Dienstag, 29. August 2017

Tage am Meer ...


Das Leben ist nicht immer fair. Da hatte ich schon einen Vater, der von einer wunderschönen Insel aus Griechenland stammt, nämlich SAMOS - und was ist? Anstatt dort glücklich leckere gegrillte Sardellen zu essen, wuchs ich im zwar ebenfalls schönen Baden auf, aber vom Baden im Meer war ich da natürlich weit entfernt. Weit weit weit. Gut, wir haben da ganz viele Baggerseen, aber mal ehrlich: können die mit dem Meer mithalten? Natürlich nicht!
Die Freude ist also immer riesengroß, wenn schmerzwach ans Meer fahren / fliegen darf. Dann auch noch mit so netter Begleitung. Nett, aber nicht so HARDCORE wie ich. Denn, wenn schmerzwach am Meer ist, geht er auch bei 16 Grad Wassertemperatur ins Meer, bei 18 Grad Außentemperatur und Wolken. Das muss so! 
Ich liebe Wellen und mich erschüttert auch nicht, wenn da die rote Fahne hängt. Da bin ich ganz Kind, da gehe ich mit den anderen 6-16Jährigen ins Wasser und schmeiße mich gegen die Wellen und hoffe, dass sie mich nicht mitreißen. Bisher ging immer alles gut. Als ich am zweiten Tag am Meer fast einen Unfall mit einem Kite-Surfer hatte, dachte ich auch: okay, ist halt nicht das Schwimm-Wetter ....
Aber das Schöne am Meer ist ja, dass es auch wundervoll ist, einfach im Sand zu spazieren, das Meer zu betrachten, die Luft zu atmen, mit den geliebten Menschen zu philosopieren. In Holland war es am Meer zwar kalt, in Bergen am Zee und in Egmont war es jedoch aus anderen Gründen schön. Die Dünen-Wanderung war lang und entbehrungsreich (Hunger!), doch die Wildpferde und die wunderschöne Landschaft haben das natürlich wieder wettgemacht. Und in Egmont mit dem Leuchtturm war es so wunderbar windig, das hat richtig Spaß gemacht. 
Eine Beobachtung ist noch, dass so zwei Tage am Strand mit langen Wanderungen im Nachhinein wie eine Woche erscheinen, einfach weil man so viele Landschaftseindrücke sammelt, in so vielen schönen Gefühlen schwelgt, zwischendurch sich in Träumen verliert und wenn man mit anderen philosophiert plötzlich in so tiefe Gespräche kommt, die einen voranbringen, dass man das Gefühl hat, gaaaaanz viel erlebt zu haben.














































Dienstag, 22. August 2017

Alkmaar


Unsere Reise nach Alkmaar begann schon mit Stress, die S-Bahn eines Mitreisenden kam einfach nicht, so dass er die Reise nicht mit uns beginnen konnte. Was ein Vorteil für ihn war, er kam schon früher in Köln an und konnte etwas Sightseeing machen. Nun wollten wir ja gar nicht in Köln Halt machen, wir musste ja! Der Zug fuhr nicht mehr nach Düsseldorf, wo unser Umstieg gewesen wäre. So wurden wir von der DB nach Mönchengladbach geschickt. Eine absurde Bummelbahn, die in jedem Nest hielt. Von dort sollten wir nach Venlo weiter reisen. Ja, aber ... Zug 1 fiel aus, Zug 2 ebenso, der Schienenersatzverkehr kam auch nicht. Also fuhren wir jetzt doch von Mönchengladbach nach Düsseldorf. Leider gab es irgendwo einen Unfall und wir mussten einen Bogen fahren - gefühlt hatten wir bereits jetzt das ganze Bundesland befahren, aber es kam noch besser. Irgendwo hatte ein Zug vor uns eine technische Störung und wir mussten wieder rückwärts aus dem Bahnhof raus. Wie auch immer. Stunden später kamen wir in Düsseldorf an und nahmen beherzt den IC nach Amsterdam. Niemand wusste bis zu diesem Zeitpunkt, wie riesig groß die Niederlande sind - wir verloren auf dem Weg 120 Minuten, weil wir kreuz und quer durch Holland fuhren. Manche Bahnhöfe fielen einfach aus nund wurden aus uns unbekannten Gründen nicht angefahren. Wieder Stunden später kamen wir dann in Amsterdam an und nahmen einen Bummelzug nach Alkmaar. 13 Stunden kostete uns die Reise etwa, letztenedlich. Und nur weil wir so viel zum Essen und Trinken eingepackt hatten, hielten wir so gut durch. :-) Und damit hatten wir schon eine Vorgabe für die nächsten Tage: Essen und Trinken! Wir haben konsumiert bis es nicht mehr ging. Kochen, essen, kochen, essen, trinken, rauchen, trinken, essen, rauchen, kochen, essen, trinken. Und hier nochmal ins Friethuis, hier gibts die besten Pommes. Und hier nochmal etwas Käse kaufen und hier nochmal ein bisschen leckeres Bier. :-)
Ich meine, selbst in Kirchen wird in Alkmaar getrunken: aus der Grote Sint Laurens Kerk hat eine Stiftung eine Begegnungsstätte gemacht. Mit Ausstellungen, mit einer Bar, mit Konzerten. So auch an dem Samstag Mittag, als wir in der Kirche waren. 
Alkmaar ist sonst nicht nur so toll, weil das meer nur wenig entfernt ist, sondern weil es auch wirklich schnuckelig ist, wie ihr auf den Fotos sehen könnt ...