitte?!"
Im nächsten Moment gongt es und er zieht von dannen.
Am nächsten Tag sehe ich ihn alleine im Schulgebäude sitzen und spreche ihn darauf an. Ob er ein Problem mit meinem Schwulsein habe. So direkt angesprochen sagt er zunächst: "Nein, nein." Ich diskutiere es mit ihm aus. Bin ehrlich und offen und rede mit ihm wie mit einem Erwachsenen - alles ist gut ...
Jahre später traf ich ihn auf der Buchmesse in Frankfurt, er arbeitete da. Sah mich, umarmte mich, tätschelte meinen Bauch, sagte: "Na, PlastaMasta, hast ein bisschen zugelegt, was?"
Und dann erzählte er mir von seiner Frau und seinem Kind ...


Meine Erlebnisse als Pädagoge (30) - oder wie wir mal aus Versehen, den Feuerwehr-Alarm ausgelöst haben:
In den Winterferien sind wir (verbotenerweise) in die Sporthalle und haben einfach mal ne Weile gekickt. Was soll man ja sonst auch tun bei Minusgraden in Kranichstein. Angriff der einen Mannschaft, der Torhüter der anderen möchte abwehren, holt aus, rotzt den Ball Richtung Seitenwand - und trifft dabei den Feuermelder. Oh!
Der Alarm ging natürlich auch in der Stadtteilbibliothek los, in der Schule, im Familienzentrum, überall. Ich versuchte schnell den Hausmeister und die Feuerwehr anzurufen, aber mein Smartphone lag weit weg - wie das halt so ist,
Doof!
Leute standen draußen, die Feuerwehr kam, der Hausmeister war genauso rot wie die. Und wir so alle ganz schüchtern: Hm, war falscher Alarm, äh ...
Doch Gluck im Unglück, der verantwortliche Feuerwehrmann inspizierte den Feuermelder und konstatierte, dass da ein Konstruktionsfehler habe vorliegen müssen - so mussten wir keine Strafe zahlen. Puh!

Sonntag, 27. Dezember 2015

Jahresrückblick 2015 Teil 1




Die ersten Tage des Jahres waren noch ganz beschaulich, alles fing an mit der Veröffentlichung des zweiten Blog Buchs "Schmerzwach - 5 Jahre Heartcore Blogging" am 8.Januar tagsüber. Am Abend fand dann meine erste Veranstaltung des Jahres statt, und zwar im Switchboard zum Thema "Inklusion der Alten", wo es unter anderem um das so genannte Schwulenclub-Sterben in Frankfurt ging. 

Aufregend wurde es dann ab dem 20.Januar: abends ging ich zu meinem zweiten Casting für ein Tanztheater - dieses Mal für das Stück BATUCADA und es wird die aufregendste Erfahrung des Jahres, bereits Ende Januar / Anfang Februar vielleicht DER Höhepunkt des Jahres. 



Bild: Georg Ladanyi, Premiere 30.1.
Foto: Luise, Freitag, 30.1.
Batucada kam mir zwar manchmal wie ein Bootcamp vor, aber super, dass ich mich dazu durchgerungen habe! :-) Batucada als eine Einführung für all das, was später auf mich zukommen sollte ... 

Verschnaufen konnte ich nicht, ansatzlos ging es nach den beiden nervenaufreibenden Aufführungen im Frankfurt LAB weiter mit einer ebenso großen Herausforderung. Am Sonntag, den 1.2., begann der Aufbau für die ELFIES, meiner ersten Ausstellung als Kurator. Am 2.2. durfte ich noch zum Thema Homosexualität und Migration bei RADAR (Radio Darmstadt) kluge Dinge sagen, aber 4.2. war die Freundschaftsparty aka Vernissage meiner Ausstellung - und sie war bombastisch. 

Bild: Holger Menzel, 4.2.
Wer mehr über die Ausstellung erfahren möchte: http://astikos.de/2015/03/elfies/

Bild: Holger Menzel, 4.2.
Sage und schreibe ACHT Veranstaltungen haben wir in der Zeit vom 4.2. - 15.2. gerissen, das war sehr ambitioniert und wirklich wundervoll. Und dazwischen gab es dann auch noch einen queeren Barabend im Knobbe, den Queer*Twister, mit Britta, Steff, Marlies, Gunther und Co. Auch ein sehr, sehr schöner Abend.

Mann, war ich nach diesen paar Wochen platt! Viel Zeit zum Durchatmen gab es allerdings nicht, denn bereits am 18.2. fand die 4.Ausgabe von Theke, Texte, Temperamente statt. 

Bild: Corinna Kaiser, 18.2., mit Ana Marija Milkovic und Leo Fischer
Und zwei Tage später ging es dann zum Treffen der jungen Lesereihen Deutschlands in München, das Tristan Marquardt und Heike Fröhlich organisierten, auch mit einer Abend-Veranstaltung am Samstag Abend. Auch das sehr aufregend! 

Die nächsten vier Wochen hieß es dann aber malochen, malochen und malochen - und die Buchmesse in Leipzig vorbereiten. Denn unter anderem startete da unser Projekt ASTIKOS - Verlagsgenossenschaft - so richtig durch. Ja, Verlagsgründer bin ich jetzt auch noch. ;-)




Neben unserem astikos-Treffen hatten wir noch einige andere Termine. Wir waren gemeinsam beim Leipziger Pubnpub, ich stellte mein Buch Liebe/r Kim auf der Messe vor und hatte eine Lesung zur Anthologie Gleich, Liebes, gleich ist das Essen fertig ... in der Lucca Bar, gemeinsam mit den geschätzten Kolleginnen Jana Walther, Devin Sumarno und Nino Delia. Das war vor allem deswegen ein außergewöhnliches Erlebnis, weil wir keine Bühne hatten, kein Mikro, die Lucca Bar aber rappelvoll war und wir uns einfach irgendwo hinstellten und lasen - und auf ein super aufgeschlossenes Publikum stießen ...
Daneben waren wir natürlich bei der Party der jungen Verlage und im Deutschen Literaturinstitut - sehr angenehme Partys ...

Am 17.3. fing dann auch die erste Leserunde im Jugendbuchpreis Goldene Leslie an. Da war schon das spätere Sieger-Buch in meiner Auswahl mit dabei: Lena Hach "Wanted. Ja. Nein. Vielleicht." Die Siegerehrung war dann am 26.11. in Mainz. 

Wegen der ganzen Aktionen rund um Blockupy am 18.3. (wo ich natürlich auch bei den Demos mit dabei war), war unsere Tour de Literatur nicht ganz so super besucht wie gewohnt, aber trotzdem wunderschön. :-) Es ging um Reisegeschichten aus Teneriffa, Israel, Kongo und Norwegen ...


Tja, Anne und ich hatten beschlossen, unsere Köpfe reiselustig zu schmücken ...

Am 30.3. wurde es dann sehr spannend für mich, war ich doch im Rahmen der Buchvorstellung "Spagat ins Glück" von Constance Ohms aus dem Querverlag in die Heinrich Böll Stiftung nach Berlin zu einer Podiumsdiskussion eingeladen worden. Ich sollte über "Migration und Homosexualität" meine Expertise abgeben. Es moderierte die wunderbare Jouanna Hassoun, die im Oktober des Jahres den Verdienstorden des Landes Berlin erhielt. 

Am 16.4. fand die dritte Undercover Veranstaltung im Studio 294 statt und wir hatten zwei Kölner Poeten eingeladen zum Thema "Rotlicht im Blauen Haus" gegen uns Frankfurter Dichtungsfans anzutreten. Ein sehr lustiger Abend. Am 23.4., dem Welttag des Buches und dem Deutschen Tag des Bieres, fand dann auch unser nächstes TTT statt, sehr spannend auch dieses Mal. 

Im April hatte ich ein paar Tage in einer wunderschönen Villa im Elsass verbracht, gemeinsam mit lieben Freundinnen genossen wir gutes Essen, Cremant und Whisky vor dem Kamin, die Temperaturen waren frühsommerlich gewesen und eine Idee für einen neuen Roman wurde da geboren. Im Mai ging es dann eine Woche lang in "Querfeldein-Urlaub" - zuerst ging es nach Zürich, um mein Projekt "Ich lerne meine Facebook-Freund/innen kennen" voranzutreiben, da blieb ich dann zwei Nächte, um dann für eine Nacht nach Freiburg zu fahren, zu Annika und Robin, um zu einer Jungle-WG-Party zu gehen. Am nächsten Tag ging es nach Kehl zum Messdi, wieder für zwei Nächte, um dann nach München zu Yolas Geburtstag zu feiern. Eine sehr ereignisreiche, aber auch produktive Woche. :-)



Am 21.5. gab es eine Lesung in Dietzenbach und am 11.6. die nächste Veranstaltung der Dichtungsfans, Lyrik an der Theke im Blauen Haus. Am 13.4. und am 22.6. durfte ich für Radiosub Sendungen auf Radio X moderieren, gemeinsam mit Britta, was natürlich viel Spaß machte. Und am 23.6. fand dann wieder TTT statt, spaßig und unterhaltsam wie eh und je - und das letzte Mal im Neglected Grassland, das kurz danach bereits zumachte. Leider. Am 25.6. stellte ich die neue queere Anthologie "Heartbeatclub" im Switchboard in Frankfurt vor. Leider lag da noch nicht das Buch vor, das kam dann ein paar Tage in den Handel. 


Und damit begann ja auch schon der heiße Reigen meiner vielen Veröffentlichungen in diesem Jahr ...

Im Juli feierte ich erst einmal den CSD in Köln und dann meinen Geburtstag, ein bisschen später den CSD in Frankfurt mit einem Queer Slam auf der Kulturbühne, an dem ich natürlich teilnahm - und dann am 25.7. trat ich auf der Kulturbühne der Sommerschwüle in Mainz auf, nicht nur mit Karaoke "Everybody" von den Backstreet Boys, sondern ich stellte auch die "Großstadtgefühle" vor. 


Natürlich darf ich zwei Veröffentlichungen nicht vergessen, bei denen ich Lektor sein durfte: Guido Rohms "Der Vorstellungskünstler" kam noch im Juli raus, während "Granatapfelrot" von Ines Schmidt dann im August auf den Markt kam.



Montag, 21. Dezember 2015

Mein schwules Auge 12 - Verlosung


Heute könnt ihr folgendes Buch gewinnen: Mein schwules Auge 12 - herausgegeben von Rinaldo Hopf (Fotos), Axel Schock (Texte)
Wie immer einfach eine Email mit der Adresse an jannis.plastargias@googlemail.com schicken und auf Post warten. :-) Dieses Buch liegt mir am Herzen, weil ich es lektoriert habe. :-)

Erzählungen, Romanauszüge und Lyrik, Autobiografisches, Erfahrungsberichte, Glossen, Reportagen, Interviews, Essays und viele Bilder, Fotografie, Malerei. Schwuler Erotik und Sexualität, explizit, theoretisierend, politisch, satirisch oder poetisch. Ein Schwerpunkt dieser Ausgabe: RAUSCH. Texte und Bilder, die den besonderen Rausch der Erotik und die Grenzüberschreitung erfahrbar machen, wie auch Absturz, Abhängigkeit, psychische Folgeerscheinungen, Beziehungsprobleme, sexuelle Risiken und andere negative Folgen. Drogen haben im schwulen (Sex-)leben immer schon eine besondere Rolle gespielt. Die Beatgeneration reiste für besondere Erlebnisse nach Nordafrika; die Disco-Ära machte Poppers zum Massenphänomen, aktuell gehören GHB, Crystal und Amphetamine zu den wichtigsten Sexdrogen. Beiträge über das erste Mal und über Männer, die trunken vor Liebe und Glück sind und solche, die man sich nachts in der Bar schön getrunken hat. Genauso auch über die Ernüchterung am Morgen sowie Black-outs und deren Folgen. Süchtig kann man nicht nur nach Alkohol, Nikotin und harten Drogen werden, sondern bekanntermaßen auch nach Sex, Ruhm und Macht oder auch nach Schokolade. Drogenlieferanten müssen daher nicht zwangsweise Dealer, sondern können auch Winzer, Bierfahrer und Konditoren sein.

Was versetzt den schwulen Mann in Rausch und Ekstase? Was macht ihn trunken vor Liebe? Wie eng liegen Sucht und Sehnsucht beieinander?
Auf diese und andere Fragen rund um erotische Grenzüberschreitungen geben 38 Autoren und 50 Künstler überraschende und erregende, aber auch provozierende und humorvolle Antworten.

Fotografien, Zeichnungen und andere künstlerische Arbeiten u. a. von Jack Balas, Giovanbattista Brambilla, Karl Lakolak, Slava Mogutin, Joseph Wolfgang Ohlert, Chris Phillips, Robert Richards, Fostter Riviera und Stefan Thiel
Essays, Interviews, Erzählungen und Gedichte u. a. von Sam Balducci, Daniel Call, Levi Frost, Holger Heckmann, Jannis Plastargias, Rolf Redlin, Devin Sumarno und Jan Stressenreuter.

http://www.konkursbuch.com/html/schwauge.html


Samstag, 19. Dezember 2015

In seiner Hand - Verlosung



Heute könnt ihr folgendes Buch gewinnen: In seiner Hand - Geschichten voller Männerlust - aus dem Incubus Verlag
Wie immer einfach eine Email mit der Adresse an jannis.plastargias@googlemail.com schicken und auf Post warten. :-) 

Der Sommer wird heiß! Lassen Sie sich verführen!

16 Autoren erzählen von Männersex.

In ihren Geschichten liest man von heimlich und öffentlich ausgelebter Lust, von bedingungsloser Hingabe und Dominanz, von anonymem Hinterzimmersex und vertrauensvoller Nähe. 
Es wird mit Körperflüssigkeiten und allerlei Utensilien gespielt, es wird Gliedmaßen, Kleidungsstücken, Worten und Gottheiten auf intimste Weise gehuldigt. Mann treibt es allein oder zu viert; zum puren Vergnügen oder als Ziel einer Reise zum eigenen Ich, in aller Herren Länder, zu jeder Zeit.

Der Herausgeber: Ulrich Hawighorst

Die Autoren: Dewi, C. / Porter, Leann / Petrov, Björn / Delia, Nino / Frost, Levi / Herzberg, Lasar / Höltgen, Florian / Juretzki, Annette / Nathschläger, Peter / Pátek, Marina / Pregel, Thomas / Stephan, Dennis / Sumarno, Devin / Thorstad, Raik / Wolf, Romy / Walther, J.

http://www.incubusverlag.de/shop/Romane-und-Anthologien/Incubus-Sex/In-seiner-Hand---Geschichten-voller-Maennerlust?source=1

Taschenbuch 
312 Seiten 
ISBN 978-3-945569-05-4

Donnerstag, 17. Dezember 2015

Undercover IV - Es wird reich!

Bild: Der Geldwechsler (Bild von Rembrandt van Rijn, 1627)

Donnerstag, 17. Dezember um 20:00
Luise - Café & Weinbar
Rothschildallee 20, 60389 Frankfurt am Main

"Der Schriftsteller", wusste schon Charles Baudelaire, "bringt Gelder in Umlauf und erweckt Neigung zur intellektuellen Gymnastik." (Raketen-Tagebücher, deutsche Erstausgabe von 1909)

In diesem Sinne treffen sich am 17.12. in der Luise Café & Weinbar Katharina Kohm, Tristan Marquardt (beide München), Eva Schilling und Alexandru Bulucz (beide Frankfurt), um lauthals auszurufen: her damit, weg damit! 

Nur was nicht da ist, kann zurückkommen! Scheine werden in Umlauf gebracht, auch mögen sich Gedichte darunter tummeln. Durch Handzeichen und Zwischenrufe wird schließlich in Manier der alten Frankfurter Börse der charmanteste Kurs ermittelt. 

Kommt zahlreich, werdet Euch los! So viel sei verraten: es wird reich!

Vier Dichter_Innen lesen je zwei fremde Gedichte, und das Publikum darf am Ende des Abends das beste an die Spitze wählen. UNDERCOVER ist eine Publikumslesung, bei der das Publikum sich um das Gedicht bemüht.

Welches Gedicht wird besonders reich mit Ehrbekundung bedacht?

Gefördert vom Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main. 

Lesung:
Katharina Kohm, Eva Schilling, Tristan Marquardt, Alexandru Bulucz

Moderation:
Jannis Plastargias

Donnerstag, 17. Dezember 2015, ab 20.00 h
Luise Café und Weinbar
Rothschildallee 20 
60389 Frankfurt am Main

Es gibt einen Spendenhut.

Dienstag, 15. Dezember 2015

Queere Videos 21: "Fool" von Troye Sivan

http://www.billboard.com/files/styles/promo_650/public/media/troye-sivan-2014-billboard-650-2.jpg
In Queere Videos 18 hatte ich den ersten Teil der Trilogie "Blue Neighbourhood" vorgestellt. In Wilde sieht man den zauberhaften Troye mit einem anderen Typen, kuschelnderweise. Und dann gibt es einen Rückblick, zwei Jungs, Kindheit, beste Freunde, eine Liebe entsteht. Ganz niedlich. Und macht neugierig auf mehr. Wird der Vater des einen Jungen dagegen sein? Treffen sie sich verbotenerweise? Oder was ist da los?


Nun beginnt das Video mit dem Bild, womit das erste Video endete, Troye und Freund im Bett, sich umarmend. Doch schon bald beginnt man zu ahnen, dass es dramatisch wird, nach ein paar Sequenzen, in denen sich Rückblicke mit aktuellem Ereignis abwechseln, sieht man einen traurigen Troye, der einsam in die Weite blickt und singt. Und dann kommt schon die Hauptsache in diesem Video: die Beziehung zwischen dem Vater und Troyes Freund, die sehr scheiße ist. Der Junge wird verprügelt, angeschrien, gezwungen, sich nicht mehr auf Jungs einzulassen. Der Vater ist ein armseliger Alkoholiker, ein Arbeiter, der sich schon im ersten Video nicht mit Männern verstand, die einer anderen Schicht angehören (Troyes Vater im Video). Der Sohn trennt sich von Troye, der seinen Freund bei der Arbeit besuchen möchte. Der Junge jedoch schickt ihn weg und wird dafür vom Vater geherzt, gut gemacht, Sohnemann!Natürlich ist Troye sauer und als er seinen Geliebten auch noch Händchen haltend mit einem Mädchen sieht, ihn ignorierend ... ist er natürlich todtraurig. Ja, eine oft erzählte Geschichte, wie viele Jungs zerbrechen an Vätern, die ihnen ihre Homosexualität herausprügeln wollen! Ein Buch erzählt sehr beredt und sensibel davon: Two Boys Kissing von David Levithan. Ich finde dieses Video mal wieder stilistisch sehr schön gemacht und der Song ist richtig gut, wirklich! 

Donnerstag, 10. Dezember 2015

Granatapfelrot von Ines Schmidt Verlosung


Heute könnt ihr folgendes Buch gewinnen: Granatapfelrot von Ines Schmidt!
Wie immer einfach eine Email mit der Adresse an jannis.plastargias@googlemail.com schicken und auf Post warten. :-) Dieses Buch liegt mir am Herzen, weil ich es lektoriert habe. :-)

Sein ganzes Leben lang hat David sich für seine Schwester Jakobine verantwortlich gefühlt, sie geliebt, beschützt, gepflegt. Jakobine hatte an Glasknochenkrankheit gelitten, außerdem an einer Frühform von Alzheimerdemenz. Auch Joshua, ihren amerikanischen Freund, hatte David ins Herz geschlossen. Jetzt ist Jakobine tot, und ausgerechnet bei der Beerdigung passiert es: ein misslungener Versuch eines Kusses, eine plötzliche Intimität, eine festgehaltene Hand auf dem Friedhof. Zu dem tieftrauernden Freund seiner Schwester entwickelt David verbotene Gefühle. Damit nicht genug, wird David von Joshua auch noch zu einer Bike-Tour durch die Dolomiten überredet. Er willigt ein, ohne über die Konsequenzen seiner Leidenschaft nachzudenken.

Denn die Leidenschaft ist wie ein Granatapfel, sie wächst und gedeiht bei Licht und Wärme, und wenn sie reif ist, öffnet sie sich und bietet verschwenderisch ihre süßen roten Kerne an. Es folgt der Genuss, die Erkenntnis und die bohrende Gewissensfrage: Was habe ich getan!?

Ines Schmidt kartographiert das Innenleben zweier Männer, deren Zerrissenheit zwischen moralischer Hemmung und triebhaftem Verlangen. Ihr Debütroman handelt vom Übermut und von der leichtfertigen Entscheidungsfreude junger Menschen, einer Leichtigkeit, die sich mit den Jahren des Älterwerdens verliert und einer Identitätssuche weicht, geprägt durch Gefühlskonflikte, sexuellem Begehren und der Erfahrung des Todes.

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Bremerhaven und umzu 6 Stunden (gefühlt aber weniger)


 
Auf Facebook postete ich also, dass ich in den Norden kommen würde, Hamburg eh, wegen der Lesung in der Roten Flora, Bremen eh, wegen der "schmerzwach reist"-Reihe - und alles andere wollte ich dem Zufall, Schicksal oder eben Facebook überlassen. Und ja, es meldete sich eine ganz liebenswerte Person bei mir, Ina, und schlug vor, dass ich nach Bremerhaven und umzu kommen solle, sie würde eine Führung machen. Und dann wurde es ein ganz prächtiger Tag mit ganz viel Action und Spaß! Ich war natürlich noch nie in Bremerhaven - und natürlich habe ich erwartet, das Meer zu sehen, ganz viel Meer und natürlich auch Regen und dieses Diesige, ja, wolkenverhangen und so, aber da gab es noch mehr. Nie hätte ich gedacht, dass ausgerechnet am Meer, fernab der Schweizer Berge, ich erneut meine Höhenangst besiegen müsste. Gemeinsam mit Ina und ihrem witzigen Sohn Morten bin ich also gleich zwei Mal auf eine hohe Plattform gestiegen, um einen schönen Ausblick zu haben - am Hafen eben und auf der Aussichtsplattform SailCity. Bevor wir hinauf sind, war nur Morten frohen Mutes, wir zwei Erwachsenen hatten ganz schön Bammel - Ina wollte gar nicht rauf, aber als ich sagte, dass ich mich wagen würde, jedoch nicht verhindern könnte, dass Morten an den Rand ginge ... wurde Ina noch mulmiger, sie hatte Angst um den Jungen, ist also mit. :-) Und dann war das alles gar nicht soooo schlimm. Nur einmal hatte ich einen kurzen Moment der Panik und musste ein paar Schritte in die Mitte der Plattform gehen. Und als wir diese "Feuerleiter" nach oben sahen, dachten wir auch mit Schauder, dass wir da nie und nimmer hoch kommen würden ... Nun gut, wir haben dieses Abenteuer bewältigt - und zur Belohnung lud mich Ina zu sich nach Hause ein: zu Hamburgern und Käsekuchen. Ich weiß, hört sich nach Kinderessen an, ist es ja auch, aber wie sagten stets die Mitarbeiterinnen von Schulmensen zu mir (als ich als Erwachsener an der Schule arbeitete): du isst wie unsere Kinder. ;-) Ja, es gibt ja diese Klischees von den kühlen Norddeutschen, was natürlich Quatsch ist: warum sollten sie denn per se weniger umgänglich sein als Rheinländer, warum sollten Badener langsamer als Westfalen sein oder Dresdner alle fremdenfeindlicher als Frankfurter? Es kommt auf die einzelnen Menschen an - und die, die ich auf meinem Nordtrip kennengelernt habe, waren so herzlich und so liebenswert, dass ich wieder hin möchte. Danke, Ina! Und danke an die Familie von Ina. :-) Beim nächsten Mal möchte ich endlich Ostfriesland sehen - und da schwimmen!